Als Musterprofi, Führungsspieler und Torfabrik ist Fredi Bobic den VfB-Fans aus seiner Zeit als Aktiver noch bestens in Erinnerung. Nun kehrt er in neuer Funktion zum VfB Stuttgart zurück.

Ab sofort gestaltet und vertritt der in Maribor geborene Sohn eines Slowenen und einer Kroatin als Sportdirektor gemeinsam mit Jochen Schneider die sportlichen Belange des Vereins.

Siegtreffer für den VfB beim Bundesligadebüt

Beim VfB feierte der heute 38-Jährige seine größten Erfolge als Fußballprofi. Doch bevor er seinen Torriecher in der Bundesliga unter Beweis stellen konnte, erlernte der verheiratete Vater zweier Töchter das Fußballspielen in der Jugend des VfR Bad Cannstatt und dann, von 1980 bis 1986, in den VfB-Jugenden.

Die nächste Station hieß Stuttgarter Kickers, wo er mit in den A-Junioren 1990 DFB-Pokalsieger wurde. Bevor Fredi Bobic 1994 sein Erstligadebüt beim VfB gab, wurde er in seiner Zeit beim TSF Ditzingen 1992 Oberliga-Torschützenkönig und erzielte von 1992 bis 1994 für die Stuttgarter Kickers in 62 Zweitligapartien 26 Treffer.

Am 19. August 1994 spielte sich Fredi Bobic bei seinem ersten Einsatz für den VfB gleich in die Herzen der Fans, als er nach seiner Einwechslung gegen den HSV in der letzten Minute den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. Von da an ging es weiter steil bergauf.

Krönung der Ära des "magischen Dreiecks" durch den DFB-Pokalsieg 1997

Gemeinsam mit Krassimir Balakow und Giovane Elber prägte er den Begriff des "magischen Dreiecks". Das Trio begeisterte nicht nur die VfB-Anhänger, sondern sorgte mit seinem spektakulären Offensivspiel für Aufsehen in ganz Fußballdeutschland. Selbst im Ausland sprachen Kenner der Bundesliga ehrfürchtig vom "magic triangle" aus Stuttgart. Gekrönt wurde diese Ära mit dem DFB-Pokalsieg 1997.

Insgesamt gelangen Bobic in 148 Bundesligaspielen für den VfB 69 Tore. In der Saison 1995/96 wurde er mit 17 Treffern Torschützenkönig. Nach dieser Saison wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft in England Europameister. Der abschlussstarke Mittelstürmer erzielte in 37 Einsätzen für das DFB-Team zehn Tore. International trug der gelernte Einzelhandelskaufmann, der zuletzt als Manager des bulgarischen Erstligisten Cherno More Burgas arbeitete, zwölf Mal die Farben des VfB in Europapokalspielen und schoss acht Tore. 1998 scheiterten Bobic & Co. im Wettbewerb der Pokalsieger erst im Finale, als man dem FC Chelsea mit 0:1 unterlag.

Nach den weiteren Stationen als Profi bei Borussia Dortmund (1999 bis 2002), Bolton Wanderers (2002), Hannover 96 (2002/03) und Hertha BSC Berlin (2003 bis 2005) ließ Fredi Bobic seine Karriere beim kroatischen Club NK Rijeka ausklingen und wurde zum Ende seiner Laufbahn 2006 noch kroatischer Pokalsieger.