Der Schweizer Nationalspieler Alexander Frei zittert um die Teilnahme an der WM in Südafrika. Der frühere Angreifer vom Bundesligisten Borussia Dortmund erlitt im letzten Training der Eidgenossen vor dem Abflug nach Südafrika ohne Fremdeinwirkung eine Knöchelverletzung.

Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab, dass es sich um eine Verstauchung im rechten Sprunggelenk handelt. Frei bestieg daher am Mittwochabend um 22:45 Uhr in Zürich mit seinen Teamkollegen das Flugzeug nach Johannesburg. Zuvor hatte sich der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld besorgt geäußert. "Ich hoffe, dass er kein Band gerissen und keine Fraktur hat. Ich möchte auch nicht an einen Ersatz für Frei denken", sagte der früher Meistercoach von Bayern München.

Hoffnung auf schnelle Genesung

Frei hatte die Einheit im Züricher Letzigrund nach 40 Minuten abbrechen müssen und war minutenlang verletzt auf dem Boden liegen geblieben. Kurz darauf humpelte der Teamleader vom Feld und wurde direkt ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht.

Bei den 3.000 Zuschauern wurden anschließend Erinnerungen an die EM 2008 im eigenen Land wach, als sich Frei im ersten Spiel gegen Tschechien (0:1) verletzt hatte und mit einem Teilabriss des Außenbands für das komplette Turnier ausgefallen war.

Hitzfeld glaubte aber zunächst nicht an eine Wiederholung dieser fast schon tragischen Geschichte. "Man muss immer positiv denken. Obwohl die Schmerzen bei ihm sehr groß waren hoffe ich, dass er dabei ist. Auch wenn es nicht fürs erste Spiel reicht, so kann er vielleicht doch im Laufe des Turniers noch einsteigen", sagte er.