Hamburg - Der Ort war mit Bedacht gewählt. Die Benefiz-Gala der Deutschen Sporthilfe fand in der Handelskammer Hamburg statt. Am kommenden Dienstag wird die Hansestadt offiziell die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 beim Internationalen Olympischen Komitee einreichen, zuvor erhielt Bundestrainer Joachim Löw am Samstagabend in einer feierlichen Zeremonie die "Goldene Sportpyramide" überreicht.

Als Moderator Johannes B. Kerner Bundestrainer Löw auf die Bühne bat, brandete großer Jubel im Saal der Hamburger Handelskammer auf. Es gab sogar stehende Ovationen für den 55-Jährigen. Löw befindet sich jetzt in illustrer Gesellschaft, denn vor ihm wurden unter anderem Steffi Graf, Katarina Witt, Franz Beckenbauer, Henry Maske und die Hamburger Fußball-Ikone Uwe Seeler mit dem Preis bedacht.

Löw: Flüchtlingen ohne Vorurteile begegnen

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Gleichzeitig wurde Löw zusammen mit Schwimmer Michael Groß, Fechterin Anja Fichtel, Skispringer Hans-Georg Aschenbach und den Tennis-Spielern Boris Becker und Michael Stich in die "Hall of fame des deutschen Sports" aufgenommen. Die 2006 von der Deutschen Sporthilfe initiierte Ruhmeshalle ist ein Forum der Erinnerung an Menschen, die durch den Erfolg im Wettkampf oder durch ihren Einsatz für Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben.

In seiner Dankesrede hob Löw die besondere Kraft des Sports und im Besonderen des Fußballs hervor. "Es ist unser aller Aufgabe, die die wir im Fokus stehen, etwas zurückzugeben. Der Sport muss seine Popularität nutzen, um anderen Menschen Respekt zu zollen und zu helfen." Der Bundestrainer äußerte sich auch zur aktuellen Flüchtlingsthematik: "Der DFB und die DFL tuen ihr Möglichstes, um die Flüchtlinge, die hier ankommen, ohne Vorurteile und mit viel Liebe zu begegnen. Im Land des Fußball-Weltmeisters sollte die Willkommenskultur auch weltmeisterlich sein."

Olympia-Bewerbung: Unterstützung von allen Seiten

Allgegenwärtig war bei der Benefiz-Gala das Thema Olympia 2024. Unisono sprachen sich alle Geehrten dafür aus, die Olympia-Bewerber der Stadt Hamburg nach Kräften zu unterstützen. "Deutschland hat mehrfach bewiesen, dass es Großereignisse ausrichten kann. Bei der WM 2006 hat das Land die Menschen aus aller Welt willkommen geheißen. Ich bin davon überzeugt, dass Hamburg als weltoffene Stadt ein hervorragender Ausrichter der Spiele wäre", so Löw.

Olympischen Spiele im eigenen Land seien das Größte, was man als Sportler erleben könne, erklärte Olympiasieger und Schwimmlegende Michael Groß. Der "Albatros" selbst profitierte im hohen Maße von der Unterstützung der Deutschen Sporthilfe und unterstrich, wie wichtig die Unterstützung für die deutschen Spitzensportler ist. "Heute ist die Förderung fast noch wichtiger als zu meiner Zeit, weil der Wettbewerbsdruck größer ist."

Bundesliga-Stiftung unterstützt Spitzensportler

Seit 2010 unterstützt die Bundesliga-Stiftung im Rahmen der Nachwuchsförderung der Deutschen Sporthilfe junge Sportler auf ihrem Weg zur Weltspitze. Über 300 Athleten wurden seither mit mehr als 1,5 Millionen Euro von der Bundesliga-Stiftung unterstützt. Acht olympische Medaillen konnten von den geförderten Athleten errungen werden.

Jüngst stand der Supercup zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayern München im Zeichen der Partnerschaft von Bundesliga-Stiftung und Deutscher Sporthilfe. Der Profi-Fußball demonstrierte einmal mehr unter dem Motto „"Spitzensport verbindet" seine Solidarität mit den Top-Athleten anderer Sportarten. Seit 2008 besteht bereits die Kooperation von Profi-Fußball und Deutscher Sporthilfe. Unter dem Leitmotiv "Sportler für Sportle"“ fand 2009 erstmals ein Aktionstag in der Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga statt. 

Aus Hamburg berichtet Alexander Barklage