Frankfurt/Main - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat das Ermittlungsverfahren gegen Fußballprofi Diego vom Bundesligisten VfL Wolfsburg wegen des Verdachts eines krass sportwidrigen Verfahrens in der Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts eingestellt.

Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, sagt dazu: "Nach der Stellungnahme von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, der Auswertung der Mitschnitte zweier Fernsehsender sowie den Stellungnahmen des Spielers Diego und des VfL Wolfsburg geht der DFB-Kontrollausschuss davon aus, dass der Schiedsrichter eine in sportgerichtlichen Verfahren nicht mehr angreifbare Tatsachenentscheidung getroffen hat."

Aus einer zwischenzeitlich vorliegenden Fernsehaufzeichnung des Bundesligaspiels zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt vom Sonntag ergibt sich, dass Schiedsrichter Kinhöfer den Wolfsburger Diego und seinen Frankfurter Gegenspieler Patrick Ochs zum Zeitpunkt des Tatgeschehens in seinem Sichtfeld hatte. Zudem hat er auf den Sturz von Ochs unmittelbar mit einer Geste zur Aufforderung des Aufstehens reagiert.