Etwa 200 OBM-Trainer haben sich Ruud van Nistelrooy bislang geleistet. Trotz des stolzen Preises von 7,6 Millionen Euro und trotz der Tatsache, dass der Stürmer verletzungsbedingt noch nicht im Managerspiel aufgestellt werden kann. Unterm Strich ein guter virtueller Einstand für van Nistelrooy.

Der 33-Jährige gehörte mit seiner Ablösesumme auf Anhieb zu den teuersten Angreifern im Managerspiel. Lediglich Jefferson Farfan (FC Schalke / 7,71 Millionen Euro), Grafite (VfL Wolfsburg / 7,71) und Mario Gomez (FC Bayern / 7,68) kosten ein paar tausend Euro mehr. Der momentan wertvollste Spieler im OBM ist Bayerns Mittelfeld-Ass Franck Ribery mit 9,38 Millionen Euro Ablöse.

Torschützenkönig in drei Ländern

Qualität hat nun mal ihren Preis, und van Nistelrooy war in seiner glanzvollen Karriere bislang jeden Cent wert. Für seinen letzten Verein, Real Madrid, schoss der Niederländer 46 Tore in 68 Spielen der spanischen Primera Division.

In der Champions League erzielte "Van the Man" im Trikot von Manchester United gleich in drei Spielzeiten die meisten Tore. Van Nistelrooy schaffte das einmalige Kunststück, Torschützenkönig in den Niederlanden (für PSV Eindhoven), in England (Manchester United) und in Spanien (Real Madrid) zu werden.

Klose war Zehn-Millionen-Mann

Mit seinen 7,6 Millionen Euro ist van Nistelrooy auch einer der teuersten "Neu-Einsteiger" unter den Stürmern in der OBM-Geschichte. Miroslav Klose kostete zu Beginn seiner virtuellen Karriere satte zehn Millionen Euro.

Auch Farfan lag mit seinem Erstpreis von 8,25 Millionen vor dem Neu-Hamburger. Mario Gomez und Kevin Kuranyi (FC Schalke) wurden anfangs mit jeweils sieben Millionen eingestuft.

Viel Bewegung auf dem Transfermarkt

OBM-Trainer, die keine Notwendigkeit sehen, ihren Sturm mit van Nistelrooy zu verstärken, sollten nicht übersehen, dass noch einige andere sehr interessante Spieler durch das Transfer-Fenster in die Bundesliga gekommen sind.

Etwa Cristian Molinaro. Der italienische Verteidiger ist auf Leihbasis vom Spitzenclub Juventus Turin zum VfB Stuttgart gewechselt und hat beide Rückrundenspiele beim VfB bestritten. Der Mann für die linke Abwehrseite kostet knapp 1,9 Millionen Euro.

Starke Last-Minute-Einkäufe

Fast auf den letzten Drücker sind noch weitere vielversprechende Profis von den Bundesligisten geholt worden. Zum Beispiel Kölns Mittelfeldspieler Zoran Tosic, der von Manchester United kam und schon gegen Eintracht Frankfurt von den FC-Fans gefeiert wurde. Im OBM kostet Tosic 2,1 Millionen Euro.

Oder Hannovers Stürmer Arouna Koné (FC Sevilla) und Wolfsburgs Abwehrspieler Rever (Gremio Porto Alegre). In beide Spieler setzen ihre Trainer Mirko Slomka (96) und Lorenz-Günther Köstner große Hoffnungen.

Höwedes und Kroos waren mal Schnäppchen

Spieler von Real Madrid müssen nicht immer viel kosten. Adam Szalai, der sich von den Königlichen zu Mainz 05 veränderte, beginnt mit rund 800.000 Euro Ablöse im OBM. Sein Wert sollte bald steigen, solange Mainz-Trainer Thomas Tuchel weiter auf den 22-jährigen Ungarn als Sturmspitze setzt.

Als echte Schnäppchen dürfen Schalkes Stürmer Besart Ibraimi (23 Jahre / 299.000) und der Mainzer Mittelfeld-Mann Jared Jeffrey (19 / 200.000) bezeichnet werden. Der extrem günstige Preis und die Tatsache, dass ihre Trainer Felix Magath und Thomas Tuchel oft und gerne auf junge Spieler setzen, macht die beiden durchaus interessant.

Denn wer im OBM frühzeitig die richtige Nase für Schnäppchen und Talente hat, kann richtig Kasse machen. So standen Benedikt Höwedes (FC Schalke) und Toni Kroos (Bayer 04) einst mit 100.000 Euro Ablöse auf den hintersten Plätzen des Transfermarkts. Heute kostet Höwedes 3,8 und Kroos 4,4 Millionen Euro.

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Stefan Kusche