Amsterdam - Der niederländische Fußball-Verband KNVB geht weiterem Ärger mit dem deutschen Rekordmeister Bayern München aus dem Weg. Mark van Bommel, Kapitän des Vize-Weltmeisters und der Bayern, kehrte wegen leichter Kniebeschwerden frühzeitig nach München zurück und verzichtete auf einen Einsatz im Test-Länderspiel gegen die Türkei am Mittwochabend.

Nach Gesprächen mit den medizinischen Betreuern der Nationalmannschaft beschloss Bondscoach Bert van Marwijk, seinen Schwiegersohn nicht einzusetzen. Van Bommel hatte noch am Dienstag den Wunsch geäußert, zumindest eine Halbzeit zu spielen.

"Hatte eine leichte Reaktion im Knie"

"Nach dem Training am Dienstag hatte ich eine leichte Reaktion im Knie", berichtete Van Bommel, "ich finde es schlauer, jetzt nach München zurückzukehren und bei Dr. Müller-Wohlfahrt eine genaue Diagnose erstellen zu lassen, um kein Risiko für das Spiel in Leverkusen am Samstag einzugehen."

Der 33-Jährige hatte am 12. Oktober im EM-Qualifikationsspiel gegen Schweden eine Knieverletzung erlitten und stand den Bayern mehrere Wochen lang nicht zur Verfügung. Zuvor hatte der Rekordmeister die Niederländer vergeblich aufgefordert, van Bommel zu schonen.

Fragezeichen hinter Demichelis-Einsatz

Am vergangenen Wochenende gehörte van Bommel erstmals wieder zum Bayern-Kader, kam beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg aber nicht zum Einsatz. Der FC Bayern München liegt mit dem KNVB im Clinch, weil Mittelfeldstar Arjen Robben bei der Weltmeisterschaft in Südafrika trotz einer Verletzung gespielt hatte. Seitdem fällt Robben aus.

Neben dem Niederländer kam auch der Argentinier Martin Demichelis angeschlagen von seiner Länderspielreise zurück. Aufgrund einer Oberschenkelverhärtung ist sein Einsatz gegen Bayer 04 fraglich.