Zusammenfassung

  • Sprintstar Usain Bolt hat am Freitag mit der Mannschaft von Borussia Dortmund trainiert

  • 1.400 Zuschauer waren gekommen, um den schnellsten Mann der Welt zu sehen

  • Um eine Zweitkarriere als Fußballprofi zu machen, muss der 31-Jährige aber noch zulegen

Dortmund - Als Usain Bolt um 10:32 Uhr inmitten der Spieler von Borussia Dortmund den Rasen betrat, brandete lautstarker Applaus und Jubel der Fans auf. Er war tatsächlich gekommen: Bolt, der achtmalige Olympiasieger, der größte Sprinter der Leichtathlet-Geschichte, stand wahrhaftig auf dem Trainingsplatz im bitterkalten Dortmund-Brackel.

Aus den Boxen dröhnte Reggae-Musik, im Publikum hingen Jamaika-Flaggen, und Bolt erzielte im Trainingsspiel sogar ein Tor. Der prominente Gast genoss seinen Auftritt beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund vor 1400 Zuschauern in vollen Zügen.

"Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, die Leute und das Team haben mich herzlich begrüßt und aufgenommen, sagte der 31-Jährige.

Noch ein weiter Weg zum Fußballprofi

Der BVB übertrug das Training live im Internet und erzielte eine riesige Reichweite. Allein in China schalteten 1,2 Millionen Nutzer ein, um dem schnellsten Mann der Welt beim Kicken zuzusehen. 137 Journalisten aus aller Welt hatten sich akkreditiert.

© gettyimages / Patrik Stollarz

Bolts Traum ist eine zweite Karriere als Fußballprofi - doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Das wurde am Freitag offensichtlich, und auch Bolt und BVB-Trainer Peter Stöger wissen das. "Man sieht, dass er das Spiel versteht und Spaß hat", sagte der Österreicher: "Er ist talentiert. Aber wenn er sich im höheren Bereich durchsetzen will, ist noch einiges zu tun. Was ihm fehlt, ist die Mannschaftsarbeit. Das ist etwas, was er in seiner Sportart nicht hat."

Auch Bolt gab zu, dass er noch Arbeit vor sich habe. "Ich muss fit werden. Beim Fußball dreht sich alles um die Abläufe auf dem Platz", sagte der Jamaikaner: "Die muss ich noch mehr verinnerlichen." 

Aber Zweifel, dass es mit der Profikarriere vielleicht doch nichts werden könnte, hat Bolt nicht. "Ich will beweisen, dass mit harter Arbeit alles möglich ist", sagte er: "Ich möchte zu einem Spitzenverein in einer großen Liga. Egal, ob in Spanien, Italien, England oder Deutschland."

Spielerisch möchte er sich dabei am schwedischen Superstar Zlatan Ibrahimovic orientierten. "Weil der verdammt gut, groß und ziemlich cool ist", sagte Bolt, der bereits am Donnerstag mit dem BVB trainiert hatte, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nach dem Training traf er sich mit noch mit Leverkusens jamaikanischem Außenstürmer Leon Bailey. Falls es also mit einem Engagement beim BVB nicht klappen sollte, wäre die Werkself ja vielleicht eine Option.

SID