Verband: United States Soccer Federation (USSF)

Gegründet: 1913

FIFA-Mitglied seit: 1914

Bisherige WM-Teilnahmen: 9

WM-Erfolge: 3. Platz (1930)

Geschichte des Fußballs in den USA:

Einwanderer aus Deutschland, Irland, Schottland und England brachten den Fußball in die USA. 1862, ein Jahr vor der Gründung des englischen Fußballverbandes, wurde mit dem Oneida Football Club in Boston der erste Verein in den USA gegründet. So gab es auch schon früh um 1885 erste inoffizielle Länderspiele - und zwar gegen Kanada. Mehrfach bildeten sich in der Zeit Fußballverbände, aber erst 1913 entstand der heutige USSF. Noch im selben Jahr wurde der Beitritt zur FIFA vollzogen. Mit einigen Achtungserfolgen bei Großturnieren und der Heim-WM 1994 stieg die Popularität des Fußballs im Land schnell. 1967 wurden gleich zwei Profiligen gebildet. Mit über 13 Millionen Spielern ist Fußball die nach Basketball und Baseball am dritthäufigsten praktizierte Sportart in den USA. Die Major League Soccer ist mittlerweile ein fester Bestandteil der amerikanischen Sportwelt.

WM-Geschichte:

Die USA zogen 2002 ins Viertelfinale ein

Als eines der ältesten FIFA-Mitglieder kann die USA auf eine bewegte Vergangenheit bei Weltmeisterschaften zurückblicken. Um Informationen zum größten Erfolg des Verbandes vorzukramen, muss man deshalb tief in den Geschichtsbüchern blättern. In Abwesenheit vieler europäischer Top-Teams wurde die USA 1930 in Uruguay nach einem kampflosen Sieg im kleinen Finale gegen das damalige Jugoslawien Dritter. Vier Jahre später gelang der Einzug ins Achtelfinale, 1950 war in der Vorrunde Schluss. Es dauerte 40 Jahre bis zur nächsten Endrundenteilnahme - seit 1990 sind die Soccer Boys aber ununterbrochen dabei. 2002 überstand das Team durch ein 2:0 gegen den ewigen Rivalen Mexiko das Achtelfinale, im Viertelfinale kam dann gegen Deutschland der Knock-Out. Das war dennoch der größte Erfolg bei einer WM seit 1930.

Star und Trainer:

In Deutschland muss Trainer Jürgen Klinsmann wohl nicht weiter vorgestellt werden. Der Weltmeister von 1990 machte sich bei den Stuttgarter Kickers, dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern sowie in Europa bei Inter Mailand, dem AS Monaco, Sampdoria Genua und den Tottenham Hotspur einen Namen. Für die USA ist Klinsmann jedoch mehr als nur der Coach der Nationalmannschaft. Als Sportdirektor des Verbandes versucht er in Personalunion auch noch die Strukturen des Fußballs in den Staaten weiter zu verbessern. Sein Vertrag wurde unlängst bis 2018 verlängert. Den eigentlichen Star des Teams, Landon Donovan, hat er nicht für die WM nominiert. So ruhen die Hoffnungen der US-Amerikaner im Sturm auf die Künste von Jozy Altidore. Der Wandervogel vom AFC Sunderland, der mit 24 Jahren neben England und den USA auch schon in Spanien und der Türkei gespielt hat, ist für seine unberechenbaren Aktionen auf dem Feld bekannt. 21 Tore in 69 Länderspielen sprechen aber deutliche für seine Qualitäten als Vollstrecker.

Bundesliga und die USA:

Cherundolo spielte 15 Jahre lang für 96

Die Liste US-amerikanischer Profis in der Bundesliga ist lang. Ob Tom Dooley, Claudio Reyna, Kasey Keller oder die aktuellen Nationalspieler Jermaine Jones, Fabian Johnson, Timothy Chandler und Michael Bradley. Viele haben sich in die Herzen der Fans ihrer Vereine gespielt. Aber einer hat sie alle übertroffen: Steven Cherundolo. Der Rechtsverteidiger spielte 15 Jahre lang für Hannover 96 und absolvierte in der Zeit 302 Bundesliga-Spiele für die "Roten" - Vereinsrekord. Dazu gesellen sich noch 68 Auftritte in der 2. Bundesliga. Mittlerweile ist Cherundolo als Co-Trainer bei der Reserve beschäftigt. Die meisten Tore in der höchsten deutschen Spielklasse hat aber Dooley geschossen. Der baumlange Abwehrrecke erzielte in 199 Spielen für den FC Homburg, den 1. FC Kaiserslautern, Schalke 04 und Bayer Leverkusen 20 Treffer.