Das DFB-Pokalspiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Kaiserslautern war früh entschieden. Spätestens nach dem Kopfballtreffer zum 2:0 von Tim Borowski hatte der Bundesligist die Partie im Griff und gewann am Ende hochverdient mit 3:0.

Für Borowski war das Spiel gegen die "Roten Teufel" der erste Einsatz über die volle Distanz nach einer dreiwöchigen Verletzungspause aufgrund von hartnäckigen Rückenproblemen. In Wien und Bochum wurde er zuvor jeweils eingewechselt.

Kein Wunder, dass der 29-jährige Mittelfeldspieler mit seiner Leistung zufrieden war. Aber auch für das Auftreten seiner Mannschaft fand er lobende Worte.

Im bundesliga.de-Interview spricht Borowski über das Spiel gegen den FCK, den Wunschgegner im Viertelfinale, das neue "magische Dreieck" in Bremen und das Spiel beim "Club".

bundesliga.de: Herr Borowski, gegen Kaiserslautern haben Sie nach Ihrer Verletzung zum ersten Mal wieder von Anfang an gespielt und dabei gleich getroffen. Da dürfen Sie zufrieden sein.

Tim Borowski: Auf jeden Fall. Ich hätte nicht gedacht, dass es gleich wieder so gut für mich läuft. Über den Treffer freue ich mich natürlich sehr. Die Flanke von Aaron (Hunt, Anm. d. Red.) war aber auch klasse.

bundesliga.de: Das 3:0 gegen den FCK war recht eindeutig und souverän herausgespielt. War es ein Leichtes, gegen die "Roten Teufel" zu gewinnen?

Borowski: Es ist nicht so einfach, gegen unterklassige Mannschaften zu spielen. Aber wir waren gut eingestellt und haben unser Spiel von Beginn an durchgesetzt. Dass wir in den entscheidenden Momenten getroffen haben, kam uns natürlich zu Gute.

bundesliga.de: Bislang meinte es die Glücksfee bei der Auslosung gut mit Werder Bremen. Haben Sie einen Wunschgegner für das Viertelfinale?

Borowski: Wir haben gegen drei Zweitligisten gespielt, die alle das Zeug zum Aufstieg haben. Das waren starke Gegner. Auch wenn das vielleicht nicht so eingeschätzt wurde. Es ist egal, wen wir jetzt zugelost bekommen. Denn im DFB-Pokal ist jedes Spiel entscheidend. Da hängt viel von der Tagesform ab.

bundesliga.de: Werder Bremen besticht derzeit mit einem tollen Kombinationsspiel. Vor allem die jungen Mesut Özil, Aaron Hunt und Marko Marin wirbeln die Abwehrreihen der Gegner durcheinander.

Borowski: Das ist der Fußball, der heute gespielt wird. Mit kurzen Pässen aus der Abwehr schnell in den Angriff umschalten. Mit der Technik, kombiniert mit Brillanz, von Mesut, Aaron und Marko sieht das natürlich schon gut aus. Und das wollen die Fans auch sehen.

bundesliga.de: In 18 Pflichtspielen hat Werder erst eine Niederlage einstecken müssen - und das am 1. Spieltag gegen Frankfurt. Geht diese Serie in Nürnberg weiter?

Borowski: Die Heimpleite gegen Frankfurt hatte schon einen Hallo-wach-Effekt. Da sind wir ein bisschen schläfrig aufgetreten. Zum Glück haben wir aber schnell zurück in die Spur gefunden. Unsere Serie ist natürlich schon außergewöhnlich. Und wir hoffen, dass sie noch nicht so schnell endet.

Aus Bremen berichtet Michael Reis