Wolfsburg - Drei Monate war er außer Gefecht, am Montag dann wagte er sich erstmals wieder aus den Katakomben.

Keine Frage, dass Arne Friedrich am Rande seines überraschenden Comebacks gleich ein begehrter Gesprächspartner war. "Aus der Ferne ist es natürlich immer einfach, das zu sagen. Ich weiß ja, wie schwierig es letztlich auf dem Platz ist", so der VfL-Innenverteidiger zur sportlichen Situation. "Aber ich denke, unsere Probleme liegen vor allem im Kopf. Denn wenn man so oft eine Führung verspielt wie uns es leider passiert ist, dann mangelt es einfach am Selbstbewusstsein."

"Erst mal ein Spiel gewinnen, dann kommt der Rest von allein"

Vor allem für die Stürmer sei es gerade nicht leicht. Die Mannschaft operiere viel mit langen Bällen und leiste sich insgesamt im Spielaufbau noch zu viele Fehler. "Die Gegner haben uns zu häufig den Schneid abgekauft, da müssen wir sicher noch einiges verbessern. Insgesamt spielen wir einfach nicht genug Fußball", sagt Friedrich, der sich zudem im Auftreten noch weitere Fortschritte wünscht. "Es ist nicht so, dass keiner möchte, am Wollen liegt es ganz sicher nicht. Aber wir müssen noch mehr als Einheit auftreten und uns über 90 Minuten zerreißen."


An der Tabelle groß herumzurechnen, davon halte er momentan nicht viel, schließlich kämen die verlorenen Punkte nicht mehr zurück. "Mit der Drei-Punkte-Regel kann es andererseits immer sehr schnell gehen. Im Fußball ist nichts vorherzusehen", so der 31-Jährige, der an der nötigen Qualität der Mannschaft auch überhaupt nicht zweifelt. Vielmehr habe sie alles selbst in der Hand. "Das Fußballerische ist absolut gegeben, was fehlt, ist allein die Sicherheit. Wir müssen jetzt einfach mal ein Spiel gewinnen. Und wenn das gelungen ist, dann kommt der Rest von allein."