1992 holte er mit dem VfB den Titel, in der Hinrunde gewann Christoph Daum mit dem 1. FC Köln in Stuttgart. Vor dem Rückspiel in Köln spricht der 55-jährige Trainer im Interview mit der VfB-Webseite über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges.

Frage: Herr Daum, Sie waren am vergangenen Sonntag Augenzeuge des Stuttgarter 1:0-Sieges gegen den HSV. Wie hat Ihnen die Partie gefallen und welche Schlüsse lassen sich für das Aufeinandertreffen mit der Babbel-Elf am Samstag daraus ziehen?

Christoph Daum: Der VfB ist eine Mannschaft, die immer gewinnen will, die immer über 93 Minuten torgefährlich ist und die über ein unglaubliches Selbstvertrauen verfügt. In dieser Form ist dem VfB Stuttgart einiges zuzutrauen.

Frage: Ist ein Spiel in Stuttgart, gerade auch noch neben Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder, für Sie immer noch etwas Besonderes?

Daum: Stuttgart ist immer etwas Besonderes für mich. Ich habe viele positive Erinnerungen an Stuttgart und viele Freunde dort. Auch ein großer Teil meiner Familie wohnt in Stuttgart.

Frage: Wie schätzen Sie den VfB unter Teamchef Markus Babbel ein? Was trauen Sie Stuttgart am Ende dieser Saison zu?

Daum: Die Mannschaft, die Horst Heldt gemeinsam mit Armin Veh aufgebaut hat, startet nun richtig durch. Dass Horst Heldt und Armin Veh mit ihrer Arbeit richtig lagen, beweist Markus Babbel nun mit seiner Arbeit. Ich traue den Stuttgartern am Ende Platz 3 und besser zu.

Frage: Das Hinspiel konnte Ihre Elf seinerzeit in der Mercedes-Benz Arena gewinnen. Spielt diese Partie im Vorfeld des neuerlichen Aufeinandertreffens noch eine Rolle für Sie?

Daum: Es wäre schon ein Wunder, wenn wir den VfB in einer Spielzeit zwei Mal bezwingen könnten.

Frage: Hat der FC den Klassenerhalt mit 32 Zählern schon in der Tasche oder haben Sie die Sorge, doch noch unten reinrutschen zu können.

Daum: Ich gehe davon aus, dass 38 Punkte notwendig sind, um die Klasse zu halten. Auf dieses Ziel habe ich alle eingeschworen.