München - Der 22. Spieltag hatte es in sich: Borussia Dortmund kassiert im Kaiserslautern kurz vor Schluss den Ausgleich. Der FC Bayern überroltt 1899 Hoffenheim. Nürnberg düpiert den VfB Stuttgart. Köln feiert gegen Mainz einen wichtigen Sieg. bundesliga.de fasst die Reaktionen der Trainer zusammen.

SV Werder Bremen - Hannover 96 1:1

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Wir haben über neunzig Minuten alles versucht, aber uns selbst durch das Gegentor in die schlechtere Position gebracht. In der zweiten Halbzeit sind wir mutiger zum Tor gegangen und dafür belohnt worden. Was uns immer noch fehlt ist die Sicherheit in den Kombinationen.

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Es war ein aufregendes und leidenschaftliches Derby. Wir konnten dem Bremer Druck lange standhalten, deshalb war es ein gerechtes Unentschieden. Ich kann meiner Mannschaft gegen starke Bremer eine gute Auswärtsleistung bescheinigen.


1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05 4:2

Trainer Frank Schaefer (1. FC Köln): Das 1:0 hat uns für die ersten Minuten sehr viel Schwung und Kraft gegeben. Ab der 20. Minute hatten wir Probleme und haben um das 1:1 gebettelt. Das 2:1 war dann der Türöffner für uns. Getragen von der Erleichterung und den Zuschauern haben wir uns am Ende in einen kleinen Rausch gespielt. Das 4:2 ärgert mich aber, denn im Abstiegskampf zählt jedes Tor.

Trainer Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Ich hatte die ganze erste Halbzeit über ein gutes Gefühl. Der Rückstand zur Halbzeit hat nicht dem Spielverlauf entsprochen. Das dritte Tor hat die Partie entschieden. Wer dann erst eingeschaltet hat, konnte glauben, dass es 6:1 oder 7:1 ausgeht. Aber für uns geht die Welt nicht unter.


1. FC Kaiserslautern - Borussia Dortmund 1:1

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Es war das erwartet intensive Spiel von unserer Seite. In der 1. Halbzeit hat man gemerkt, dass Dortmund die reifere Mannschaft ist. In der 2. Halbzeit waren beide Seiten nicht großartig torgefährlich. Die Leidenschaft und der Wille, das Spiel zu gewinnen, war aber auf beiden Seiten da."

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Es war sicherlich ein gerechtes Unentschieden. Wir waren sicher die etwas bessere Mannschaft, das Spiel der Lauterer ist uns aber nicht gerade entgegengekommen. Wir haben uns nicht so viele Möglichkeiten wie sonst erspielt.


FC Bayern München - 1899 Hoffenheim 4:0

Trainer Louis van Gaal (Bayern München): Ich bin sehr zufrieden. Das war eines unserer besten Spiele in dieser Saison. Wir waren über 90 Minuten konzentriert. Es ist lange her, dass das passiert ist. Mit Robben und Ribery haben wir mehr Kreativität nach vorne. Sie sind unglaublich wichtig für den FC Bayern.

Trainer Marco Pezzaiuoli (1899 Hoffenheim): Der Sieg der Bayern war absolut verdient. Wir waren noch gut bedient und in allen Belangen unterlegen. Wir waren grottenschlecht, da muss man gar nicht lange herumreden.


FC Schalke 04 - SC Freiburg 1:0

Trainer Felix Magath (Schalke 04): Wir haben sehr gut über die Flügel gespielt, allerdings waren wir beim letzten Pass nicht genau genug. Es fehlte die Sicherheit, die wir uns hoffentlich heute geholt haben. Die brauchen wir auch in den nächsten Wochen. In der Bundesliga geht's jetzt erstmal nach oben, und in der Champions League soll es am Dienstag auch weitergehen.

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): Das Beste von meiner Mannschaft gab es schon nach einer oder zwei Minuten, als wir Cisse auf die Reise geschickt haben, er aber das Tor nicht gemacht hat. Schalke war klar die bessere Mannschaft, aber auch von uns unterstützt. In der Halbzeit habe ich umgestellt auf 4-4-2. In den ersten vier Minuten hat das auch ganz gut ausgesehen, aber das war's dann wieder. Nach sieben ungeschlagenen Spielen hatte ich fast vergessen, wie sich eine Niederlage anfühlt. Jetzt weiß ich es wieder.


VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg 1:4

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Wir haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen, und ich werde klar ansprechen, was falsch gemacht worden ist. Aber es wäre der falscheste Weg, auf die Mannschaft einzuschlagen.

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Meine Mannschaft hat heute klasse Fußball gespielt. Wenn wir weiter so spielen, glaube ich, dass wir den Klassenerhalt so gut wie geschafft haben.


VfL Wolfsburg - Hamburger SV 0:1

Trainer Pierre Littbarski (VfL Wolfsburg): Wir haben gut angefangen, aber der Elfmeter hat uns aus dem Konzept gebracht. Aber man hat gesehen, dass die Mannschaft wollte und gefightet hat. Die Situation wird angespannter, aber ich glaube, dass wir uns rauskämpfen werden.

Trainer Armin Veh (Hamburger SV): Wir haben defensiv gut gearbeitet und nicht viel zugelassen. Der Sieg gibt uns Selbstbewusstsein, und wir freuen uns auf's Derby.


Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 0:3

Trainer Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): In der ersten Halbzeit sind wir nur zurückgewichen und hinterher gelaufen. Da haben wir Bayer einfach spielen lassen. Das war mir viel zu eindeutig. Wir müssen aufstehen, damit wir nicht noch weiter nach unten durchrutschen.

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Die erste Hälfte war die beste Halbzeit dieser Saison. Das war Fußball vom Allerfeinsten. Es war wichtig, dass wir nach der Niederlage in Nürnberg gewonnen und so eine Leistung gezeigt haben. Dass Michael Ballack nicht gespielt hat, ist für mich nichts Besonderes. Ich habe die Gewohnheit, lange verletzte Spieler behutsam wieder heranzuführen.


FC St. Pauli - Borussia Mönchengladbach 3:1

Trainer Holger Stanislawski (FC St. Pauli): Meine Mannschaft war present und druckvoll auf dem Platz und hat nahtlos an die Leistung gegen Köln angeknüpft. Im Moment sind wir richtig gut drauf, und das sieht man in jeder Sekunde auf dem Platz. Der frühe Rückstand war ärgerlich, aber danach war es nur eine Frage der Zeit, bis wir Tore erzielen würden.

Trainer Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach): Eigentlich hatten wir eine gute Ausgangsposition, aber der Platzverweis hat natürlich alles verändert. St. Pauli war dann in Überzahl und hat uns mehr und mehr zermürbt. Entscheidend wird jetzt im Abstiegskampf sein, dass wir unsere Heimspiele gewinnen können.