Der Start in die englische Woche verlief für Werder Bremen schon mit mäßigem Erfolg. 1:1 spielten die "Grün-Weißen" in Hannover. Und nun musste sich Werder im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit 0:2 geschlagen geben.

Für Gesprächsstoff sorgte im Besonderen die Entstehung der 1:0-Führung für Leverkusen: Nach einer missglückten Faustabwehr von Werder-Torhüter Christian Vander fiel der Ball direkt vor die Füße von Arturo Vidal, der derart begünstigt nur noch einzuschieben brauchte.

In der Folgezeit fanden die Bremer nicht mehr zurück ins Spiel. Im Interview spricht Vander über das Gegentor und Werders aktuelle Situation.

Frage: Herr Vander, das 0:1 fiel sehr unglücklich für Werder. Wie haben Sie den Gegentreffer erlebt?

Christian Vander: Der Ball kommt in den Fünfmeterraum. Da muss ich hin und pralle mit Per Mertesacker zusammen. Ich komme dann nicht mehr richtig zum Ball und versuche zu retten, was zu retten ist. Leider fällt dann das Tor für Leverkusen.

Frage: Müssen Sie sich das Gegentor mit ankreiden lassen?

Vander: Wir waren nicht gut geordnet, da kann das passieren. In der Situation habe ich keine andere Möglichkeit zu klären.

Frage: Bis zum Gegentreffer hat Ihre Mannschaft nicht viele Möglichkeiten für Leverkusen zugelassen...

Vander: Wir haben in der Defensive als Mannschaft gut zusammen gearbeitet. Wir haben stark angefangen und in der ersten Viertelstunde ein richtig gutes Spiel gemacht.

Frage: Wieso konnte Werder den Schwung der Anfangsphase nicht aufrechterhalten?

Vander: Wir haben viele Verletzte und gehen in der Hinsicht ein bisschen auf dem Zahnfleisch. Leverkusen hat nicht die Doppelbelastung mit der Champions League, die wir haben. Sie waren sehr ballsicher und mit zunehmender Dauer des Spiels wurde es schwieriger für uns in die Zweikämpfe zu kommen. Je länger das Spiel lief, desto sicherer wurde Leverkusen.

Frage: Warum hinkt Werder den eigenen Ansprüchen hinterher?

Vander: Weil wir zu wenig Punkte haben.

Frage: Wie ist das zu erklären, was fehlt der Mannschaft derzeit?

Vander: Am Willen oder an der Einstellung liegt es nicht. Für unser Spiel brauchen wir Selbstvertrauen und das fehlt uns momentan einfach. Wenn wir gegen Leverkusen das 1:0 machen, sieht das schon ganz anders aus.

Aufgezeichnet von Timo Strömer