Selbst das Fliegen fällt Robert Lewandowski im Moment nicht schwer. Der FCB-Stürmer ist mit seinem Treffer gegen Ex-Club Borussia Dortmund nun endgültig beim Rekordmeister gelandet - © dfl
Selbst das Fliegen fällt Robert Lewandowski im Moment nicht schwer. Der FCB-Stürmer ist mit seinem Treffer gegen Ex-Club Borussia Dortmund nun endgültig beim Rekordmeister gelandet - © dfl
Bundesliga

Ungewöhnliche Situation setzt beim FCB Kräfte frei

Dortmund bereitet Bayern Probleme

München - Fast entschuldigend hob Robert Lewandowski die Arme. Soeben hatte der Stürmer des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund den erlösenden Ausgleich erzielt. Doch sein Jubel gegen seinen ehemaligen Verein fiel sehr verhalten aus. "Mein erstes Tor gegen den BVB war ein besonderes Tor für mich", gab der 26-Jährige zu, "aber am wichtigsten sind die drei Punkte und dass wir weiter Erster sind in der Bundesliga."

Und dank Arjen Robbens Siegtreffer hielten die Bayern die ärgsten Verfolger auf Abstand. Zugleich vergrößerten sie die Distanz zum einstigen Titelrivalen der letzten Jahre aus Dortmund auf 17 Punkte. "Das täuscht ein bisschen", relativierte Mario Götze.

Trotz des großen Abstands in der Tabelle und des aktuellen Negativlaufs, wollte niemand in den Reihen des FC Bayern die Dortmunder bereits zum jetzigen Zeitpunkt der Saison abschreiben. "Die Borussia muss eigentlich immer oben dabei sein", meinte Lewandowski. "Im Moment ist es für den BVB keine einfache Zeit. Ich weiß, dass der BVB in der Bundesliga auch wieder gewinnen wird."

Am Samstag waren die "Schwarz-Gelben" nah dran - zumindest bis zu Lewandowskis Treffer in der 72. Minute. Mit der konsequenten Manndeckung von Xabi Alonso durch Shinji Kagawa bereiteten die Dortmunder den Bayern von Beginn an enorme Probleme. "Wir haben in der ersten Halbzeit Lösungen dafür gefunden, das Xabi Alonso gedeckt wurde, und ich meine, dass wir für solche Situationen immer Lösungen finden werden", stellte Bayern-Trainer Pep Guardiola klar.

Der Pausenrückstand durch Marco Reus, der Manuel Neuers gegentorlose Serie nach 688 Minuten beendete und den Bayern damit erstmals seit elf Bundesligaspielen wieder einen Gegentreffer vor der Pause einschenkte, stachelte den Rekordmeister im zweiten Durchgang nur noch mehr an. Mit der von den Fans geforderten und von Guardiola in der 69. Minute durchgeführten Einwechslung von Franck Ribery erhöhte der Tabellenführer nochmals den Druck.

"In solchen Spielen entscheiden Kleinigkeiten"