Nach dem Auftakttraining am Donnerstag wartete am Freitag (26. Juni) der erste eher unangenehme Teil der Sommervorbereitung auf die Profis des DSC Arminia Bielefeld.

Auf der Bielefelder Rußheide, wo die "Blauen" am 5. Juli übrigens den ersten Test gegen Ortsrivale VfB Fichte bestreiten, bat der neue Trainer Thomas Gerstner am Freitagmorgen zum Laktattest. Für alle, die mit dem im modernen Profifußball essenziellen Begriff "Laktat" nichts anfangen können, hier eine kurze Erklärung:

Milchsäure, dem Chemiker auch unter CH3-CHOH-COOH bekannt, ist ein Abbauprodukt im Körper, das bei großen körperlichen Belastungen entsteht. Beim sogenannten Laktattest, der in Kooperation mit der Uni Paderborn stattfand, absolvierten Kamper, Kauf & Co auf der Laufbahn der Rußheide mehrere Runden bei unterschiedlicher Intensität.

Nationalspieler fehlen noch

Dabei floss der Schweiß in Strömen, anschließend wurde den Spielern mit einem Pieks am Ohrläppchen Blut abgezapft. Im Labor wird dann das darin enthaltene Laktat, ein Bestandteil der Milchsäure, bestimmt. Anhand der gewonnenen Werte kann Arminias Trainerstab fortan individuell auf die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Spielers eingehen.

Nicht mit dabei war ein Trio, dessen Schweiß trotz Sommerpause zuletzt ebenfalls in Strömen floss: Chris Katongo, Berat Sadik und Rowen Fernandez waren zuletzt, wie berichtet, mehrfach im Pflichtspieleinsatz für ihre jeweiligen Landesauswahlen. Wobei für Arminias Keeper Fernandez die Einschränkung gilt, dass er beim Confederations Cup in seiner Heimat Südafrika bis zuletzt nicht zum Einsatz kam.

Dafür durfte er sich am Donnerstag über eine bärenstarke Leistung seiner Teamkameraden gegen Brasilien freuen. Im Halbfinale des Turniers scheiterten die "Bafana Bafana" nach großem Kampf denkbar knapp mit 0:1 und ließen die Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden bei der WM im kommenden Jahr sprießen.