München - Der Aufstieg ist geschafft - und jetzt? Halten die Fürth, Frankfurt und Düsseldorf an ihren erfolgreichen Teams fest, oder werfen sie ob der größeren Herausforderung alles über den Haufen? bundesliga.de beleuchtet die Aufsteiger vier Wochen vor dem Start.

SpVgg Greuther Fürth: Vertrauen in die Basis

Die Planung einer Bundesligasaison ist für die Fürther komplettes Neuland. Doch trotz der neuen Herausforderungen bleibt sich die Spielvereinigung treu. Die Aufstiegsmannschaft wurde bis auf zwei Positionen zusammengehalten, der Kader mit jungen Spielern aufgefüllt. Lasse Sobiech wurde von Borussia Dortmund für ein Jahr ausgeliehen, Zoltan Stieber soll Stephan Schröck ersetzen. Hinzu kommt mit Tobias Mikkelsen ein weiterer Außenspieler. Einziges Problem: Bislang wurde Olivier Occean nicht eins zu eins ersetzt. "Wir brauchen jemanden, der vorne 34 Mal über 90 Minuten die Bälle festmacht", erklärt Trainer Mike Büskens sein Anforderungsprofil. Das laufintensive 4-4-2-System will er beibehalten, durch den unveränderten Kern der Mannschaft gibt es wenige Abstimmungsprobleme beim von Büskens eingeforderten Pressing. "Es wird Spiele geben, bei denen wir uns dem Gegner anpassen müssen", schränkt er dennoch ein.

Die Aufstiegself:
Grün - Schmidtgal, Mavraj, Kleine, Nehrig - Schröck, Prib, Fürtstner, Sararer - Nöthe, Occean

Die mögliche Bundesligaelf (Neuzugänge gefettet):
Grün - Schmidtgal, Mavraj, Kleine, Nehrig - Stieber (Mikkelsen), Prib, Fürstner, Sararer - Nöthe, Asamoah

Die Fürther Wechselbörse

Eintracht Frankfurt: Neu strukuriert

Nach dem unerwarteten Abstieg im vergangenen Jahr übernahm Armin Veh die Eintracht erst Anfang Juni 2011. Die Kaderplanungen gestalteten sich aufgrund der kurzen Vorbereitung als schwierig. In diesem Jahr hatten Veh und Sportdirektor Bruno Hübner hingegen die Möglichkeit, den Kader nach ihren Vorstellungen zusammenzustellen. So hat die Eintracht bereits acht Spieler verpflichtet, die nicht nur die Bank verstärken, sondern den Sprung in die Stammformation schaffen können. Jung-Keeper Kevin Trapp fordert den erfahrenen Oka Nikolov heraus, vorne soll Neuzugang Occean (Foto) knipsen. Im Mittelfeld ist Frankfurt durch die Verpflichtungen von Stefan Aigner und Takashi Inui kreativer aufgestellt. "Wir haben eine junge Mannschaft mit Perspektive, mit mehr Talenten als die meisten anderen. Die können noch jahrelang zusammenspielen", sagt Veh. Das große Problem: Nach dem Abgang von Mo Idrissou stehen nur noch zwei Stürmer im Kader.

Die Aufstiegself:
Nikolov - Djakpa, Schildenfeld, Anderson, Jung - Köhler, Schwegler, Meier, Rode - Idrissou, Hoffer

Die mögliche Bundesligaelf (Neuzugänge gefettet):
Trapp - Oczipka, Demidov, Anderson, Jung - Schwegler, Rode - Inui, Meier, Aigner - Occean

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Fortuna Düsseldorf: Kompletter Umbruch

Von der Fortuna des Aufstiegsjahrs ist nicht mehr viel übrig. Mit Assani Lukimya, Maximilian Beister und Sascha Rösler verliert der Verein die wichtigsten Stützen der letzten Saison. Bislang verpflichtete Düsseldorf 16 neue Spieler, die Verantwortlichen um Trainer Norbert Meier sind weiter auf der Suche nach Verstärkungen. Ein Angreifer und ein Defensivspieler sollen noch in die Rhein-Metropole kommen. Doch trotz des Kader-Umbaus bleibt die Ausrichtung der Düsseldorfer gleich. Schon in der letzten Saison brachte Düsseldorf seine Gegner durch Kompakt- und Robustheit zur Verzweiflung. Meier setzt auf vor allem laufstarke Spieler, mit Axel Bellinghausen (Foto) und Du-Ri Cha holte der Club passende Akteure. "Uns allen ist klar, dass es keine einfache Mission ist", sagte Meier. "Aber so viele neue Spieler sind auch eine Chance. Wir haben versucht, eine gesunde Mischung zu finden."

Die Aufstiegself:
Ratajczak - van den Bergh, Langeneke, Lukimya, Levels - Lambertz, Fink, Bodzek, Beister - Rösler, Bröker

Die mögliche Bundesligaelf (Neuzugänge gefettet):
Giefer - van den Bergh, Langeneke, Bruno Soares, Levels - Bellinghausen, Fink, Lambertz, Cha - Reisinger, Rafael

Die Düsseldorfer Wechselbörse