Ümit Özat vom 1. FC Köln wird keinen Leistungssport mehr betreiben können. Dies hat der FC-Kapitän gemeinsam mit dem Verein und den behandelnden Ärzten erklärt.

Ümit Özat ist von ärztlicher Seite empfohlen worden, den Leistungssport zu beenden. Beide Untersuchungen, sowohl in Cleveland/Ohio (USA) als auch in Siegburg kamen zu dem gleichen Ergebnis, keinen Leitungssport mehr zu betreiben.

Restgefahr bleibt

Bei dem Türken ist eine abgelaufene Herzmuskelentzündung ohne Zeichen einer entzündlichen Aktivität mit Narbenbildung und Restgefahr einer erneuten Herzrhythmusstörung diagnostiziert worden.

Die Herzmuskelentzündung ist zwar ausgeheilt, aber leider hinterließ die Entzündung kleine Narben. Diese sind ein Herd zur Bildung erneuter Herzrhythmusstörungen. Ümit Özat ist im täglichen Leben nicht akut gefährdet.

Liebeserklärung an Stadt und Verein

Ümit Özat zu seinem Karriere-Ende als Fußball-Profi: "Seit eineinhalb Jahren bin ich in Köln. Das ist die Stadt, die ich liebe, das ist die Mannschaft, die ich liebe. Ich bin stolz darauf, der Mannschaft geholfen zu haben, in die Bundesliga aufzusteigen. Ich möchte mich beim gesamten 1. FC Köln und seinen Fans für die tolle Unterstützung bedanken. Es hat mich und meine Familie sehr stolz gemacht, der erste türkische Kapitän in der Bundesliga sein zu dürfen. Meine Fußballer-Karriere ist leider zu Ende. Das ist natürlich sehr traurig, besonders in meinem jungen Alter. Aber jetzt beginnt, meine zweite Karriere, die auch mit Fußball zu tun haben wird."

FC-Manager Michael Meier: "Für uns ist es ein trauriges Ereignis. Wir sind aber unheimlich stolz, dass wir Ümit damals als Kapitän von Fenerbahce Istanbul dazu bewegen konnten, zu uns in die zweite Liga zu kommen und für den FC alles zu geben. Wir haben ihn als einen tollen Menschen kennengelernt, als einen Kämpfer, als einen tollen Typen. Es ist tragisch, dass er nun nicht mehr zum aktuellen Kader gehört. Ich bedanke mich dafür, was er für uns sportlich geleistet hat. Er hat für uns überzeugend beim 1. FC Köln gearbeitet. Ümit ist der FC ans Herz gewachsen. Er ist einer von uns geworden und soll es auch bleiben. Wir sind stolz, dass wir ihn weiter an uns binden können und werden ihn bei seiner Trainerlaufbahn begleiten."