Er hat sie alle geschlagen - die Schlachten, die ein wirklich großer Fußballer erlebt haben muss. Thomas Helmer schaffte es, beim FC Bayern München Kapitän zu werden, gewann drei Mal die Deutsche Meisterschaft und wurde 1996 als Höhepunkt mit Deutschland Europameister.

Heute analysiert der einst gnadenlose Manndecker mindestens ebenso knallhart die Bundesliga in seiner eigenen TV-Show.

4-4-2 mit acht Deutschen

Bei bundesliga.de nennt der Experte seine Entdeckungen der vergangenen Saison. Als "Entdeckung" bezeichnet er junge Shootingstars, neue Bundesliga-Spieler aus dem Ausland und Talente, auf deren Durchbruch man etwas länger warten musste.

Helmer stellt seine Überraschungself in einer 4-4-2-Formation mit Raute im Mittelfeld zusammen. Im Tor steht der starke Bremer Tim Wiese. Die Viererkette bilden Andreas Beck von 1899 Hoffenheim, Stuttgarts Serdar Tasci und Berlins Josip Simunic in der Innenverteidigung sowie Dennis Aogo vom Hamburger SV auf der linken Seite. Den rechten Flügel beackert Sami Khedira (VfB Stuttgart), als "Sechser" vor der Abwehr agiert Josue von Meister VfL Wolfsburg und links unternimmt Marcell Jansen vom HSV seine Flankenläufe. Werders Mesut Özil gibt den klassischen Spielmacher und füttert das Sturmduo. Das besteht aus dem "Wolf" Edin Dzeko und Leverkusens Patrick Helmes.

Aus patriotischer Sicht freut den 68-maligen deutschen Nationalspieler Helmer besonders, dass mit Aogo, Beck, Helmes, Jansen, Khedira, Özil, Tasci und Wiese acht Akteure seines Teams auch für den DFB am Ball sind. Zwei Spieler hebt der 44-Jährige allerdings noch einmal bewusst hervor.

Helmer über Dzeko:

"Ich habe ihn ein paar Mal live gesehen: Er ist groß gewachsen, trotzdem sehr beweglich, sehr schnell und hat ein sehr gutes Spielverständnis. Diese Kombination ist außergewöhnlich für einen Stürmer. Wenn man sagt, dass sich junge Spieler weiterentwickeln, fällt mir bei ihm schon jetzt nicht mehr so viel ein..."

Helmer über Özil:

"Er hat sich neben Diego enorm und richtig klasse entwickelt und auch schon ohne den Brasilianer gezeigt wie gut er ist. Er ist wirklich beeindruckend. Die Bremer können froh sein, dass sie ihn haben..."