Zusammenfassung

  • Der VfB Stuttgart hat sich im Sommer namhaft verstärkt
  • Der FC Augsburg ist größtenteils zusammen geblieben
  • Beim SV Werder Bremen stimmt fast alles

Köln - Jede Bundesliga-Saison hat ihre Überraschungen zu bieten. Das wird auch 2018/19 nicht anders sein. Welche Vereine haben das Zeug zur Überraschungsmannschaft? bundesliga.de nennt drei heiße Kandidaten.

"Uns ist nicht viel zugetraut worden. Viele haben uns schon als Absteiger gesehen", sagte Niko Kovac. Diesen Satz sprach er nach dem Ende der Hinrunde der vergangenen Saison. Eintracht Frankfurt hatte die Hinrunde überraschend als Achter abgeschlossen. Noch viel überraschender sollte die Rückrunde verlaufen. Die Adlerträger spielten zwischenzeitlich um die Champions-League-Plätze mit und gewannen den DFB-Pokal, Trainer Niko Kovac wurde für seine gute Arbeit mit einem Angebot des FC Bayern München belohnt und wechselte zum Rekordmeister.

>>> Alle Bundesliga-Transfers des Sommers im Überblick

Frankfurt war die Überraschungsmannschaft der Vorsaison. Viele Teams haben das Zeug, sich dieses Prädikat in der kommenden Spielzeit zu verdienen. Hier sind drei mögliche Kandidaten:

VfB Stuttgart

© imago / Sportfoto Rudel

Der VfB Stuttgart war schon in der vergangenen Rückrunde eine Überraschungsmannschaft. Stuttgart sah zur Winterpause 2017/18 noch wie ein Abstiegskandidat aus, ließ aber ein spektakuläres Halbjahr folgen, das mit Platz sieben belohnt wurde. Geht es jetzt sogar noch weiter nach oben? Vieles spricht dafür.

Der VfB hat sich sinnvoll und namhaft verstärkt. Akteure wir Rückkehrer Daniel Didavi (VfL Wolfsburg), Routinier Gonzalo Castro (Borussia Dortmund) oder Top-Talent Pablo Maffeo (Manchester City) verstärken die funktionierende Mannschaft, aus der nur ein Leistungsträger abgegeben wurden - Daniel Ginczek wechselte nach Wolfsburg.

Tayfun Korkut hat mit seinen Entscheidungen bisher immer richtig gelegen. Geht das so weiter, könnte er den VfB vielleicht sogar nach Europa führen.

FC Augsburg

© imago / kolbert-press

Der FC Augsburg war 2014/15 schon einmal eine Überraschungsmannschaft. Damals qualifizierte sich der FCA über Platz fünf für die Europa League. Seitdem kam Augsburg auf Platz 12, 13 und wieder 12 ins Ziel. Warum es dieses Jahr höher gehen könnte? Da wäre zunächst die Tatsache, dass die Mannschaft fast komplett zusammen geblieben ist - ein nicht zu unterschätzender Faktor. Vorjahres-Leistungsträger wie Michael Gregoritsch oder Caiuby sind geblieben. Nur Torwart Marwin Hitz spielt nun für den BVB. Seinen potenziellen Nachfolger Fabian Giefer hat Augsburg aber schon vor einem Jahr verpflichtet.

Trainer Manuel Baum hat seiner Mannschaft seit seinem Amtsantritt Ende 2016 konsequent ein System des Pressens und Konterns eingeimpft, das immer besser funktioniert. Bleibt sein Torjäger Alfred Finnbogason endlich einmal über eine komplette Saison hinweg fit, dann wäre es keine Überraschung, sollte Baum den FCA in höhere Gefilde führen.

SV Werder Bremen

© imago / Kirchner-Media

Beim SV Werder Bremen passt fast alles zusammen. Seit Florian Kohfeldt das Traineramt übernahm, hat Werder spielerisch einen großen Schritt nach vorne gemacht und zudem nicht ein einziges Heimspiel im Weserstadion verloren. Nach Platz elf in der Vorsaison ist jetzt ein Sprung nach oben drin.

Werder hat zwar in Thomas Delaney einen unumstrittenen Stammspieler verloren, dafür aber einen Transfercoup gelandet: Davy Klaassen vom FC Everton übernimmt Delaneys Position im zentralen Mittelfeld, Der Niederländer ist im Angriffsspiel sogar noch einen Tick stärker als sein dänischer Vorgänger und wird für Belebung sorgen.

Die Euphorie heizt zusätzlich ein weiterer Transfer an: Claudio Pizarro ist zurück in Bremen. Der Routinier hat noch einmal einen Ein-Jahres-Vertrag erhalten und will seine Karriere bei Werder beenden. Die Fans freut es. Ein paar Tore wird der 39-Jährige mit Sicherheit beisteuern.

>>> Der ewige Pizarro trifft seit 20 Jahren

Video: Klaassen will bei Werder durchstarten