Der 1. FSV Mainz 05 hat am Montagn seinen neuen Trainer Thomas Tuchel präsentiert.

Der 35-Jährige war bisher Trainer der A-Junioren der Mainzer, mit seiner Mannschaft gewann er im vergangenen Juni die Deutsche Meisterschaft.

"Tuchel verkörpert die Mainzer Tugenden"

Der Fußballlehrer erhält bei Mainz 05 einen Zweijahresvertrag bis Juni 2011, der für die Bundesliga und 2. Bundesliga gültig ist.

"Thomas Tuchel verkörpert in seiner Fußballphilosophie, in seiner Fähigkeit zur Teamarbeit und in seiner Persönlichkeit jene Tugenden, die Mainz 05 immer stark gemacht haben", sagt 05-Manager Christian Heidel.

"Ein großer Schritt"

"Wir haben Thomas Tuchel und seine Entwicklung als Trainer unserer A-Junioren intensiv beobachtet und uns schon in der Vergangenheit über seine Perspektiven bei uns ausgetauscht. Uns war immer klar, dass er den Weg ins Profigeschäft gehen wird. Jetzt ist der Moment ein wenig früher gekommen, als wir alle gedacht haben."

Präsident Harald Strutz ergänzt: "Natürlich ist die Beförderung zum Bundesliga-Trainer für ihn ein großer Schritt, doch wir sind von seinen Qualitäten total überzeugt. Wir waren uns sicher, dass da in unseren Reihen ein Trainer heranwächst, der perfekt zu uns passt. Deswegen haben wir auch mit keinem anderen Trainer Kontakt aufgenommen."

"Respekt, aber keine Angst

Thomas Tuchel selbst wurde von der Entscheidung des Vereins am Sonntag auf der Heimfahrt vom Trainingslager der A-Junioren überrascht. "Der Verein hatte mir in Gesprächen eine generelle Perspektive aufgezeigt und mir so schon früh seine große Wertschätzung mitgeteilt. Der Zeitpunkt für diese Entscheidung kam natürlich überraschend, Jetzt lebe ich hier meinen Traum und fühle mich bei Mainz 05 sehr gut aufgehoben. Ich habe zwar Respekt vor der Bundesliga, aber keine Angst", sagt Tuchel.

"Für mich geht es in den kommenden Tagen erst einmal darum, schnell einen Draht zur Mannschaft aufzubauen, denn in ein paar Tagen steht ja schon das erste Bundesligaspiel auf dem Plan."

"Immer ein Tick mehr laufen"

In der Frage der Spielphilosophie hat Tuchel klare Vorstellungen: "Ich bin ein Trainer, bei dem Laufbereitschaft und Zweikampfführung im Mittelpunkt stehen. Ein Gradmesser für unsere Spielweise sollen die Heimspiele sein. Wir müssen immer einen Tick mehr laufen als unsere Gegner, vorwärts verteidigen und so das Publikum für uns gewinnen. Es muss wahnsinnig unangenehm werden, gegen uns zu spielen."

Die Mannschaft wird sich in dieser Woche in ein zweitägiges Trainingslager begeben. Die Frage, wer als neuer Co-Trainer der Profis arbeitet, ist noch nicht entschieden.