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Die TSG Hoffenheim im Check: Mit Sebastian Hoeneß zurück zum Spektakel

Der Saisonstart rückt näher, am 18. September beginnt die neue Saison! bundesliga.de nimmt bis dahin alle Clubs unter die Lupe - hier die TSG 1899 Hoffenheim.

Kader

Die TSG Hoffenheim hat im Sommer keinen Stammspieler verloren. Die Routiniers Sebastian Rudy (war vom FC Schalke 04 ausgeliehen) und Steven Zuber (Eintracht Frankfurt) verließen den Kraichgau. Im Gegenzug für Zuber wechselte jedoch Mijat Gacinovic von der SGE zum Team von Neu-Trainer Sebastian Hoeneß. Torwart-Talent Gregor Kobel wurde vom VfB Stuttgart nach einer Leihe nun fest verpflichtet. Oliver Baumann, der von Jogi Löw im September erstmals zur Nationalmannschaft berufen wurde, ist aber ein mehr als souveräner Rückhalt für die Defensive. Der Kader bietet einen spannenden Mix aus äußerst variablen Offensivkräften (Andrej Kramaric, Munas Dabbur, Ishak Belfodil, Sargis Adamyan, Robert Skov) und vielversprechenden Youngstern (Dennis Geiger, Christoph Baumgartner, Maximilian Beier). Das Ziel, unter dem neuen Trainer attraktiven Offensivfußball zu spielen, scheint sehr realistisch zu sein.

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Schlüsselspieler: Andrej Kramaric

Am 34. Spieltag zeigte er, zu was er fähig ist: Gegen Borussia Dortmund erzielte Andrej Kramaric beim 4:0 alle vier Treffer. Beim Strafstoß zum Endstand verwandelte er die Kugel eiskalt mit rechts, während er demonstrativ wegschaute - ein No-Look-Treffer. Kramaric ist der Rekordtorschütze der TSG Hoffenheim in der Bundesliga. In seinen bislang 132 Spielen in der Bundesliga erzielte der technisch starke Kroate bislang 62 Treffer. Zwölf Saisontore schoss der 29 Jahre alte Angreifer 2019/20 - und dass, obwohl er verletzungsbedingt nur auf 19 Einsätze kam. Bleibt Kramaric fit, könnte er Hoffenheims Garant für eine erneut erfolgreiche Saison werden.

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Überraschung der Vorbereitung: Diadie Samassekou

Der Malier wechselte im vergangenen Sommer von RB Salzburg in den Kraichgau. Früh in der Saison 2019/20 zog sich der dynamische Mittelfeldspieler einen Muskelfaserriss zu und fiel gut zwei Monate aus. Bis zur Winterpause absolvierte er nur eine Partie über die vollen 90 Minuten. Von den neun Spieltagen seit dem Re-Start lief der 24-Jährige fünf Mal von Beginn an auf. Auch unter dem neuen Trainer Sebastian Hoeneß kam Samassekou in der Vorbereitung oft zum Zug und lieferte gute Partien als Achter in der Mittelfeldraute.

Trainer und Taktik

Sebastian Hoeneß führte in der vergangenen Saison die zahlreichen Talente des FC Bayern München II mit äußerst attraktivem Fußball zur Meisterschaft in der 3. Liga. Bei Bayern II setzte Hoeneß auf ein attraktives Kurzpassspiel, flachen, variablen und teilweise riskanten Aufbau von hinten heraus. Fortlaufende Positionswechsel im Angriff sowie kreatives, direktes Passspiel in die Tiefe machten die U23 des Rekordmeisters schwer ausrechenbar. Bei der TSG verfügt der 38 Jahre alte Coach nun über zahlreiche variable Spieler sowie viele Talente, die er zu fördern weiß. Attraktiver, schneller und kreativer Fußball mit zahlreichen Chancen - das verspricht sich die TSG von Hoeneß. Der Vorbereitung nach zu urteilen läuft es bei den Kraichgauern wohl auf ein flexibles 4-4-2-System mit einer Raute im Mittelfeld heraus.

>>> Der Bundesliga-Spielplan der TSG Hoffenheim

Topfakt

Die TSG 1899 Hoffenheim hat sich in der Vorsaison zum Favoritenschreck entwickelt: Die Kraichgauer gewannen gegen die Bayern (am 7. Spieltag auswärts mit 2:1) und Borussia Dortmund (2:1 und 4:0) – das gelang in der Spielzeit 2019/20 sonst nur noch Bayer Leverkusen.

Saisonziel

"Wir freuen uns auf die drei bevorstehenden Herausforderungen mit Meisterschaft, DFB-Pokal und Europa League und gehen ehrgeizig in die Saison", sagt Sebastian Hoeneß, wenn er auf die Zielsetzung von Hoffenheim für 2020/21 angesprochen wird. Der Kader ist sowohl in der Breite, als auch in der Tiefe stark besetzt, die Dreifach-Belastung dürfte im Kraichgau besser als in der Vergangenheit bewältigt werden. Ein Überwintern in Europa sowie ein einstelliger Tabellenplatz dürften für die TSG durchaus drin sein.