Zusammenfassung

  • Hoffenheim gewann erstmals seit fast einem halben Jahr zwei Bundesliga-Spiele in Folge.
  • Bruno Labbadia blieb erstmals als Coach in acht Bundesliga-Spielen in Folge sieglos.
  • Joker Eugen Polanski verlor keines seiner letzten 21 Bundesliga-Spiele.

Sinsheim - Die TSG 1899 Hoffenheim besiegt den VfL Wolfsburg im eigenen Stadion durch eine effektive Leistung deutlich mit 3:0 (1:0).

FANTASY HEROES: Nico Schulz (13 Punkte), Serge Gnabry (11), Kevin Akpoguma (9)

Nico Schulz (18.), Serge Gnabry (77.) und ein Eigentor von Josuha Guilavogui (80.) besiegelten die Pleite der Wolfsburger, die nur einen Dreier in den zurückliegenden zwölf Partien geholt haben. Es ist das erste Mal, dass Bruno Labbadia in den ersten drei Spielen bei einem Klub ohne Sieg geblieben ist. Auf der anderen Seite dürfen die Hoffenheimer weiter auf die erneute Teilnahme an der Europa League hoffen. Zudem feierte Julian Nagelsmann seinen 33. Sieg als TSG-Coach - damit ist er alleiniger Hoffenheimer Rekord-Trainer vor Ralf Rangnick.

"Wir sind froh, die drei Punkte nach einem attraktiven Spiel in der Arena zu behalten." Julian Nagelsmann (TSG 1899 Hoffenheim)

Die 25.550 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen zu Beginn ganz starke Gastgeber. Die Hoffenheimer, die ohne Nationalspieler Kerem Demirbay und Stefan Posch auskommen mussten, legten ein hohes Tempo an den Tag. Dabei agierten die Kraichgauer in allen Mannschaftsteilen extrem homogen. Nachdem die Stürmer Gnabry (8.) und Andrej Kramaric (16.) die ersten Chancen noch vergeben hatten, machte es Außenverteidiger Schulz aus kurzer Distanz besser.

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Die Mannschaft Labbadias, der schon kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs den abgemeldeten Divock Origi durch Josip Brekalo ersetzte, war mit dem knappen Rückstand zur Pause bestens bedient. Kurz nach dem Seitenwechsel musste Brekalo als Folge eines Zusammenpralls mit dem für Geiger eingewechselten Eugen Polanski schon wieder raus (53.).

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Der zweite TSG-Treffer lag in dieser Phase in der Luft, Möglichkeiten gab es jede Menge. So traf Gnabry in der 32. Minute die Latte und vergab kurz darauf per Kopf (34.). Sechs Minuten später vergab Kramaric erneut eine Großchance. Dass der überragende Mittelfeldspieler Dennis Geiger kurz vor der Pause (43.) mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz musste, war allerdings ein Rückschlag für die Kraichgauer.

"Nach dem Gegentor waren wir überhaupt nicht mehr im Spiel. Wir waren dem Gegner klar unterlegen." Paul Verhaegh (VfL Wolfsburg)

Der Spielfluss der Hoffenheimer war aufgrund der Unterbrechungen und Wechsel erst einmal dahin. Das spielte Wolfsburg in die Karten. In der 71. Minute hätte Daniel Didavi fast den Ausgleich erzielt. Auf der Gegenseite machte es Gnabry besser.

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Spieler des Spiels

Nico Schulz erzielte sein drittes Bundesliga-Tor, traf erstmals in der Bundesliga im 1899-Trikot. Mit seinem Treffer brachte Schulz die Hoffenheimer auf die Siegerstraße, er gewann außerdem 77 Prozent seiner Zweikämpfe – das war der Bestwert der Partie.

Bilder des Spiels

Nico Schulz schießt zum 1:0 ins Wolfsburger Tor ein
Nico Schulz schießt zum 1:0 ins Wolfsburger Tor ein © imago / Frey
Serge Gnabry gegen Wolfsburgs Torwart Koen Casteels
Serge Gnabry gegen Wolfsburgs Torwart Koen Casteels © imago / Huebner
Dennis Geiger schirmt den Ball ab. Er musste schon vor der Pause verletzt raus
Dennis Geiger schirmt den Ball ab. Er musste schon vor der Pause verletzt raus © imago / Frey