Zusammenfassung

  • Seit acht Spielen ist die TSG Hoffenheim in der Bundesliga ohne Niederlage.

  • Rosen: "Dieses Ergebnis und diese Leistung war schon ein Statement."

  • Im Saisonendspurt wollen sich die Kraichgauer einen Platz in der Champions League sichern.

Sinsheim - Die TSG 1899 Hoffenheim ist nach dem 5:2-Auswärtscoup bei RB Leipzig und dem achten Spiel in Serie ohne Niederlage weiter auf der Überholspur - und deshalb in Schlagdistanz zu den Champions-League-Plätzen. In der entscheidenden Phase der Saison präsentieren sich die Kraichgauer in herausragender Verfassung.

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Julian Nagelsmann schritt mit breiter Brust durch die Katakomben der Leipziger WM-Arena. Das wuchtige "Statement" seiner unersättlichen Champions-League-Aspiranten hinterließ Spuren, der große Traum von Duellen auf der großen internationalen Bühne lebt. "Wenn wir alle drei Spiele gewinnen", sagte der Trainer von 1899 Hoffenheim mit Blick auf das Bundesliga-Finale, "dann kann ich mir vorstellen, dass wir am Ende unter den ersten Vier landen."

"Wenn wir alle drei Spiele gewinnen, dann kann ich mir vorstellen, dass wir am Ende unter den ersten Vier landen." Julian Nagelsmann (TSG 1899 Hoffenheim)

Zwei Punkte beträgt nach dem berauschenden 5:2 (3:0) beim Vizemeister RB Leipzig nur noch der Rückstand auf Bayer Leverkusen. Die Werkself, die den letzten der "ganz interessanten Plätze" (Nagelsmann) belegt, hat zwar das leichtere Restprogramm als Hoffenheim. Die TSG befindet sich nach dem achten Spiel in Serie ohne Niederlage aber auf der Überholspur.

Aufschwung in der entscheidenden Saisonphase

"Das Selbstbewusstsein wird größer. Dieses Ergebnis und diese Leistung", schwärmte Sportdirektor Alexander Rosen, "das war schon ein Statement." Rosen machte neben der "Ruhe, die wir haben", und dem "sehr guten körperlichen Zustand" vor allem die "große Einzelspielerqualität" für den Aufschwung verantwortlich.

In Leipzig überzeugt die TSG abermals in der Offensive
In Leipzig überzeugt die TSG abermals in der Offensive © gettyimages / ROBERT MICHAEL/AFP

Tatsächlich hat es den Anschein, dass die Kraichgauer nach ihrem Leistungstief um die Jahreswende nun zur entscheidenden Phase die Höchstform abrufen. Die Offensive um die seit Wochen überragenden und am Samstag erneut erfolgreichen Mark Uth (14./59.) und Serge Gnabry (35.) wirbelt kräftig. Zudem zeigen Spieler wie Pavel Kaderabek (45.) oder Lukas Rupp (64.), die einst schwächelten und in Leipzig ebenfalls trafen, wieder ihren Wert.

"Es wäre schön, wenn wir in der Tabelle noch ein bisschen klettern könnten." Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim)

"Natürlich wollen wir alle drei Spiele gewinnen", sagte Uth, und Schlussmann Oliver Baumann meinte: "Es wäre schön, wenn wir in der Tabelle noch ein bisschen klettern könnten." Rosen verwies bei der Frage nach der Zielsetzung für die Schlussphase auf "unser Credo der vergangenen Wochen: Den Platz, den wir haben, verteidigen, und weiter klettern."

Nach oben: Julian Nagelsmann will mit der TSG Hoffenheim in die Champions League
Nach oben: Julian Nagelsmann will mit der TSG Hoffenheim in die Champions League © imago / Karina Hessland

Sollte Hoffenheim am Freitag gegen den VfB Stuttgart sowie in der Woche darauf bei Hannover 96 siegen und dann auch noch am letzten Spieltag gegen Borussia Dortmund drei Punkte holen, könnte das gelingen. Aber wahrscheinlich auch nur dann. Der Trostpreis Europa League dürfte den Kraichgauern jedenfalls nicht mehr zu nehmen sein. Nagelsmann sollte daher ohnehin keinen (sportlichen) Grund finden, den Verein im Sommer zu verlassen und sich dem FC Arsenal anzuschließen.

Nagelsmann: "Wir wollen das Maximale herausholen"

Entsprechende Mutmaßungen bezeichnete der 30-Jährige als Gerüchte. "Ich konzentriere mich auf mich und mein Team", sagte Nagelsmann. Und auf das große Ziel. "Wir haben ein Ergebnis geliefert, das uns in Reichweite lässt", sagte Nagelsmann: "Wir wollen nun noch das Maximale herausholen." Das ist nichts anderes als der Einzug in die Champions League.

SID