Trotz der Niederlage ist der 1. FC Köln voll im Soll - © imago / Sebastian Wells
Trotz der Niederlage ist der 1. FC Köln voll im Soll - © imago / Sebastian Wells
Bundesliga

Trotz Niederlage: Alles stimmig beim 1. FC Köln

Berlin - Der 1. FC Köln musste sich am Samstag in Berlin gegen die Hertha mit 1:2 geschlagen geben. Erstmals seit über einem halben Jahr wieder verloren, dennoch haben sie beim 1. FC Köln keinen Grund zum Trübsal blasen.

Stärke 1: Defensive Stabilität

Klar, nach Schlusspfiff ließen die Kölner im Olympiastadion die Köpfe hängen. Viel hätte nicht gefehlt, und die Serie wäre weiter gegangen. Über ein halbes Jahr hatten die Rheinländer nicht mehr verloren. Seit jenem 0:2 im Derby gegen den Lokalrivalen Leverkusen war der FC in zwölf Bundesligapartien und einem Pokalspiel ungeschlagen geblieben. "Wir waren nicht so gut wie in den letzten Wochen", konstatierte Jörg Schmadtke. Ihm habe »ein bisschen die Stabilität« gefehlt, so der Sportdirektor.

Tatsächlich hatte der FC zuletzt stabil wie der Kölner Dom gestanden. In acht Pflichtspielen kassierte das Team von Peter Stöger nie mehr als ein Gegentor. Vor Timo Horn, der in Berlin mehrmals herausragend reagierte, stehen mit Weltmeister Jonas Hector sowie Mergim Mavraj, Frederik Sörensen und Dominique Heintz solide Defensivspezialisten, die effizient ihren Job erledigen. Im Mittelfeldzentrum sind Kapitän Matze Lehmann, Neuzugang Marco Höger und zuweilen der nach vorne gezogene Hector weitere Gründe dafür, dass die Domstädter mit sechs Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga stellen.

Hinter den Spielern, die derzeit die Nase vorn haben, machen andere, wie etwa Simon Zoller, Milos Jojic und Filip Mladenovic oder der wiedergenesene Dominic Maroh Druck – Stöger kann personell aus dem Vollen schöpfen. Über die Flügel inszenieren die schnellen Marcel Risse, Konstantin Rausch oder Leonardo Bittencourt immer wieder gefährliche Angriffe ein. Und ganz vorne ist vor allem auf einen Verlass: Anthony Modeste spielt bislang die Saison seines Lebens. Mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich in Berlin bringt es der schnelle Franzose auf acht Tore in acht Spielen – Bestwert, noch vor Weltstars wie Aubameyang oder Lewandowski.

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