Bremen - Bei klirrender Kälte ging es für die Werder-Profis am Mittwoch nach montäglichem Laktattest und Fan-Weihnachtsfeier sowie trainingsfreiem Dienstag wieder zum gemeinschaftlichen Üben auf den Trainingsplatz.

Mit Mütze, Sturmhaube, Handschuhen, Trainingsjacke und langer Hose trotzten die Spieler den Temperaturen. Nur Philipp Bargfrede und Lennart Thy hatten auf eine Kopfbedeckung verzichtet. Noch weniger machten Co-Trainer Wolfgang Rolff die Temperaturen unter Null zu schaffen. Er blieb weiterhin bei seinen kurzen Trainingsshorts. "Erst ab minus zehn Grad", schmunzelte Wolfgang Rolff, habe er sich vorgenommen, die lange Trainingshose auszupacken. Diese packte unterdessen einmal mehr Tim Borowski aus.

Borowski und Wesley wohl erst 2011 wieder im Kader

Der Mittelfeldspieler ging den nächsten Schritt in Richtung Comeback. Einige Runden laufend um den Platz, auf dem die Kollegen im "Elf gegen Elf" zugange waren, ein paar Koordinationsübungen und viele kurze Sprints. Dann war auch der Trainingstag für den 30-Jährigen beendet.

"Ich fühle mich ganz gut", bestätigte "Boro". Mit einer Rückkehr ins Mannschaftstraining wird es in dieser Woche allerdings "leider eher nichts mehr". Nach seiner Sprunggelenksverletzung wird Borowski sein Comeback somit auf nächstes Jahr verschieben müssen.

Auch bei Mittelfelddribbler Wesley sind die Chancen, dass er für das letzte Hinrunden-Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern am Samstag, 18. Dezember, rechtzeitig fit wird, nicht allzu groß. Der Brasilianer legte am Mittwoch eine weitere Trainingseinheit in den Katakomben des Weser-Stadions ein.

Trio wieder im Mannschaftstraining

Zurück an Bord ist derweil neben Marko Arnautovic auch Kapitän Torsten Frings, den in den letzten Tagen ein grippaler Infekt außer Gefecht gesetzt hatte. Auch Aaron Hunt machte nach seiner leichten Hüftprellung aus dem Spiel gegen Borussia Dortmund am Mittwoch wieder mit der Mannschaft mit, nachdem er beim Laktattest noch passen musste.

"Eigentlich zu 100 Prozent", so Rolff, wird unterdessen Dominik Schmidt am Donnerstag im Training zurückerwartet. Am Nachmittag hatte der Verteidiger noch einen Test nach seinen muskulären Problemen aus der Partie in Dortmund bestanden.

Pizarro folgt

Eine Rückkehr auf den Übungsplatz für Donnerstag wünscht sich auch Claudio Pizarro. Der Peruaner fehlte nach der Partie beim Spitzenreiter aufgrund leichter muskulärer Probleme. Die sind aber lediglich durch die "etwas ermüdete Muskulatur" nach seinem 70-minütigen Einsatz gegen den BVB bedingt", erklärte Rolff. Ob "Piza" morgen bereits wieder mit den Kollegen auf dem Platz steht, konnte Rolff derzeit noch nicht ganz so sicher wie im Fall Schmidt bestätigen.

Ganz sicher dürfte nur eins sein: Im Falle einer Rückkehr würde Pizarro anders als sein Co-Trainer angesichts der weiterhin eisigen Temperaturen wahrscheinlich die lange Hosenvariante bevorzugen.