Frankfurt/Main - Vor dem Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart trafen sich am Sonntag Vertreter der Deutschen Fußball Liga (DFL), des Deutschen Fußball Bundes (DFB) und des Wissenschaftlichen Beirats der DFL zu einer Sitzung.

Von Seiten der DFL waren Andreas Rettig, Geschäftsführer Spielbetrieb, Andreas Nagel, Direktor Spielbetrieb, Thomas Schneider, Leiter Fan-Angelegenheiten, und Benjamin Kandler, Referent im Bereich Fan-Angelegenheiten, anwesend. Der Wissenschaftliche Beirat war durch Heidi Möller von der Universität Kassel und Andreas Klose von der Fachhochschule Potsdam vertreten, der erkrankte Andreas Zick von der Universität Bielefeld fehlte. Der DFB war durch seinen Fanbeauftragten Gerald von Gorrissen vertreten.

"Gibt keinen besseren Zeitpunkt für die Studie"



Zum einen nutzte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig die Zusammenkunft, um dem Wissenschaftlichen Beirat "Dankeschön" zu sagen für die ehrenamtliche Arbeit. Der Beirat verfasst eine "Gesamtstudie Fan-Monotoring", die er demnächst vorlegen wird. "Aufgrund der aktuellen Ereignisse gibt es keinen besseren Zeitpunkt, um eine solche Studie vorzulegen", sagte Rettig.

"Die Clubs versprechen sich viel von den Daten, bisher bewegten sie sich auf der Basis von unsicheren Daten", erklärte Thomas Schneider. Heidi Möller von der Uni Kassel erklärte: "Wir freuen uns, bald relevante Fragestellungen nicht nur von Fan-Gewalt, sondern auch Möglichkeiten von Gewaltverhinderung liefern zu dürfen. Es geht auch darum aufzuzeigen, was Fans Spieltag für Spieltag durch eigene Kraft im Sinne der Vorbeugung erreichen können."

Andreas Klose von der FH Potsdam zeigte sich überzeugt, dass die Studie auch verdeutlichen kann, wo Optimierungspotenzial in der Zusammenarbeit der Institutionen Vereine, Polizei und Fangruppen liege und möglicherweise auch deren Grenzen.

Tobias Schächter