Köln - An Urlaub war und ist für die Verantwortlichen der Clubs in den letzten Wochen wahrlich nicht zu denken. Etliche Transfers haben die Bundesligisten bereits getätigt, um ihre Kader für die kommende Saison aufzustellen. Im Transferreport nimmt bundesliga.de die Aktivitäten der einzelnen Clubs unter die Lupe, ordnet die wichtigsten Wechsel ein und sagt, was noch passieren soll.

SV Werder Bremen

Bilanz 2014/15

PlatzToreGegentoreSpielanteileZweikampfquote (defensiv)Eingesetzte Spieler            
10.506545%49%31            

Obwohl am Ende der Jubellauf von Coach Viktor Skripnik, der die Werderaner im Oktober auf dem letzten Tabellenplatz übernahm, auf dem 10. Rang endete, überwog am Ende doch die Freude. Die zwischenzeitlich akut abstiegsbedrohten Bremer kämpften sich mit einer beeindruckenden Rückrunde wieder ins Tabellenmittelfeld. Skripnik hauchte der Mannschaft eindrucksvoll wieder neues Leben ein und weckte zeitweise in Bremen Erinnerungen an die ganz "großen" Zeiten.

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Die wichtigsten Zugänge

Werders erster Neuzugang für die Saison 2015/16 wurde schon zum Ende der letzten Spielzeit unter Dach und Fach gebracht: Anthony Ujah kam vom 1. FC Köln und soll in Zukunft die Lücke von Davie Selke im Sturmzentrum schließen. "Ich will sehen, ob ich gut genug bin und muss mir etwas beweisen. Deshalb bin ich bei Werder", so Ujah, der letzte Saison der Top-Torjäger der Kölner war, während der Sommervorbereitung gegenüber werder.de. Eine weitere vakante Position ergab sich nach der letzten Spielzeit zwischen den Pfosten. Der eigentlichen Nummer eins Raphael Wolf fehlte es deutlich an Konstanz. Sportdirektor Thomas Echin hat reagiert und mit dem begehrten Felix Wiedwald (Eintracht Frankfurt) den Kampf um die Nummer eins neu eröffnet. Für den 25-Jährigen ist es eine Rückkehr in die Heimat, schließlich durchlief der Schlussmann die komplette Jugend von Werder.

Die bedeutendsten Abgänge

© imago

Der Abgang von Nachwuchsstürmer Davie Selke war sicher für alle Werder-Fans ein Schock. Der U19-Europameister schaffte in der vergangenen Saison endgültig den Sprung in die Stammelf, verlängerte noch im Winter seinen Vertrag, sucht aber bei RB Leipzig nun eine neue Herausforderung. Es bleibt abzuwarten, ob Ujah den Verlust kompensieren kann. Aber nicht nur im Sturm müssen die Werderaner einen schmerzhaften Abgang verkraften. Verteidiger Sebastian Prödl zog es zum FC Watford. Der Österreicher machte in der abgelaufenen Spielzeit ohnehin aufgrund von Verletzungen "nur" 22 Spiele, kam für den SVW aber insgesamt in 174 Pflichtspielen zum Einsatz - ein Leistungsträger.

Gibt es noch Bedarf?

"Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Bundesligisten schnell abgestürzt sind, wenn dem Kader die Tiefe fehlte“, so Thomas Eichin zu möglichen Transferaktivitäten. Große Baustellen sieht der Sportdirektor allerdings nicht. Werder baut in Zukunft weiter auf den Nachwuchs. Levent Aycicek, Melvyn Lorenzen und auch Levin Öztunali (noch ein Jahr von Leverkusen ausgeliehen) sollen u.a. die Zukunft bei Werder gestalten. "Wir können nicht immer nur sagen, dass wir junge Spieler entwickeln wollen, wir müssen es auch tun", so Eichin unmissverständlich.

Anmerkung: Nicht alle Transfers des Clubs werden hier behandelt. Die ausgewählten Spieler waren bei ihren ehemaligen Teams Stammspieler (mehr als 17 Spiele), haben viele Tore erzielt bzw. vorbereitet, oder waren anderweitig (bspw. Kapitän) Leistungsträger ihrer Mannschaften. Alle Transfers der Bundesliga finden Sie hier:

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