München - Werder Bremen gelingt mit einem Last-Minute-Sieg in Hannover der Befreiungsschlag im Keller, Trainer Robin Dutt ist entsprechend erleichtert. Nach 19 Siegen am Stück ist am Samstag die Serie des FC Bayern München gerissen - 1899 Hoffenheim entführt einen Punkt aus der Allianz Arena. FCB-Coach Pep Guardiola zeigt sich danach beeindruckt, sein Gegenüber Markus Gisdol ist "sehr, sehr zufrieden". Die Trainerstimmen zum 28. Spieltag.

Hannover 96 - Werder Bremen 1:2

Tayfun Korkut (Trainer Hannover 96): "Wir haben die große Chance liegen gelassen, uns von da unten abzusetzen. Das wird in den nächsten Wochen nicht einfacher, denn es wird nicht immer so sein, dass die anderen Teams nicht punkten. In der ersten Halbzeit haben wir sehr, sehr viel Glück gehabt, Werder war klar überlegen. Wir sind zwar in Führung gegangen, haben aber eine sehr schlechte erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit waren wir zwar besser, aber Werder hat klug gekontert."

Robin Dutt (Trainer Werder Bremen): "Wenn man so kurz vor Schluss das Siegtor erzielt, ist die Erleichterung natürlich groß. Wir haben glücklich, aber nicht unverdient gewonnen, wir waren in doppelter Hinsicht ein glücklicher Sieger. Besonders in der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Sehr ärgerlich war der Rückstand zur Pause. In der Drangphase des Gegners haben wir uns in der zweiten Halbzeit dann richtig gut gewehrt." 

Borussia M'gladbach - Hamburger SV 3:1

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Das war ein Arbeitssieg. Es war sehr schwer, aber nicht unverdient. Wir haben sehr effizient gespielt. Am Anfang hatten wir Angst zu spielen, nachher haben wir mit Geduld reagiert. Das 1:1 war sehr wichtig, der HSV war bei Kontern sehr gefährlich."

Mirko Slomka (Trainer Hamburger SV): "Die Lage ist insgesamt weiter bedrohlich. Wir haben es nicht geschafft, uns abzusetzen. Die Mannschaft ist sehr niedergeschlagen. Aber wir hatten auch sehr viele gute Aktionen. Ich sehe bei einigen Spielern eine deutliche Steigerung." 

FC Bayern München - 1899 Hoffenheim 3:3

Pep Guardiola (FC Bayern München): "Großes Kompliment an Hoffenheim. In der ersten Halbzeit hatten wir immer eine Lösung, in der zweiten nicht. Wir hatten keine Kontrolle, es ging immer hin und her, und wenn das passiert, sind die anderen 17 Mannschaften besser als wir. Wir müssen sofort analysieren, was heute passiert ist. Wenn wir so spielen wie heute in der zweiten Halbzeit, sind wir kein Favorit am Dienstag gegen Manchester."

Markus Gisdol (1899 Hoffenheim): "Wir wollten austesten, wie weit wir mit unserem Pressing kommen, wollten es auch extrem spielen. Ich bin sehr, sehr zufrieden, wie wir das gemacht haben. Es gab eine Phase, als wir keinen Zugriff und keine Ordnung hatten. Meine Mannschaft hat eine mutige und überlegte Leistung gebracht. An einem solchen Sahnetag wie heute ist es schon super, wenn du am Ende belohnt wirst. Es war ein toller Tag für uns, aber Bayern bleibt trotzdem für uns unerreichbar." 

SC Freiburg - 1. FC Nürnberg 3:2

Christian Streich (SC Freiburg): "Wir haben ein Spiel gewonnen, mehr nicht. Wir stecken noch immer mitten im Abstiegskampf. Ich weiß, weil ich schon so viel erlebt habe, dass der erst erledigt ist, wenn das letzte Spiel gespielt ist. In der nächsten Woche haben wir in Stuttgart ein ganz schweres Spiel vor der Brust. Man hat heute gegen Dortmund gesehen, welche Qualität der VfB hat."

VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 2:3

Huub Stevens (VfB Stuttgart): "Wir werden etwas Positives herausholen aus dem Spiel. Aber wir haben verloren, sind enttäuscht für die Spieler und für alle. Doch das ist eine Art und Weise gewesen, um da unten loszukommen - gegen Dortmund, die Champions League spielen. Das ist hart, aber das ist der Weg, wie man da unten rauskommen kann: kämpfen und zusammenhalten."

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Wir hatten vor, Fußball zu spielen und intensiv die Zweikämpfe zu führen. Das mit dem Fußball hat nicht hingehauen, das mit den Zweikämpfen haben wir offenbar falsch verstanden. Nach dem 0:2 war es wichtig, dass wir reagiert haben, den Rückstand haben wir offenbar gebraucht. In der zweiten Halbzeit war es toll, wir haben verdient gewonnen." 

Bayer Leverkusen - Eintracht Braunschweig 1:1

Sami Hyypiä (Bayer Leverkusen): "Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu langsam gespielt und uns technische Fehler erlaubt. In der zweiten Halbzeit waren es sechs Minuten, in denen wir schneller gespielt haben. Am Ende hätten wir bei ein bisschen Unglück sogar noch verlieren können."

Torsten Lieberknecht (Eintracht Braunschweig): "Es war in der zweiten Hälfte ein sehr intensives Fußballspiel. Wir haben uns gegen eine starke Mannschaft behauptet, hätten vielleicht sogar bei einigen Chancen am Ende drei Punkte mitnehmen können. Mein Platzverweis war ungerechtfertigt, ich habe nichts gemacht." 

1. FSV Mainz 05 - FC Augsburg 3:0

Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): "Ich bin wahnsinnig glücklich. Es ist ein herausragendes Ergebnis. Ich bin sehr stolz auf die Leistung. Am Ende einer englischen Woche 3:0 gegen Augsburg zu gewinnen, war nicht vorhersehbar. Das können wir jetzt genießen."

Markus Weinzierl (FC Augsburg): "In der ersten Hälfte ist alles zusammengekommen. Zwei Verletzte und ein Eigentor, das hat man selten. Nach der Pause war der Wille da, aber die notwendige Frische hat gefehlt. Wir müssen leider so eine klare Niederlage auch einmal so hinnehmen." 

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 2:1

Dieter Hecking (VfL Wolfsburg): "Nach dem 0:1 war es schwer, aber ein Riesenkompliment an die Mannschaft, die wieder einmal ein Spiel gedreht hat. Die Mannschaft steckt nie auf, ab der 65. Minute hat sie nochmal Tempo aufgenommen und Räume gefunden, die vorher nicht da waren. Das 2:1 war natürlich ein super Tor."

Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "Ich bin stinksauer. Wir schießen in der zweiten Halbzeit ein reguläres Tor, wie man da die Fahne heben kann, ist mir ein Rätsel. Der Linienrichter entscheidet für mich das Spiel, das kann ich nicht akzeptieren." 

FC Schalke 04 - Hertha BSC 2:0

Jens Keller (FC Schalke 04): "Mich freut das wahnsinnig für die Mannschaft, dass wir so in die Spur gekommen sind. Es ist sehr beeindruckend, wie sie trotz der vielen Ausfälle funktioniert. Unglaublich, auf der Bank saßen nur Amateur- und A-Jugend-Spieler."

Jos Luhukay (Hertha BSC): "Wir ziehen in den Details den Kürzeren. Das müssen wir ändern."