München - Gertjan Verbeek gesteht ein, dass seine Mannschaft zu Beginn des Spiels mit wackeligen Knien auf dem Platz stand, lobt dann aber die Steigerung des "Club". Markus Gisdol freut sich, dass Hoffenheim auch ohne Spektakel drei Tore erzielt und dass ein Leistungsträger verlängert, während sich Frankfurts Armin Veh über einen "ganz wichtigen, aber noch nicht entscheidenden" Sieg freut. Die Trainerstimmen des 27. Spieltags.

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 2:0

Gertjan Verbeek (1. FC Nürnberg): "Wir haben am Anfang die gleiche Angst gehabt wie gegen Frankfurt. Wir haben schlecht gespielt und viele Fehler gemacht, dann aber im richtigen Moment das Tor geschossen. In der zweiten Halbzeit war es dann viel besser. Wir haben sieben Spieler ersetzen müssen. Das zeigt auch den Charakter der Mannschaft."

Huub Stevens (VfB Stuttgart): "Es ist klar, dass man nach so einem Spiel enttäuscht ist. Wir haben ganz gut angefangen, den Gegner dann aber aufgebaut. Wir haben nach 20 Minuten das Fußball spielen eingestellt, nur noch lange Bälle gespielt. Ob das mit Angst zu tun hat, weiß ich nicht." 

1899 Hoffenheim - Hannover 96 3:1

Markus Gisdol (1899 Hoffenheim): "Wir haben eine gute, disziplinierte Leistung abgerufen, wirklich toll. Es war kein Wahnsinnsspektakel, aber wir haben wieder drei Tore geschossen und einen sehr kontrollierten Sieg herausgespielt. Dass dann noch Roberto Firmino seinen Vertrag verlängert hat, macht die Sache rund, das ist ein Meilenstein für uns."

Tayfun Korkut (Hannover 96): "Hoffenheim hat verdient gewonnen. Wir hätten uns mehr wehren können, es hat einfach nicht gereicht. Das sollte für uns alle ein Warnschuss sein. Es geht jetzt um die Sache, und wir müssen annehmen, dass wir in Schwierigkeiten geraten können. Wir müssen nach unten schauen. Ich hoffe, dass es gegen Bremen besser wird." 

FC Augsburg - Bayer Leverkusen 1:3

Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Eine absolut bittere Niederlage, absolut ärgerlich. Wir haben wieder einen großen Aufwand betrieben und haben uns nicht belohnt. Ich bin nicht unzufrieden, weil die Mannschaft gut gespielt hat, aber wir waren so dominant, da musst du deine Chancen einfach mal nutzen."

Sami Hyypiä (Bayer Leverkusen): "Das ist natürlich ein wichtiger Sieg für uns. Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen haben, denn wir waren lange Zeit unter Druck. Ich bin froh, dass wir am Ende noch die Kraft für die zwei Tore hatten." 

Eintracht Frankfurt - Borussia M'gladbach 1:0

Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "Ich bin stolz auf meine Truppe. Sie hat ein erstklassiges Spiel gegen einen Gegner gemacht, der immer einen Plan hatte. Gladbach hatte mehr Ballbesitz, aber zum Glück hat der letzte Pass gefehlt. Es war bis zum Schluss eng, aber mit Geschick und Glück haben wir das überstanden. Es war ein ganz wichtiger Sieg, aber entscheidend war er noch nicht."

Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): "Die Eintracht hat sehr gut gespielt mit ihrer Raute. Und trotzdem haben wir Lücken gefunden, sind aber nicht zum Abschluss gekommen. Sie haben taktisch gut gespielt. Wir hatten Mühe die Tiefe zu finden. Es ist immer schwer gegen diese Mannschaften. Wir haben festgestellt, dass wir weiter um jeden einzelnen Punkt kämpfen müssen." 

Hamburger SV - SC Freiburg 1:1

Mirko Slomka (Hamburger SV): "Wir sind zum 21. Mal in dieser Saison mit 0:1 in Rückstand geraten. Da ist es ganz schwer, zurückzukommen. Gerade gegen so eine starke Freiburger Mannschaft. Immerhin haben wir noch den Ausgleich geschafft. Wir sind froh, dass Lasogga wieder dabei ist. Wir wissen alle, dass er ein erstklassiger Stürmer ist."

Christian Streich (SC Freiburg): "Der HSV war die erste Halbzeit überlegen. In der zweiten Halbzeit waren wir dann besser, aber der HSV hatte mindestens das 1:1 verdient. Aber gegen diese starke Hamburger Mannschaft war der Punktgewinn auch für uns nicht unverdient." 

Hertha BSC - FC Bayern München 1:3

Jos Luhukay (Hertha BSC): "Die Art und Weise, wie Pep diesen Titel mit der Mannschaft gewonnen hat, ist sehr beeindruckend. Es ist unglaublich, was Bayern leistet. Pep strebt nach Perfektionismus. In der ersten halben Stunde habe ich gedacht: Die spielen mit ein oder zwei Mann mehr. Wir kamen nicht an den Ball. Es ist schwer. 1:0, 2:0. Da dachte ich: Hoffentlich wird das kein Schützenfest. Später konnten wir vielleicht sogar kurz an der Sensation, am 2:2, schnuppern. Nach dem 3:1 war das Spiel gelaufen."

Pep Guardiola (Bayern München): "Ich bin zufrieden, sehr glücklich, dass wir es geschafft haben. Ob ein Spiel früher oder später, ist eigentlich egal. Noch ein Titel für diesen Club, das ist wichtig. Wenn man sieht, was die Jungs letztes Jahr schon unter Jupp Heynckes erreicht haben, haben sie das jetzt bestätigt, haben sich noch einmal gesteigert. Das ist das Produkt harter Arbeit."

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0:0

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Es war ein richtig gutes Spiel von uns, das kommt nicht oft vor. Entweder hat Fährmann gehalten, ein anderes Bein war dazwischen, oder wir haben vorbei geköpft. Das hat dazu geführt, dass das Spiel 0:0 ausgegangen ist."

Jens Keller (Schalke 04): "Die erste Halbzeit haben wir sehr ausgeglichen gestaltet. Fährmann hat hervorragend gehalten. Es war klar, dass wir in der zweiten Halbzeit Probleme mit der Kraft bekommen, aber die Jungs haben großartig gekämpft."

SV Werder Bremen - VfL Wolfsburg 1:3

Robin Dutt (Werder Bremen): "Bei der Anfangsphase denkst du, du bist im falschen Film. Die erste Aktion nach einer Minute war drin, die Zweite dann auch. Danach standen die Spieler und das Stadion ein wenig unter Schock. Dann sind wir aus dem Nichts wieder ins Spiel gekommen und hatten die Chance zum Ausgleich. Ich war mir sicher, dass wir das schaffen würden. Hoffnung macht die Mentalität, nach dem 0:2 zurückzukommen."

Dieter Hecking (VfL Wolfsburg): "Genauso haben wir uns das vorgestellt. Wir wollten Werder von Beginn an unter Druck setzen. Die Führung hat dazu beigetragen. Nach dem 2:0 waren wir auf einem guten Weg. Ich hätte mir aber gewünscht, dass wir noch das dritte Tor machen. Das waren wichtige Auswärtspunkte." 

Eintracht Braunschweig - 1. FSV Mainz 05 3:1

Torsten Lieberknecht (Eintracht Braunschweig): "Das war eine wahnsinnige Energieleistung meiner Mannschaft. Nach dem Schalke-Spiel war es wichtig, eine Antwort auf dem Platz zu geben. Ich bin froh, dass wir den Dreier geholt haben. Das zeigt den Charakter der Mannschaft. Wir haben weiter die Möglichkeit, das Wunder zu schaffen."

Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): "Ich war mit der ersten Halbzeit zufrieden. Das Problem war nur, dass wir diese 1:2 verloren haben. Das gab den Spielverlauf nicht wieder. In der zweiten Hälfte haben wir den Faden und das Tempo verloren. Und dann ist das Tor des Jahres gefallen, das macht es nicht einfacher. Wir müssen Glückwunsch sagen."