Urs Fischer: "Das war eine fantastische zweite Hälfte!" - © IMAGO/Michael Taeger/IMAGO/Jan Huebner
Urs Fischer: "Das war eine fantastische zweite Hälfte!" - © IMAGO/Michael Taeger/IMAGO/Jan Huebner
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Die Trainerstimmen zum 12. Spieltag

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Das sagen die Coaches zu den Leistungen ihrer Teams am Bundesliga-Wochenende.

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1. FC Köln - TSG Hoffenheim 1:1

Steffen Baumgart (Köln): "Ich glaube, heute gibt es ganz viele Komplimente, die wir uns anhören dürfen. Auch verdientermaßen, und die Jungs bekommen von mir eine ganze Menge Komplimente. Das ist das Schöne, dass sie einfach ihr Herz auf dem Platz lassen. Bei jedem Einzelnen sieht man eine Entwicklung und es macht einfach Spaß, diese Jungs spielen zu sehen. Wir hoffen, dass alle so weitermachen und gesund bleiben, denn es geht nicht nur um heute, sondern auch um die weiteren Spiele."

Andre Breitenreiter (Hoffenheim): "Ich denke, wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben in den ersten Minuten unheimlich viel Druck erzeugt, aber da schon angedeutet, was uns in den 90 Minuten heute begleitet hat. Es fehlte die letzte Präzision, wir waren einfach zu ungenau im Passspiel, insbesondere auch dann, um Torchancen zu erspielen. Hinten raus waren wir dann zu langsam und haben auch eine Kölner Mannschaft gesehen, denen zwei Tage gereicht haben, um zu regenerieren."

FC Schalke 04 - Sport-Club Freiburg 0:2

Thomas Reis (Schalke): "Wir haben es in der ersten Halbzeit ganz ordentlich verteidigt, bis auf das Gegentor. Wo du eine Zwei-gegen-Eins-Situation außen hast, da darf der Gegner nicht mehr rauskommen. Dann weichst du immer weiter nach hinten und gibst Grifo die Gelegenheit, da aufs Tor zu schießen. Und dann hat man die Klasse gesehen. In den Umschaltmomenten waren wir sehr fahrlässig, der letzte Pass kam nicht. Wir waren ein bisschen unsauber im Abschluss. Da wäre vielleicht etwas möglich gewesen. Und in der zweiten Halbzeit hat Freiburg natürlich Druck gemacht. Der Elfmeter war der Knackpunkt. Wir decken im Mittelfeld beim Pass nicht durch, dann lassen wir den Gegner ständig drehen. Dann war ein bisschen Übermut dabei und dann war es Elfmeter. Das war der Knackpunkt, obwohl wir danach noch gute Aktionen hatten."

Christian Streich (Freiburg): "Uns hilft momentan die Stabilität, die die Mannschaft hat. Wir hatten Erfolgserlebnisse, konnten Rückstände ausgleichen. Natürlich haben wir viele Spieler auf dem Platz, die über viele Jahre schon viele Bundesligaspiele hatten. Wir arbeiten schon lange Zusammen und das hilft natürlich enorm. Ich bin sehr zufrieden heute, bis auf wenige Dinge. Insgesamt ist der Sieg verdient, weil wir die bessere Mannschaft waren. Wir wissen natürlich, wie wir uns verhalten können, wenn sie beispielsweise Dreierkette spielen. Chicco Höfler hat mit 17 in der A-Jugend gespielt, jetzt ist er 32. Das wäre schlecht, wenn es nicht so wäre. Da darf man nicht zu viel Input in sie rein blasen. Es ging heute um Mentalität, um Zweikampfverhalten. Wir haben gewusst, dass es zur Sache geht. Da haben wir gut dagegen gehalten und viele Dinge gut gelöst."

1. FC Union Berlin - Borussia Mönchengladbach 2:1

Urs Fischer (Union): "Es war eine fantastische zweite Hälfte, in der wir wirklich dominant gespielt haben. Meine Mannschaft hat trotz des Rückstands nie aufgegeben und immer dran geglaubt. Vor allem ist sie nicht in Hektik verfallen, sondern immer klar in ihrem Spiel geblieben. Wir haben nicht viel mit langen Bällen operiert, sondern versucht, es spielerisch zu lösen. Dafür wurde sie am Ende belohnt. Wenn du in der 97. Minute gewinnst, dann ist das schon ein bisschen Wahnsinn."

Daniel Farke (Gladbach): "Im Fußball muss man immer mit allem rechnen, gerade hier An der Alten Försterei. Union ist immer gut für späte Tore. Du musst hellwach sein, das waren wir in der letzten Aktion nicht. Es ist ein enttäuschendes Ergebnis und eine Niederlage, die schwer zu akzeptieren ist."

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1:2

Oliver Glasner (Frankfurt): "Wir sind stolz auf die hervorragende Leistung und enttäuscht über das Ergebnis. Was wir in der zweiten Halbzeit auf den Platz gebracht haben und wie wir den BVB fast reingedrückt haben, war unglaublich. Wir haben manche Szenen schön herausgespielt, manchmal gut gepresst. Wir müssen uns aber an die eigene Nase fassen, aus diesen Chancen keine Tore gemacht zu haben. Auf die Leistung werden wir aufbauen und noch viele Punkte holen. Wir müssen aus dieser bitteren Niederlage viel Kraft und Selbstvertrauen mitnehmen."

Edin Terzic (Dortmund): "Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg. Es war kein richtig gutes Spiel von uns, dafür ein intensiver, großer Kampf. Wenn die Eintracht immer so spielt, gewinnen hier nicht viele Mannschaften. Besonders die drei Offensiven machen es sehr gut. Wir mussten viele enge Situationen überstehen. Es war ein glücklicher Sieg, aber ein geiler. Wir hatten richtig gute Kombinationen vor den beiden Toren, als wir genau die Räume bespielt haben, wie wir es machen wollten."

FC Bayern München - 1. FSV Mainz 05 6:2

Julian Nagelsmann (Bayern): "Ich finde, wir hatten zwei schwere fünf Minuten jeweils zum Start. Dann waren wir sehr gut drin. In der ersten Halbzeit und auch in der zweiten Halbzeit – da ist es normal, nach dem Anschlusstreffer. Großes Kompliment an die Mannschaft, was die momentan abreißt alle drei Tage. Charakterlich aber auch von der Art und Weise. Wir haben wieder viele Tore geschossen – und alle sehr schön herausgespielt. Es macht extrem viel Spaß, von außen zuzuschauen. Es ist eine gute Mischung aus Qualität und der richtigen Einstellung. Es ist nicht einfach, gegen Mainz zu spielen. Größtes Kompliment. Es ist außergewöhnlich gerade."

Bo Svensson (Mainz): "Glückwunsch an Julian und Bayern München für den – auch in der Höhe – verdienten Sieg. In der ersten Halbzeit haben wir es teilweise ordentlich gemacht. In der zweiten Halbzeit überhaupt nicht. Da hat mir alles gefehlt. Wir hatten keine gute Haltung in der zweiten Hälfte. So kenne ich die Mannschaft nicht. Das müssen wir aufarbeiten."

RB Leipzig - Bayer 04 Leverkusen 2:0

Marco Rose (Leipzig): "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es war kein spielerischer Leckerbissen und das war auch nicht zu erwarten, weil beide Mannschaften ein enges Programm haben. Beide Teams haben den Kampf angekommen. Man hat gesehen, dass uns ein paar Automatismen in der Dreierkette fehlen. Das Tor per Standard hat uns da natürlich sehr geholfen. Wir haben wenig zugelassen, gut verteidigt, einen Konter gesetzt und ein wichtiges Heimspiel mit 2:0 gewonnen."

Xavi Alonso (Leverkusen): "Nach einer Niederlage ist es schwierig, alles zu erklären. Aber ich glaube, das Spiel war sehr offen. Bis zu den letzten zehn Minuten waren wir noch im Spiel. In der ersten Halbzeit waren wir nicht sicher genug im letzten Drittel. In der zweiten Halbzeit war das anders. Wir hatten nicht so viele Chancen, aber ich hatte das Gefühl, dass wir einfach weiter machen müssen, diese Chancen zu kreieren. Wir wussten, wie gut Leipzig  ist. Sie brauchten nur einen Fehler von uns, um ein Tor zu schießen. Nachdem das passiert ist, war es sehr schwierig."

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VfB Stuttgart - FC Augsburg 2:1

Michael Wimmer (Stuttgart): "Wir sind unglaublich schlecht ins Spiel gekommen. Nach dem Ausgleich war es eine ausgeglichene Partie. Das 1:1 zur Pause war verdient. Nach dem Seitenwechsel hatten wir uns wieder viel vorgenommen, haben aber zunächst keinen Zugriff aufs Spiel bekommen. Augsburg war besser. Die Phase ging bis zur 65. Minute als Wataru Endo aufs Tor geschossen hat. Der Torschuss hat einen Klick ins Spiel gebracht. Danach haben wir mit Überzeugung nach vorne gespielt und uns eine Reihe guter Torchancen erspielt. Mit dem Tor von Waldemar Anton haben wir uns für unseren Einsatz belohnt. Aufgrund der Phase von der 65. Minute bis zum Schluss war es auch ein durchaus verdienter Sieg."

Enrico Maaßen (Augsburg): "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben ein schönes Tor erzielt. Danach kommt Stuttgart mit der ersten großen Chance zum Ausgleich. Wir sind gut aus der Kabine gekommen und hatten viel Kontrolle. In dieser Phase kommt es auch zu einer Schlüsselszene, bei der es keinen Elfmeter für uns gibt. Am Ende haben wir die Partie nicht mehr eingefangen bekommen. Stuttgart hat zusammen mit seinen Fans eine große Wucht erzeugt."

VfL Wolfsburg - VfL Bochum 4:0

Niko Kovac (Wolfsburg): "Wir haben heute guten, sehr guten Fußball gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir viele Chancen kreiert, die uns letztlich zum verdienten Sieger geführt haben. Ich bin sehr froh und sehr glücklich. Ich möchte meiner Mannschaft zu einer außerordentlich guten Leistung gratulieren. Es hat einiges gut funktioniert. Wir haben es hinbekommen, das aggressive Nach-vorne-Verteidigen des VfL Bochum in den Griff zu bekommen und eine Vielzahl von Chancen kreiert. Unterm Strich bin ich sehr froh und möchte meiner Mannschaft zu einer außerordentlich guten Leistung gratulieren."

Thomas Letsch (Bochum): "Es lagen heute Welten zwischen den beiden Mannschaften. Wir haben all das, was uns vergangene Woche stark gemacht hat, vermissen lassen. Spätestens nach dem 0:2 war das völlig weg. Dementsprechend fahren wir erneut nicht nur mit einer Niederlage von einem Auswärtsspiel nach Hause, sondern auch wieder mit vier Gegentoren. Das tut weh und ist nicht so einfach zu erklären. Wir dürfen diese Diskrepanz zwischen zwei Spielen nicht mehr zeigen. Auf diese Art und Weise wird es schwer, in der Liga zu bestehen."

SV Werder Bremen - Hertha BSC 1:0

Ole Werner (Bremen): "Es ist gut gelaufen für uns. Freitagabend, ausverkauft und tolle Fans. Es war ein Spiel, das sehr, sehr eng war und wo am Ende Zentimeter entschieden haben. Beide Mannschaften waren wahrscheinlich relativ auf Augenhöhe, mit dem besseren Ende für uns. Es war eine sehr reife Leistung von uns und haben das ganze Spiel gut verteidigt. Unterm Strich war es nicht unverdient für uns."

Sandro Schwarz (Hertha): "Es war ein emotionales Spiel und unglücklich, dass wir so verlieren. Wir hatten situativ zahlreiche Chancen, deshalb ist es um so bitterer. Wir waren zu Beginn des Spiels sofort drin und haben mit dem einfachen Ballverlust dann den Gegner aufgebaut. In der zweiten Halbzeit haben wir phasenweise alles im Griff gehabt, hatten Räume und Möglichkeiten. Dann ist es ärgerlich, dass du durch so eine Bogenlampe am Ende das Spiel noch verlierst."

Nagelsmann: "Es ist außergewöhnlich gerade" - Adam Pretty/Getty Images