Kramer: "Das ist schon was ganz Besonderes" - © Wolfgang Frank/Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de/imago images/Eibner
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Die Trainerstimmen zum 34. Spieltag

Das sagen die Coaches zu den Leistungen ihrer Teams am Bundesliga-Wochenende.

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FC Bayern München - FC Augsburg 5:2

Hansi Flick (Bayern München): "Ich werde die Mannschaft vermissen. Für mich war es eine Ehre, diesen Verein über diese Zeit begleitet zu haben. Ich bin total happy und stolz, was wir erreicht haben. Es ist die absolute Benchmark für die Zukunft. Danke an alle. In der ersten Halbzeit war es ein hervorragendes Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir zwei Tore zugelassen. Es freut mich für Lewy. Er hat lange gebraucht, bis er das Tor gemacht hat. Irgendwann hatte ich zu Tapa (Torwarttrainer Toni Tapalovic, Anm. d. Red.) gesagt, dass es wohl nichts mehr wird. Aber er ist halt ein Torjäger. Das zeichnet ihn aus. Es ist auch ein Verdienst der Mannschaft."

Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Die Bayern sind mit der besten Mannschaft aufgelaufen und haben uns in der ersten Hälfte große Probleme bereitet. In der Pause haben wir umgestellt, waren dann aktiver und auch besser in den Zweikämpfen. So sind uns dann auch zwei Kontertore gelungen. Dennoch war der Sieg für Bayern natürlich völlig verdient. Glückwunsch zur Meisterschaft und auch Glückwunsch an Robert Lewandowski zu seinem Rekord. Wir hätten gerne dafür gesorgt, dass Gerd Müller diesen behält, aber Robert Lewandowski hat ihn sich durch seine Leistungen absolut verdient."

Borussia Dortmund - Bayer 04 Leverkusen 3:1

Edin Terzic (Borussia Dortmund): "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, hatten nach der Führung noch zwei, drei gute Szenen. Danach haben wir versucht mit 80 Prozent weiterzuspielen. Das funktioniert gegen Leverkusen nicht, dafür sind sie zu stark. Da haben wir die Kontrolle verloren. Natürlich war so ein bisschen die Luft raus. Heute stand nicht unbedingt das Ergebnis im Vordergrund. Es gab drumherum noch viel wichtigere Geschichten. Ich werde heute mit vollem Genuss nach Hause fahren, weil ich meine Familie seit über zehn Tagen nicht gesehen habe. Es waren emotionale Tage."

Hannes Wolf (Bayer 04 Leverkusen): "Zum Ende war das Ergebnis nicht mehr wichtig, da haben die Emotionen die größere Rolle gespielt. Die Benders haben den Fußball die letzten 15 Jahre geprägt, sind absolute Vorbilder. Dass Lars diesen Abschied bekommen hat, ist total schön!"

TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC 2:1

Sebastian Hoeneß (TSG Hoffenheim): "Das heutige Spiel steht sinnbildlich für die Saison. Gerade in der ersten Hälfte haben wir gute Ansätze gezeigt, geraten aber in Rückstand. Aber in der zweiten Hälfte hat die Mannschaft gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen möchte, auch wenn es vermeintlich um nicht mehr viel ging. Das spricht für uns als Team. Darauf bin ich stolz. Wir haben schwierigen Phasen durchlaufen, es war eine unfassbar herausfordernde Saison."

Pal Dardai (Hertha BSC): "Ich bin froh, dass wir das Jahr hinter uns haben. Denn es war nicht einfach. Die Spieler sind konzentriert in das Spiel gegangen, wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Zum Schluss hat Hoffenheim verdient gewonnen, denn in der Schlusshase haben wir nicht agiert und sind geschwommen. Aber bei so vielen Verletzungen und Änderungen kann das passieren. Aber Gott sei Dank haben wir die Klasse gehalten. Ich bin sehr stolz auf die Jungs."

VfL Wolfsburg - 1. FSV Mainz 05 2:3

Oliver Glasner (VfL Wolfsburg): "Ich möchte über das heutige Spiel eigentlich gar nicht zu viel sprechen. Wir sind natürlich nicht zufrieden mit der Leistung, vor allem mit unserer Defensivleistung. Da hat die letzte Konsequenz gefehlt. Aber ich denke, nach 34 Spieltagen ist es einfach die Zeit für eine Saisonbilanz. Und die fällt natürlich überragend aus. Ich möchte hier der gesamten Mannschaft, dem gesamten Betreuer- und Trainerteam ein Riesenkompliment aussprechen für diese Saison. Als Vierter über die Ziellinie zu gehen, ist einfach außergewöhnlich."

Bo Svensson (1. FSV Mainz 05): "Es war ein etwas wildes Spiel. Wir hatten gute Phasen und genauso auch schlechte. Anfangs hatten wir keinen guten Zugriff und einfach zu selten den Ball. Gegen Ende der ersten Halbzeit, als uns auch ein schönes Tor gelungen ist, wurde es aber besser. Nach dem Ausgleich war es dann ein Hin und Her mit dem besseren Ende für uns. Ob das Ergebnis nun verdient war oder nicht: Ich bin glücklich, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten und die Spieler, die das letzte Mal in dieser Konstellation zusammen waren, sich mit einem Sieg noch einmal belohnt haben."

Eintracht Frankfurt - Sport-Club Freiburg 3:1

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): "Es hat alles nach einem Remis ausgesehen. Die Wechsel waren entscheidend, auch wenn es natürlich ein glückliches Händchen war. Glückwunsch an die Mannschaft, dass sie das dritte Mal zu Hause in der Vereinsgeschichte über eine Saison ungeschlagen geblieben ist und 60 Punkte geholt hat. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und haben nach der blamablen Vorstellung auf Schalke eine entsprechende Reaktion gezeigt. Ich gehe nun mit einem sehr guten Gefühl, auch wenn die vergangenen Wochen nicht einfach waren. Ich bin aktuell sehr wehmütig. 140 Spiele in drei Jahren sind sehr viel. Es gab unglaublich viele schöne Momente. Ich bin dankbar, dass ich bei so einem tollen Verein arbeiten durfte."

Christian Streich (SC Freiburg): "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, hatten ein paar gute Abschlüsse von Vince. Dann hatten wir 2-3 Umschaltmomente, wo wir es nicht gut ausspielen. Viele Wechsel, ein Videobeweis - und dann zwei Minuten Nachspielzeit. Da fällt man vom Glauben ab. Die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt. Darüber bin ich glücklich. Wir kommen auf verdiente 45 Punkte. Ich bin zufrieden mit der Leistung, Frankfurt war nicht besser. Von der Leistung war es ein 1:1."

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1. FC Union Berlin - RB Leipzig 2:1

Urs Fischer (Union Berlin): "Das ist ein Wahnsinn. Der Spielverlauf war wie im Drehbuch, wenn man es sich ausmalen könnte, würde man es genauso schreiben. Aber so richtig einordnen kann man es noch nicht. Unser Torwart hatte heute gefühlt acht Arme, das haben wir gebraucht, um im Spiel zu bleiben und um zum Schluss noch das entscheidende Tor zu machen. Wenn man so einen Erfolg ohne Fans hätte feiern müssen, wäre es schade gewesen. Das ist heute einfach ein tolles Gefühl."

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Wir sind eine sehr ehrgeizige Mannschaft und hätten das Spiel heute sehr gerne gewonnen sowie den Punkterekord eingefahren. Wir hatten einige Chancen im Spiel und haben keine in ein Tor umgemünzt – das war ein bisschen das Abbild der Saison. Wir machen uns das Leben unnötig schwer, indem wir unsere Chancen nicht nutzen. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Aber die Unioner waren eiskalt. Glückwunsch an Union, sie haben eine sehr gute Saison gespielt und stehen nun verdient in der Conference League. Ich hätte mich gerne mit den drei Punkten verabschiedet. Für mich ist Kapitel RB Leipzig, ein sehr schönes Kapitel, beendet."

1. FC Köln - FC Schalke 04 1:0

Friedhelm Funkel (1. FC Köln): "Mittlerweile bin ich ein bisschen ruhiger, ich war relativ schnell in der Kabine. Das hat schon Nerven gekostet. Wir brauchten dieses verdammte Tor, um uns die Möglichkeit zu erhalten, in der Liga zu bleiben. Das nicht gegebene Tor hat uns schon für einen Moment ein Stück zurückgeworfen. Die Mannschaft ist dann zurückgekommen, sie hat weiter nach vorne gespielt und alles versucht. Wir haben offensiv gewechselt und Spieler vorne reingestellt. Zum Glück sind wir durch Sebastiaan Bornauw belohnt worden."

Dimitrios Grammozis (FC Schalke 04): "Zunächst einmal Gratulation an Friedhelm Funkel und den FC zum Sieg. Wir wussten, dass wir auf einen Gegner treffen, der den Druck hatte, unbedingt gewinnen zu müssen. Der FC hat uns früh gepresst, damit haben wir auch gerechnet. In der ersten Halbzeit hatten wir guten Zugriff. Meine Jungs haben im letzten Spiel noch einmal versucht, alles zu geben. Deshalb ist es sehr schade, dass wir mit einer 0:1-Niederlage nach Hause fahren. Denn wir wollten die Saison mit einem positiven Ergebnis abschließen. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg für Köln aber gerecht. Als bei Matthew Hoppe und Goncalo Paciencia die Kräfte schwanden, konnten wir den Ball vorn nicht mehr halten."

SV Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 2:4

Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Mir fällt es sehr schwer. Am Ende ist es immer schwer, etwas zu sagen. In der Kabine herrscht absolute Stille. Wir brauchen jetzt auch nicht über morgen reden, das heute hier reicht. Wir haben versucht, nochmal eine Wende reinzukriegen. Das ärgert uns alle und mich am meisten. Wir wissen, dass der Verein mit der Stadt lebt und wir eine enge Verbindung haben. Dass wir jetzt diesen Weg gehen müssen, tut uns sehr weh und den Fans natürlich auch. Wir sind alle sehr enttäuscht, aber es bleibt eben dabei."

Marco Rose (Borussia Mönchengladbach): "Man hat gesehen, dass alle schwer enttäuscht waren. Wir waren ziemlich nah dran, die Conference League zu erreichen. Auch wenn wir diese alle nicht kennen, wäre es wichtig für den Verein gewesen, für die Belastung der Jungs und aus finanzieller Sicht. Wir haben dieses Ziel verpasst, das ist bitter."

VfB Stuttgart - DSC Arminia Bielefeld 0:2

Pellegrino Materazzo (VfB Stuttgart): "Wir schließen die Saison auf dem neunten Tabellenplatz ab. Heute hatten wir auch die Chance, auf einen europäischen Platz zu springen. Das ist schon toll. Dass wir es nicht geschafft haben, da trauere ich nicht nach. Es geht immer um den nächsten Schritt, der findet immer in der Leistung und der Entwicklung statt. Was den Kader, einzelne Spieler, Mannschaftstaktik und Inhalte angeht. Wenn wir für einen solchen Schritt bereit sind, werden wir das auch schaffen."

Frank Kramer (Arminia Bielefeld): "Das ist eine Sensation für mich. Ich bin unheimlich stolz, dass ich Teil dieser Truppe sein darf! Wir haben eine intakte Truppe vorgefunden, es ist Wahnsinn, was das Team dieses Jahr geleistet hat! Wie sich die Jungs durch diese Saison gearbeitet haben, was sie auch heute wieder investiert und wie immer an sich geglaubt haben. Das ist schon was ganz Besonderes. Nach dem Spiel sieht man die Emotionen, da fällt viel Anspannung ab. Wir empfinden alle viel Stolz."