München - Ausgerechnet bei seiner alten Liebe Borussia Mönchengladbach schloss sich nun für Jupp Heynckes der Kreis. Nach 1011 Spielen fiel der Bundesliga-Vorhang für den Trainer des FC Bayern München genau dort, wo vor fast 50 Jahren als junger Profi alles begonnen hatte. Den Abtritt in seiner Heimat empfand der 68-Jährige selbst als kitschig. "Das ist wie ein Drehbuch von Steven Spielberg", sagte er dieser Tage.

In der vergangenen Woche durfte sich "Don Jupp" mit Meisterschale und Bierdusche von den Fans verabschieden, nachdem er "eine Saison, die in die Annalen eingeht", maßgeblich geprägt hatte. In den nächsten Wochen stehen für ihn und seine Mannschaft noch die Endspiele in "Königsklasse" und Pokal an, dann ist es aus, vorbei - nach 34 Jahren als Fußball-Lehrer.

Heynckes hat nicht allein, aber dennoch ganz wesentlich die Rekordjagd des Rekordmeisters angetrieben. Die Münchner spielen unter seiner Regie mit einer Dominanz, die es beim FCB vielleicht nie zuvor gegeben hat. Nur über eines ist Heynckes noch immer ein bisschen verstimmt: Dass er über das Ende nicht hat ganz allein bestimmen dürfen. Die Verpflichtung von Star-Coach Pep Guardiola war für ihn nicht leicht. Aber er hat eingesehen, dass trotz aller Verdienste ein Generationswechsel mit ihm nicht zu machen ist.

Trainer | Spieler | Torjäger | Aufsteiger | Leader | Transfers | Pechvogel | Tragische Figur | Typ | Aufholjagd | Umsteiger | Trennung | Coup