Köln - An den ersten zwölf Spieltagen haben einige Youngster die Bundesliga aufgemischt. Vor allem die Offensivspieler Alexandru Maxim, Andre Hahn, Maximilian Arnold, Timo Werner und Pierre-Michel Lasogga haben sich mit ihrer spektakulären Spielweise in die Herzen der Fans gespielt.

Die bundesliga.de-Datenbank hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Alexandru Maxim (VfB Stuttgart)

Der VfB Stuttgart verpflichtete kurz vor dem Ende der letzten Winter-Transferperiode den rumänischen Nationalspieler Alexandru Maxim. Er ist in bestechend guter Form und Topscorer des VfB (gemeinsam mit Ibisevic): An zehn Toren war der Mittelfeldspieler direkt beteiligt - vier Tore und sechs Assists (bei nur zehn Einsätzen). Der 23-Jährige schlägt zudem gefährliche Standards.

Maxim ist mit sechs Assists der beste Vorbereiter der Bundesliga (gleichauf mit anderen). Er legte beim VfB auch die meisten Torschüsse auf (39). Fünf seiner Ecken führten zu Toren, insgesamt sieben seiner Standards. Das ist jeweils Ligaspitze. Maxim ist auch durchaus spielstark, war in dieser Saison an 15 Doppelpässen beteiligt - Ligaspitze (zusammen mit dem Teamkollegen Traore).

Andre Hahn (FC Augsburg)

Seit Andre Hahn (23) im Januar nach Augsburg kam, war er in 28 der 29 Bundesliga-Spiele im Einsatz. Seit Ende Februar stand er stets in der Startelf, fast durchgehend im rechten Mittelfeld. In dieser Saison spielte er elf Mal durch und wurde nur am 1. Spieltag gegen Dortmund sieben Minuten vor Schluss ausgewechselt.

Nach seinem Doppelpack gegen Mainz (11. Spieltag) ist er mit vier Saisontoren der Top-Torschütze des FCA. Drei seiner vier Tore waren 1:0-Führungstreffer. Er gab beim FCA die meisten Torschüsse ab (33). Alleine gegen Mainz (11. Spieltag) zog er neun Mal ab (ligaweiter Saisonrekord).

Hahn macht über den rechten Flügel ordentlich Betrieb, ist schnell und schlug in der laufenden Saison die zweitmeisten Flanken ligaweit (51). Der Mittelfeldmann war beim FCA an den meisten Torschüssen beteiligt (59). Hahn ist ein echter Aktivposten, manchmal aber auch etwas überhastet: Seine Fehlpassquote von 48 Prozent ist eine der höchsten in der Liga. Dafür legte er ligaweit in dieser Saison die größte Laufstrecke zurück (149,3 Kilometer).

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg)

Maximilian Arnold ist derzeit beim VfL gesetzt, war zuletzt vier Mal in Folge in der Startelf und erzielte dabei drei Tore. Er verfügt über einen harten und platzierten Linksschuss und verwertete in der Bundesliga starke sechs seiner 22 Torschüsse (drei von zwölf in dieser Saison).

Der Youngster kann auf allen offensiven Mittelfeldpositionen eingesetzt werden und soll möglicherweise mittelfristig in die Fußstapfen von Diego treten. Zumindest aus der offensiven VfL-Zentrale hat der Youngster den Brasilianer zuletzt schon verdrängt.

Am 13. April 2013 gegen Hoffenheim schrieb Arnold Vereinsgeschichte: Der Youngster erzielte im Alter von 18 Jahren und 321 Tagen das 800. Bundesliga-Tor von Wolfsburg und avancierte damit gleichzeitig zum jüngsten VfL-Torschützen in der Bundesliga. Arnold ist der jüngste jemals in der Bundesliga zum Einsatz gekommene Wolfsburger. Bei seinem Debüt am 26. November 2011 war er siebzehneinhalb Jahre alt.

Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV)

Pierre-Michel Lasogga stand beim HSV sieben Mal in einem Pflichtspiel in der Startelf (im Pokal gegen Fürth und in der Liga in den letzten sechs Partien). Er hat neun Mal getroffen (nur gegen BMG blieb er torlos). In der Bundesliga ist Lasogga mit acht Toren der HSV-Toptorschütze.

Am 8. Spieltag in Nürnberg schnürte Lasogga binnen acht Minuten den viertschnellsten Hattrick der Bundesliga-Geschichte (der schnellste auswärts). Zudem war es erst der zweite Hattrick eines HSV-Spielers nach Ivica Olic. Lasogga ist ein Stürmer-Typ, der eigentlich vom Aussterben bedroht ist: Groß und wuchtig im Zweikampf, ein Typ, der dahin geht, wo es wehtut.

In der laufenden Saison kam Lasogga an den ersten Spieltagen für Hertha nicht zum Einsatz. Wegen seiner Verletzungssorgen kam er auch in der letzten Saison nur auf sieben Einsätze. Dabei gelang ihm ein Tor, der Treffer zum 1:0-Sieg gegen Sandhausen, der den Aufstieg endgültig fixierte.

Timo Werner (VfB Stuttgart)

Der 17-jährige Timo Werner gab gegen Bayer Leverkusen (2. Spieltag) sein Bundesliga-Debüt und wurde damit der jüngste jemals in der Bundesliga eingesetzte Stuttgarter. Gegen Hoffenheim (4. Spieltag) stand Werner erstmals in der Bundesliga in der Startelf und bereitete zwei Treffer vor. Über den linken Flügel entwickelt der schnelle Werner sehr viel Zug zum Tor.

Gegen Eintracht Frankfurt (6. Spieltag) erzielte er sein erstes Tor. Werner ist der jüngste Torschütze in der Bundesliga-Historie des VfB und der drittjüngste insgesamt (17 Jahre, 6 Monate, 16 Tage; nach Sahin und Draxler). Am 12. Spieltag in Freiburg setzte Werner noch einen drauf und traf mit zwei Torschüssen zwei Mal. Er ist damit der jüngste Doppelpacker der Bundesliga-Geschichte.

Werner ist U-19-Nationalspieler, erhielt im Jahr 2013 als bester deutscher U-17-Spieler die Fritz-Walter-Medaille in Gold. Der Nachwuchsstürmer wird bereits als der "neue" Mario Gomez gehandelt, was ihn ehrt. Im nächsten Jahr will er sein Abitur machen.