Ab der neuen Saison wird Terodde nicht mehr im Dress des Hamburger SV, sondern im königsblauen Trikot seinen Torjubel auspacken - © Sebastian Widmann/Getty Images
Ab der neuen Saison wird Terodde nicht mehr im Dress des Hamburger SV, sondern im königsblauen Trikot seinen Torjubel auspacken - © Sebastian Widmann/Getty Images
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Torgarant Simon Terodde soll den FC Schalke 04 zurück in die Bundesliga schießen

Mit Simon Terodde als neuem Torgaranten und Aufstiegsexperten geht der FC Schalke 04 ab kommendem Sommer die Mission des direkten Wiederaufstiegs in die Bundesliga an. Als Teil eines neuen Schalkes soll der 33-Jährige mit seiner Zweitligaerfahrung und Mentalität weiterhelfen.

Ab kommender Saison stürmt Simon Terodde für den FC Schalke 04. Dort soll der 33-Jährige das machen, wofür er speziell in der 2. Bundesliga seit Jahren bekannt ist: Tore schießen wie am Fließband. Bevor es im Sommer von der Elbe an die Emscher geht, ist Teroddes Torinstinkt bei seinem derzeitigen Verein Hamburger SV gefragt. Mit 21 Toren ist er schon jetzt Rekordtorschütze bei den Rothosen in der 2. Bundesliga. Mit Serdar Dursun vom SV Darmstadt 98 teilt sich Terodde den ersten Platz auf der Torjägerliste. Auf Relegationsplatz drei stehend wird der HSV unter dem neuen Trainer Horst Hrubesch noch den einen oder anderen Treffer des 1,92 Meter großen Mittelstürmers in den verbleibenden drei Spielen für den Aufstieg benötigen.

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Wenn einer weiß, wo die Tore in der 2. Bundesliga stehen, dann Terodde. Er scheint es sich fast zur Aufgabe zu machen, Traditionsclubs in die Bundesliga zu schießen. Dem VfB Stuttgart verhalf er als Torschützenkönig mit 25 Toren in der Saison 2016/2017 zum Aufstieg, in der Spielzeit 2018/2019 dem 1. FC Köln mit 29 Toren, die gleichbedeutend mit seiner dritten Torjägerkanone waren. Mit beiden Clubs stieg er zudem als Meister auf. Seine erste Torjägerkanone holte er sich beim VfL Bochum in der Saison 2015/2015 mit 25 Zweitliga-Treffern. Nur Terodde und Emanuel Günther (ehemals Karlsruher SC) wurden in der 2. Bundesliga schon dreimal Torschützenkönig, aber lediglich Terodde gelang dies mit drei unterschiedlichen Klubs.

Durch die Station beim VfL und die seines Jugendvereins MSV Duisburg kennt Terodde das Ruhrgebiet also bestens. Der 33-Jährige ist nach Danny Latza der zweite Neuzugang bei Königsblau und ein wichtiger Baustein für ein neues Schalke, wie Sportvorstand Peter Knäbel betont: "Simon wird unser Offensivspiel mit seinem Gespür für den torgefährlichen Raum und seiner Kaltschnäuzigkeit im Abschluss bereichern. Er kennt die 2. Liga, hat über viele Jahre die richtige Mentalität und Einstellung nachgewiesen, um dort erfolgreich zu sein. Das macht Simon zu einem zentralen Baustein unserer neuen Mannschaft."

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Womöglich wird die Eingewöhnung bei den Königsblauen aufgrund der angekündigten kompletten Neustrukturierung des Kaders etwas komplizierter als bei seinen vorherigen Stationen Stuttgart und Köln. Das Risiko erscheint bei diesem Transfer jedoch gering: Terodde garantiert normalerweise in der 2. Bundesliga zweistellig Tore, mit insgesamt 139 Treffern rangiert er hier auf Rang drei der Rekordtorschützen. In der Geschichte der 2. Bundesliga trafen nur Dieter Schatzschneider (153 Tore für Hannover 96) und Karl-Heinz Mödrath (150 Tore für Fortuna Köln und Alemannia Aachen) öfter.

Terodde steht oft goldrichtig: Hier köpft er im Hamburger Stadtderby gegen St. Pauli ins Tor - Martin Rose/Getty Images

Um sich in dieser Liste auf Platz eins zu schieben und Schalke direkt wieder hochzuführen, werden Knäbel und Co. aus der Taskforce Kaderplanung geeignete Vorlagengeber - vor allem auf den Außenbahnen - finden müssen, die den Zielspieler Terodde mit Bällen füttern. Bei den "Knappen" trifft Terodde eventuell auf Klaas-Jan Huntelaar, der ein weiteres Jahr bei S04 dranhängen könnte. Von der Abschlussstärke kann selbst der "Hunter" Terodde nur wenig vormachen. Vielmehr könnten sich beide gegenseitig zur Höchstleistung antreiben und am Ende vielleicht die Torjägerkanone unter sich ausmachen. Dann dürfte es um Schalke und die Rückkehr in die Bundesliga gut bestellt sein.

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