Zahlreiche Bundesligisten traten am Samstag zu Testspielen an. bundesliga.de fasst sämtliche Begegnungen zusammen.

WSG Swarovski Wattens - Eintracht Frankfurt 0:2 (0:1)

Einen Tag vor der Heimreise nach Frankfurt feierte die Eintracht im Trainingslager im Zillertal einen 2:0 (1:0)-Testspielsieg gegen den österreichischen Regionalligisten WSG Swarovski Wattens. Die Treffer für die Adlerträger erzielten vor rund 1.000 Zuschauern im Zeller Parkstadion Neuzugang Habib Bellaid (37.) und Marcel Heller (60.).

Die Eintracht-Profis präsentierten sich in ihrem zweiten Vorbereitungsspiel schon in einer recht guten körperlichen Verfassung und waren dem ambitionierten Drittligisten auch in Sachen Konzentration fast immer einen Schritt voraus.

Schon nach fünf Minuten zappelte der Ball das erste Mal im Gehäuse der Österreicher. Doch das Kopfballtor von Marco Russ nach Freistoßvorlage von Faton Toski wurde von Fifa-Schiedsrichter Konrad Plautz aus Innsbruck wegen eines angeblichen Fouls im Strafraum nicht gegeben.

Bellaid per Kopf

Sauber und regelgerecht war dagegen die 1:0-Führung in der 37. Minute. Nach einem hohen Ball in den WSG-Strafraum verloren Wattens Abwehrspieler für einen Moment die Orientierung und Chris hatte Glück, dass der Ball von seinem Hinterkopf direkt auf die Stirn des französischen Neuzugangs Habib Bellaid landete, der ungehindert die Führung markieren konnte.

Auch nach der Pause blieb die Eintracht gut bei Kräften und versuchte stets, das Tempo hoch zu halten. Der Lohn: In der 60. Minute markierte Marcel Heller nach Vorarbeit von Mehdi Mahdavikia das 2:0. Danach tat sich nicht mehr allzu viel. Die Eintracht ließ noch zwei, drei gute Kontermöglichkeiten aus, geriet jedoch auch nicht mehr groß in Gefahr, den Anschlusstreffer zu kassieren.

So spielte die Eintracht: Nikolov (46. Lehmann) - Ochs (65. Mössmer), Russ (46. Ljubicic), Bellaid, Krük (83. Theuerkauf) - Steinhöfer (46. Mahdavikia, Inamoto (61. Fink), Chris, Toski (73. Caio) - Meier (65. Tsoumou), Heller

Tore: 1:0 Bellaid (37.), 2:0 Heller (60.)


SV Büchenbronn - Karlsruher SC 0:14 (0:6)

Zwei Tage bevor der Karlsruher SC sein Trainingslager in Baiersbronn bezieht, gewann das Team von Trainer Edmund Becker sein Testspiel beim Kreisligisten SV Büchenbronn mit 14:0 (6:0). Erfolgreichster Torschütze war Angreifer Sebastian Freis mit drei Treffern.

Vor dem Anpfiff hat sich die Anzahl der verletzten Spieler beim KSC weiter vergrößert. Neben den schon länger verletzten Andreas Görlitz, Michael Mutzel und Godfried Aduobe fehlten in Büchenbronn auch Tim Sebastian (Grippaler Infekt), Christian Timm (Probleme an der Archillessehne), Bradley Carnell (Adduktorenreizung) und der an einer Wadenzerrung leidende Stefan Buck.

Kennedy macht den Anfang - Langkamp setzt Schlusspunkt

Vor 3.000 Zuschauern "im Schlägle" schoss Joshua Kennedy die Karlsruher, bei denen der iranische Testspieler Rezaei zum Einsatz kam, nach neun Minuten in Führung. Sebastian Freis (19., 32., 42.) sowie Antonio da Silva (34.) und Massimilian Porcello (38.) sorgten mit ihren Treffern für den 6:0-Halbzeitstand.

Lars Stindl (42., 72.), Maik Franz (48.), Timo Staffeldt sowie zweimal Alexander Iashvili (83., 87.) und Edmond Kapllani (89.) steuerten in der zweiten Hälfte weitere Tore bei. Den Schlusspunkt zum 14:0 setzte Sebastian Langkamp in der 90. Minute.

KSC (1. Halbzeit): Miller - Celozzi, Franz, Stoll, Eichner - Porcello, Rezaei - Freis, da Silva, Iashvili - Kennedy

KSC (2. Halbzeit): Kornetzky - Rezaei, Stoll, Franz, Tewelde - Staffeldt, Langkamp - Stindl, Kennedy, Iashvili - Kapllani


Vitória Guimarães - VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)

Der VfL Wolfsburg hat das erste Spiel im Rahmen des OBI-Cups 2008 gegen den portugiesischen Teilnehmer Vitória Guimarães gewonnen. Im Stade du Suisse in Bern - dem ehemaligen Wankdorfstadion - siegten die "Wölfe" mit 1:0. Torschütze war Grafite in der 83. Minute.

Nach einem Abtasten in der Anfangsphase kamen beide Teams zu ersten Möglichkeiten, allerdings ohne Erfolg. Bis zur Pause mehrten sich die Torchancen in einem ausgeglichenen Spiel, allerdings blieb es vor gut 5.000 Zuschauern beim 0:0 zum Halbzeitpfiff.

Grafite trifft kurz vor Schluss

In der Pause brachte Chefcoach Felix Magath mit Kapitän Diego Benaglio für Andre Lenz vorerst nur einen neuen Spieler. Benaglio konnte sich bei seinem Heimspiel in der Schweiz gleich mit einer Glanzparade (47.) in Szene setzen.

In der 63. Minute kam Abwehrspieler Rodrigo Alvim für Zvjezdan Misimovic. Grafite war es in der 83. Minute, der die Anhänger des VfL erlöste. Baier kam kurz nach seiner Einwechselung über die rechte Seite und bediente Marcelinho mit einem sehenswerten Pass. Dieser flankte mustergültig in die Mitte, wo der einschussbereite Grafite den Fuß nur noch hinhalten musste.

VfL Wolfsburg: Lenz (46. Benaglio) - Adlung (87. Riether), Madlung, Costa, Schäfer - Gentner, Josue (81. Baier), Misimovic (63. Alvim), Marcelinho - Grafite, Saglik (86. Djeko)

Tore: 1:0 Grafite (83.)


FC Kopenhagen - Hertha BSC 0:0

Im dritten und letzten Testspiel im Rahmen des Trainingslagers spielte Hertha BSC gegen den FC Kopenhagen 0:0. Der temporeichen Begegnung fehlten am Ende lediglich die Tore.

Gegen den dänischen Meister von 2007 kamen die Herthaner gut in die Partie. Bereits in der ersten Spielminute prüfte Marko Pantelic den Kopenhagener Schlussmann Jesper Christiansen, der fortan einen sicheren Eindruck machen sollte. Auch bei der nächsten Möglichkeit der Berliner reagierte Christiansen nach einem gefährlichen Fernschuss von Marc Stein glänzend (11.).

Christian Fiedler im Tor der Berliner musste wenig später ebenfalls eingreifen. Den Flachschuss von Ailton Almeida parierte er sicher (21.). Die größten Chancen aber sollte die Schlussphase der ersten Hälfte bereithalten. Auf dänischer Seite traf zunächst William Kvist aus 14 Metern nur das Außennetz, im direkten Gegenzug scheiterte Pantelic aus 10 Metern auf die gleiche Weise (44.). In der Schlussminute hatte Herthas Torjäger dann die größte Möglichkeit zur Führung, nach Flanke von Raffael aber köpfte Pantelic dem Keeper freistehend in die Arme. In einer temporeichen und ausgeglichenen ersten Hälfte fehlte auf beiden Seiten am Ende der entscheidende Pass zum Torabschluss.

Favre "ganz zufrieden"

Wie schon im ersten Durchgang war es Pantelic, der nach dem Seitenwechsel zunächst für Gefahr sorgte. Sein Schuss aus 16 Metern aber ging am linken Pfosten vorbei. Brenzlig wurde es wenige Minuten später vor dem Tor der Berliner, als Patrick Ebert einen Querpass des Gegners noch auf der Linie klären konnte (50.).

In einer chancenreichen Phase bot erneut Ebert eine schöne Einzelaktion, konnte die Möglichkeit aber wie kurz darauf Ailton auf der anderen Seite nicht gefahrbringend verwerten (54./57.). Auch Raffael, der in der 64. Spielminute Christiansen noch einmal geschickt umspielte, zögerte zu lange und legte quer anstatt den Torabschluss zu suchen.

Die Begegnung verlor auch im zweiten Durchgang nicht an Tempo, offenbarte allerdings weiterhin Abstimmungsprobleme. Hertha-Trainer Lucien Favre erkannte eine Steigerung gegenüber dem Spiel am Mittwoch gegen Hapoel Tel Aviv: "Es hätten heute einige Tore fallen können. Unser Spiel war aber schon deutlich besser. Ich bin ganz zufrieden, auch wenn wieder zu leichte Ballverluste im Spiel waren."

So spielte Hertha: Fiedler (46. Drobný) - Chahed (71. Radjabali-Fardi), von Bergen, Kaká, Stein - Dárdai (68. Hartmann), Kacar (76. Arguez), Ebert (82. Bigalke), Piszczek (46. Lustenberger) - Raffael (82. Riedel), Pantelic, (64. Domovchiyski)


FC Basel - Borussia Dortmund 2:2 (1:1)

Zweites Testspiel über 90 Minuten, zweites Remis gegen einen Schweizer Erstligisten. Beim 47. "Uhren-Cup" in Grenchen trennte sich der BVB vom FC Basel mit 2:2 (1:1).

BVB beweist Moral

Der Schweizer Rekordmeister ging zwei Mal in Führung (Eigentor Santana, 18., Gjasula, 64.), Borussia Dortmund konnte durch Kehl in der 35. und Valdez in der 85. Minute jeweils ausgleichen.

Der BVB zeigte sich erneut verbessert und erreichte dank einer starken kämpferischen Leistung in der zweiten Hälfte ein verdientes Remis.