München - Während die Top-Torjäger wie Mario Gomez , Klaas-Jan Huntelaar oder Lukas Podolski so treffsicher sind wie selten zuvor, haben die Bundesliga-Spieler insgesamt deutlich weniger Tore erzielt als in der vergangenen Saison.

438 Mal klingelte es in der Hinrunde im Kasten und damit exakt 41 Mal weniger als im Vorjahr, als zum gleichen Zeitpunkt bereits 479 Tore bejubelt wurden. Die bundesliga.de-Datenbank hat aufgelistet, wie diese 438 Treffer zustande kamen.

Es war fast wieder alles dabei. Es gab schöne Tore, vermeidbare Treffer, kuriose, Eigentore (8), Tore per Kopf (79), mit rechts (209), mit links (138) oder sonstigen Körperteilen (4). Den Mannschaften, die sie erzielten, war es egal, wie die runde Kugel über die Linie befördert wurde. Hauptsache der Ball war drin.

Am häufigsten schlug der Ball unten links ein

Stürmer waren besonders treffsicher, 203 Tore gingen auf ihr Konto. Dafür, dass die meisten Teams nur noch eine Spitze aufbieten, ist der Wert ziemlich hoch. Die Mittelfeldspieler trafen 174 Mal, die Verteidiger 53 Mal und die Torhüter gar nicht. Bei 31 Jokertoren freuten sich die Trainer über ihr glückliches Händchen.

Wenn die Stürmer besonders häufig einnetzen, tun sie das meistens innerhalb des Strafraums. 378 der 438 Tore wurden innerhalb des 16-Meter-Raums erzielt, das entspricht 86,3 Prozent. Die meisten Bälle schlugen flach unten in den Ecken ein, 91 links und 70 rechts. Oben, im Winkel, waren es bedeutend weniger, 13 links und 16 rechts.

Vor der Pause fielen 192 Tore, nach dem Seitenwechsel 246. Der Anteil der Tore in der Anfangsviertelstunde (55) und der Schlussviertelstunde (84) fallen vergleichsweise nicht aus dem Rahmen. Zehn Treffer wurden darüber hinaus in der Nachspielzeit nach der 90. Minute erzielt. Die Treffer verteilen sich relativ gleichmäßig auf die verschiedenen Abschnitte, wobei im zweiten Durchgang, wenn die Kräfte nachlassen, in der Regel mehr Tore fallen als vor der Halbzeit.

Clemens und Schäfer verwandelten Eckball direkt

Eingeleitet wurden die Tore nicht selten durch Fehlpässe des Gegners (80), viel häufiger aber durch aktives Offensivspiel. Oder durch Standardsituationen: nach Ecken (47), Einwürfen (3) oder Freistößen (47). Sieben Mal wurden Freistöße direkt verwandelt. Hinzu kommen 35 im Tor untergebrachte Elfmeter.

Übrigens gab es auch zwei direkt verwandelte Eckstöße. Beide waren in Köln zu bewundern. Dem FC-Spieler Christian Clemens gelang das Kunststück gegen Freiburg (4:0), am 1. Spieltag schaffte es auch Wolfsburgs Marcel Schäfer beim 3:0-Sieg der "Wölfe" in der Domstadt.


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