München - Sechs Bundesligisten nutzten die Länderspielpause und absolvierten am Freitag Testspiele. Mit Erfolg? bundesliga.de fasst die Partien zusammen.

FC Augsburg - FC Ingolstadt 3:0 (2:0)

In einem Testspiel gegen den FC Ingolstadt siegte der FC Augsburg am Freitag auf der heimischen Paul-Renz-Sportanlage 3:0 (2:0). Die Tore erzielten Nando Rafael (2) in seinem ersten Spiel nach der Verletzungspause und Mittelfeldspieler Daniel Baier.

Trainer Jos Luhukay nutzte das in der Bundesliga spielfreie Wochenende, um gegen den Zweitligisten FC Ingolstadt einen Härtetest zu absolvieren, in dem vor allem die Spieler Spielpraxis erhalten sollten, die bisher weniger Einsatzzeit erhalten hatten. Auch Neuzugang Dawda Bah, der kurz vor Transferschluss von HJK Helsinki aus Finnland verpflichtet worden war, gab sein Debüt im FCA-Trikot. Er lief in der offensiven Mittelfeldachse neben Tobias Werner und Akaki Gogia auf. Erstmals nach seiner Verletzungspause aufgrund von Achillessehnenbeschwerden war auch Stürmer Nando Rafael dabei. Und der war gleich wieder so präsent als ob er gar nicht weg gewesen wäre. Schon nach sechs Minuten erzielte er die Führung für den FCA, übrigens nach Vorlage von Dawda Bah.

Nach 20 Minuten war Rafael wieder zur Stelle. Diesmal vollendete er ein Solo von Lorenzo Davids, der schließlich den besser postierten Rafael bediente. Nach dem Seitenwechsel, Jos Luhukay hatte Daniel Baier und Jan-Ingwer Callsen-Bracker für Dawda Bah und Lorenzo Davids gebracht, blieb der FCA weiter am Drücker. Daniel Baier war es dann, der in der 54. Minute auf 3:0 erhöhte. Er lupfte eine Abwehr von Ingolstadts Torhüter Christopher Sommerer aus 16 Metern sehenswert ins Tor.

Augsburg: Amsif - Reinhardt, Möhrle, Bellinghausen, Langkamp - Werner, Brinkmann, Bah (Baier 46.), Davids (Callsen-Bracker 46.), Gogia - Rafael (Mölders 61.)

Tore: 1:0 Rafael (6.), 2:0 Rafael (20.), 3:0 Baier (54.)


TSV Sudheim - Hertha BSC 0:13

Herthas Coach Markus Babbel nutzte die Länderspielpause zu einem Freundschaftsspiel beim Kreisligisten TSV Sudheim und gewann 13:0. Die Herthaner gingen bereits nach zwei Minuten durch Kargbo in Führung. Der junge Stürmer erhöhte sechs Minuten später auf 2:0. Und weiter ging es mit dem flotten Toreschießen. Ebert (19.) und wieder Kargbo (22.) schraubten das Ergebnis auf 4:0. Das 5:0 durch Lell ließ nicht lange auf sich warten (25.). Die Gastgeber kamen kaum aus der eigenen Hälfte. Keeper Timo Lesch war nicht zu beneiden.

Denn das muntere Scheibenschießen ging weiter. Ebert (32.), Rukavytsya (41.) und Andreas Ottl (44.) erhöhten bis zur Pause auf 8:0. Nach dem Wechsel ließen es die Herthaner etwas ruhiger angehen. Zwar erzielte Raffael in der 47. Minute das 9:0, doch der zehnte Treffer ließ verhältnismäßig lange auf sich warten. In der 69. Minute war es dann Kargbo, der das Ergebnis zweistellig machte.

Nun probierte Babbel noch ein paar nicht zu ernst zu nehmende Alternativen aus. So kam Burchert als Feldspieler und Physiotherapeut David de Mel für Kargbo. Die Tore erzielten aber andere: Lustenberger (78.), Raffael (80.), Rukavytsya sorgten für den 13:0 Endstand.

Hertha: Burchert (46. Aerts) - Lell (46. Franz), Mijatovic (46. Brooks), Janker, Ronny - Ottl (46. Niemeyer), Lustenberger - Ebert (56. Burchert), Raffael, Rukavytsya - Kargbo

Tore: 0:1 Kargbo (2.), 0:2 Kargbo (8.), 0:3 Ebert (19.), 0:4 Kargbo (22.), 0:5 Lell (25.), 0:6 Ebert (32.), 0:7 Rukavytsya (42.), 0:8 Ottl (44.), 0:9 Raffael (47.), 0:10 Kargbo (69.), 0:11 Lustenberger (78.), 0:12 Raffael (80.), 0:13 (83.)


Karlsruher SC - 1. FSV Mainz 05 1:1 (1:1)

Der 1. FSV Mainz 05 hat sich am Freitagabend 1:1 vom Zweitligisten Karlsruher SC getrennt. Vor etwa 1.000 Zuschauern erzielten die Müllers beider Teams die Tore des Abends - Stefan Müller brachte den KSC in Führung, Nicolai Müller glich für die Nullfünfer noch vor der Pause aus.

Ohne zahlreiche Spieler, die meisten davon auf Länderspieltour, taten sich die Mainzer gegen den KSC sehr schwer und fanden sich meist in der Defensive wieder. Der Drangphase entsprang auch die verdiente Führung für den Zweitligisten. Die Mainzer spielten beinahe zwangsläufig aus der Defensive, Nicolai Müller gelang aus einem schnellen Gegenangriff zehn Minuten vor der Pause der Ausgleich.

Zugang Mario Gavranovic gab ein 90-minütiges Debüt im Trikot der Rheinhessen, die Partie war aber nicht wirklich für ihn geeignet sich auszuzeichnen, da er oft alleine auf weiter Flur kämpfte. Dennoch zeigte er einige starke Szenen, ein Torerfolg war ihm aber nicht vergönnt.

Mainz: Wetklo - Caligiuri (46. Risse), Zabavnik (75. Kalig), Bungert, Fathi - Gopko, Ivanschitz - Yilmaz, Malli (75. Röser), N. Müller - Gavranovic

Tore: 1:0 S. Müller (19.), 1:1 N. Müller (40.)



SV Wehen Wiesbaden - 1. FC Kaiserslautern 0:1 (0:1)

Die "Roten Teufel" haben das Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 (1:0) gewonnen. Oliver Kirch erzielte am Freitag den einzigen Treffer der Partie. Der Test sei auch eine Gelegenheit für Spieler aus der zweiten Reihe, sich zu präsentieren, sagte Cheftrainer Marco Kurz. Mit insgesamt 18 Mann reisten die Lautrer in die Vorderpfalz, darunter auch vier Akteure aus der U-23-Mannschaft, die aber zunächst auf der Bank Plaz nahmen.

Die spielbestimmende Mannschaft war der FCK, auch wenn Stürmer Micanski noch nicht richtig in Szene gesetzt werden konnte. In der 32. Minute feuerte Tiffert einen Schuss aus 20 Metern ab, SVWW-Torwart Michael Gurski konnte nur abklatschen und Kirch versenkte seine vierte Chance zum verdienten 1:0 (32.). Auf der Gegenseite verlebte Sippel weiter einen recht ruhigen Abend und musste lediglich bei einem direkten Freistoß in der 40. Minute per Faustabwehr klären.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit nahm Marco Kurz zwei Wechsel vor. Für Martin Amedick rückte Mathias Abel in die Innenverteidigung und auf der linken Seite der Viererkette kam der lange verletzte Alexander Bugera für Leon Jessen in die Partie. Die "Roten Teufel" gaben auf dem Rasen weiter den Ton an, wie schon in der ersten Halbzeit wollten sich die ganz klaren Torgelegenheiten aber nicht einstellen.

FCK: Sippel - Dick, Amedick (46. Abel), Rodnei, Jessen (46. Bugera) - Kirch, Tiffert: Sahan, Vermouth - Micanski (66. Bilek)

Tor: 1:0 Kirch (32.)


Erlangen-Bruck - 1. FC Nürnberg 0:5 (0:3)

Um die Länderspielpause vor dem Bundesligaspiel beim 1. FC Köln zu überbrücken absolvierte der 1. FC Nürnberg am Freitag ein Testspiel beim FSV Erlangen-Bruck. Trainer Dieter Hecking musste auf zehn "Club"-Akteure verzichten, die für ihre jeweilige Landesauswahl oder DFB-U-Nationalmannschaften unterwegs waren. Nach munteren 90 Minuten siegte der "Club" souverän mit 5:0 (3:0). Große Freude bereitete dabei den Cluberern die Rückkehr von Mike Frantz, der nach monatelanger Verletzungspause seinen ersten Belastungstest absolvierte.

Der "Club" begann stark, wurde der Favoritenrolle früh gerecht und spielte sich zahlreiche Chancen heraus. Schon in der 8. Minute legte Frantz die Führung auf, die Bunjaku dankbar verwandelte. Nach forschem Kopfballspiel durch Wilson Kamavuaka setzte sich Eigler kurz darauf mustergültig durch und markierte durch die Beine des Bruck-Keepers das 2:0 (15.). Bruck vereitelte in der Zwischenzeit eine höhere Führung mit drei Rettungstaten auf der Linie und machte sich entweder durch Standards oder Distanzschüsse (25.) bemerkbar. Doch Bunjaku konnte nach klasse Einzelleistung auf 3:0 erhöhen (27.).

Erst in der 73. Minute klingelte es zum 4:0 für die Gäste, nachdem Jann George erst Sekunden nach seiner Einwechslung (für Eigler) per Abstauber einen Hegeler-Freistoß mit seiner ersten Ballberührung verwertete. George war es auch, der den 5:0-Endstand besorgte. Im Zusammenspiel mit Maroh hatte sich der ebenfalls eingewechselte und nach Kreuzbandriss wiedergenesene Sebastian Gärnter auf der rechten Seite durchgesetzt und auf George abgelegt, der nur noch den Fuß reinhalten musste (83.).

Nürnberg: Rakovsky (60. Uphoff) - Judt, Maroh, Ballas (64. Kammermeyer), Pinola - Kamavuaka (53. Halimi), Zeitz (64. Gärtner) - Hegeler, Frantz (60. Tekerci), Eigler (73. George) - Bunjaku

Tore: 1:0 Bunjaku (8.), 2:0 Eigler (15.), 3:0 Bunjaku (27.), 4:0 George (73.), 5:0 George (83.)


FC Zuzenhausen - 1899 Hoffenheim 0:5

1899 Hoffenheim nutzte die Länderspielpause, um mit den verbliebenen Profis und einigen U-19-Junioren ein Freundschaftsspiel gegen den benachbarten FC Zuzenhausen zu absolvieren. Vor 550 Zuschauern gewann "Hoffe" mit 5:0.

Hoffenheim: Haas - Beck (46. Schorr), Compper, Ehmann (46. Kaiser), Ibertsberger - Williams, Firmino, Karaman (46. Müller) - Schipplock (60. Hirsch), Babel, Sassi.

Tore: 0:1 Karaman (40.), 0:2 Schipplock (43.), 0:3 Babel (45.), 0:4 Firmino (54.), 0:5 Müller (88.)


SV Sandhausen - 1- FC Köln 3:2 (1:1)

Während die Nationalspieler des 1. FC Köln für ihre Heimatländer im Einsatz sind, unterlag der FC am Freitagabend beim Freundschaftsspiel gegen den SV Sandhausen mit 2:3 (1:1). Vor 4.380 Zuschauern im Sandhausener Hardtwaldstadion erzielten Alexandru Ionita und Adil Chihi die Tore für den 1. FC Köln, der einigen Spielern aus der eigenen U-19-Mannschaft Spielpraxis bei den Profis ermöglichte.

Bei sommerlichen Temperaturen erwischte der Gastgeber den besseren Start. Bereits der erste Angriff brachte Zählbares und den 1. FC Köln in Rückstand. Nach einem Steilpass des Drittligisten spekulierte die FC-Abwehr auf Abseits, doch der Linienrichter ließ die Fahne unten, sodass SVS-Mittelstürmer Frank Löning unbedrängt vor Varvodic zum 1:0 einschob (1.). In der Folge übernahm aber der 1. FC Köln das Kommando auf dem Platz und erspielte sich gute Einschussmöglichkeiten. Bevor der Halbzeitpfiff ertönte, hatten die FC-Fans Grund zum Jubeln. Einen Freistoß aus halbrechter Position versenkte der wiedergenese Ionita unhaltbar im Winkel des SVS-Gehäuses zum 1:1 (45).

Die zweite Hälfte begann mit einigen Paukenschlägen: Ex-Bundesligaprofi Roberto Pinto (VfB Stuttgart, Hertha BSC, Arminia Bielefeld) setzte sich im FC-Strafraum gut in Szene, ließ einen trockenen Rechtsschuss folgen, der unhaltbar unter Zuhilfenahme des Innenpfostens zum 2:1 für Sandhausen einschlug (53.). Nur drei Minuten später eroberte sich der eingewechselte Imbs in Strafraumnähe den Ball und traf mit einem überlegten Schlenzer aus rund 16 Metern Torentfernung. Erneut war FC-Torhüter Miro Varvodic machtlos, sodass er den Ball nur noch nach dem 1:3 aus den eigenen Maschen holen konnte (56.). Dennoch steckte der 1. FC Köln nicht auf und suchte den schnellen Anschlusstreffer. Nur eine Minute nach dem 1:3 bot sich gleich die Chance zum Torerfolg: Bei einem Freistoß aus rund 20 Metern legte sich Adil Chihi das Leder zurecht, nahm Maß – und traf. Sein Schuss schlug im linken unteren Eck zum 2:3 ein (57.).

Köln: Varvodic - Weiser (81. Nikolaou), Sereno, Geromel, Eichner - Chihi, Riether, Lanig, Buchtmann (46. Kacinoglu) - Ionita (46. Schmidt), Freis (71. Gerhardt)

Tore: 1:0 Löning (1.), 1:1 Ionita (45.), 2:1 Pinto (53.), 3:1 Imbs (56.), 3:2 Chihi (57.)