Köln - Nach dem historischen Fünferpack von Robert Lewandowski kann der FC Bayern München den nächsten Rekord knacken. Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart haben den Befreiungsschlag geschafft und treffen im direkten Duell aufeinander. Und das ist nicht alles: Diese 5 Dinge sollten Sie im Hinblick auf den 7. Spieltag wissen.

Bayern weiter auf Rekord-Jagd

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Der FC Bayern München kann mit sieben Siegen an den ersten sieben Spieltagen den Bundesliga-Rekord einstellen. Die Münchner sind auf Kurs - auf Rekordkurs. Robert Lewandowski erzielte gegen Wolfsburg den schnellsten Hattrick und Fünferpack der Bundesliga-Geschichte (Video: Der Tornado), traf zudem als erster Joker mehr als drei Mal. Am Samstag tritt das Team von Trainer Pep Guardiola beim 1. FSV Mainz 05 an. Lewandowski hat in den letzten fünf Spielen gegen Mainz sieben Tore erzielt.

Alle drei Mainzer Siege gegen den FC Bayern (in 20 Pflichtspielen) gab es unter Trainer Thomas Tuchel. Jetzt soll es Martin Schmidt an der Seitenlinie richten. Die 05er sind gegen den FCB seit sieben Spielen sieglos, der letzte Erfolg datiert vom 27. November 2011, als zu Hause ein 3:2-Erfolg gelang. Die jüngste Vergangenheit macht allerdings Mut: Mainz gewann die letzten beiden Heimspiele.

Duell der Spätzünder

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Borussia Mönchengladbach hat am sechsten Spieltag die ersten drei Punkte der Saison eingefahren – so lange mussten die Fohlen seit dem Jahr 1991 nicht mehr auf den ersten Saisonsieg warten. Eine positive Statistik bleibt jedoch erhalten: Seit 1992 verlor kein Trainer der Borussia sein erstes Spiel. André Schubert stand beim 4:2-Erfolg gegen den FC Augsburg erstmals an der Seitenlinie - mit Erfolg.

Auch der VfB Stuttgart schaffte den Befreiungsschlag am vergangenen Spieltag (3:1-Erfolg in Hannover) und holte unter Trainer Zorniger die ersten Punkte. In Hannover schossen die Stuttgarter erstmals unter Alexander Zorniger mehr als zwei Tore in einem Spiel – sie vergaben aber erneut noch viele Chancen. In den letzten drei Heimspielen gaben die Schwaben 69 Torschüsse ab, die Gegner nur 25.

Komplettiert Reus seine "Sammlung"?

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Borussia Dortmund gewann die letzten drei Pflichtspiele gegen den SV Darmstadt 98. Marco Reus traf am zweiten Spieltag in Ingolstadt. Damit hat Reus gegen 17 der 18 aktuellen Bundesligisten schon getroffen – einzig Darmstadt fehlt in seiner Sammlung. Allerdings gibt es auch auf der Gegenseite eine interessante Statistik: Die Lilien feierten ihren ersten Bundesliga-Sieg überhaupt gegen Dortmund - am 7. Oktober 1978 mit 3:2.

Aus dem Darmstädter Kader haben acht Spieler bereits in der Bundesliga mit dem BVB die Klingen gekreuzt. Aber gleich zwölf Spieler kennen Duelle gegen Borussia aus der dritten Liga gegen die U23 des BVB. Die Lilien sind in dieser Saison bisher auswärts noch ungeschlagen, bestritt allerdings auch erst zwei Gastspiele. Vor der Kulisse mit über 80.000 Zuschauern dürfte für das Team von Dirk Schuster ein echtes Highlight werden.

Auf dem Sprung nach oben

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Der Hamburger SV ist seit drei Spielen ungeschlagen und steht erstmals seit über zwei Jahren in der oberen Tabellenhälfte. Zehn Punkte nach sechs Spieltagen sind Hamburgs beste Bilanz seit sechs Jahren – auch damals hieß der Trainer Bruno Labbadia. Seit der Amtsübernahme von Labbadia verlor der HSV zu Hause kein Spiel, jetzt kommt der FC Schalke 04.

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen Schalke am letzten Spieltag der vergangenen Saison, schaffte der HSV noch den Sprung auf den Relegationsplatz. Die Königsblauen feierten jedoch gegen kein Team mehr Siege und schoss gegen niemanden mehr Tore als gegen den HSV. Klaas-Jan Huntelaar ist torhungrig und erzielte gegen die Hamburger bereits zehn Tore. In dieser Saison hat er bislang zweimal genetzt.

Niedersachsen-Derby

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Der VfL Wolfsburg kassierte mit dem 1:5 in München die erste Saisonniederlage und fing mehr als drei Mal so viele Tore wie in den ersten vier Bundesliga-Partien (da nur zwei). Jedoch sind die Wölfe seit 25 Heimspielen ungeschlagen – eine solche Serie schaffte seit der Jahrtausendwende ansonsten nur der FC Bayern. Bas Dost ist in Form und traf diese Saison in allen drei Heimspielen (insgesamt vier Mal). Hannover 96 steht dagegen unter Zugzwang und will die Rote Laterne möglichst schnell wieder abgeben.

Im vergangenen Jahr war das Spiel beim Nachbarn in Niedersachsen ein gutes Omen: Das 2:2 am 31. Spieltag 2014/15 in Wolfsburg (nach 0:2-Halbzeitrückstand) war für Hannover der Auftakt einer Serie von vier ungeschlagenen Partien, durch die die 96er noch den Klassenerhalt schafften. Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking saß bei elf der letzten 18 Derbys zwischen Wolfsburg und Hannover auf der Bank (fünf Mal beim VfL, sechs Mal bei 96).

Von Patrick Eckholt