Köln -Während sich Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang sich ein historisches Knipser-Duell liefern, treffen sich in der Hauptstadt die beiden Überflieger. Ach, und in Köln begrüßen wir einen alten Bekannten zurück auf der Bundesliga-Bühne. Diese 5 Dinge sollten Sie im Hinblick auf den 11. Spieltag wissen.

Willkommen zurück

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Da ist er wieder! Huub Stevens ist zurück auf der Bühne Bundesliga und soll der TSG 1899 Hoffenheim neues Leben einhauchen. 161 Tage nach seinem letzten Spiel mit dem VfB Stuttgart beginnt der ‚Knurrer aus Kerkrade’ seine Mission ausgerechnet bei seinem Ex-Club, dem 1. FC Köln. Die ganz großen Emotionen verkneift sich der 61-Jährige in seiner charmanten Art, lässt aber dennoch durchklingen, dass „der Einstand in Köln natürlich besonders speziell sei.“

Stevens ist ein Trainer der alten Schule, mit Abstand der erfahrenste an den Seitenlinien der Bundesliga. Und auch in seiner eigentlich freien Zeit, beherrschte die schönste Nebensache der Welt sein Leben. Wenn drei Fußball-Spiele an einem Abend kommen, schaut er eben drei Spiele. “Wenn der Alte in seinem Raum sitzt, guckt Fußball und sagt nichts, dann ist das nicht schön für die anderen“, so Stevens. Dass ihm niemand mehr etwas vormachen kann, weiß auch FC-Coach Peter Stöger: “Er hat schon alles erlebt in diesem Geschäft. Auch seine Entspanntheit, mit der er diesen Job mittlerweile ausübt ist beeindruckend. Er ist ein richtig guter Mann.“ Und auf eben diesen darf sich die ganze Bundesliga freuen. Herzlich willkommen zurück, Huub Stevens.

Duell der Scharfschützen

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Es ist schwer, die richtigen Worte für die Leistungen von Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang zu finden. Die beiden Super-Knipser der Liga verdienen sich Woche für Woche, Spiel für Spiel neue Superlative. Mit je 13 Treffern nach nur zehn Spieltag liegen sie gleichauf an der Spitze der Torjägerliste. An diesem Spieltag darf der Münchner im Freitagabendspiel bei Eintracht Frankfurt vorlegen. Aubameyang geht dann am Samstag in Bremen auf die Jagd.

Es ist ein historisches Wettschießen, dass  sich Lewy und Auba derzeit liefern. Seit 47 Jahren war kein Spieler mehr so treffsicher wie jetzt gleich zwei Top-Stürmer: Aubameyang erzielte 45 Prozent der BVB-Tore, Lewandowski, der seltener spielte, 39 Prozent der Bayern-Tore. Treffen Aubameyang und Lewandowski weiter so wie bisher, dann werden beide am Saisonende mehr als 40 Tore erzielt haben.

Alles zum großen Duell:

Aubameyang und Lewandowski auf Rekordkurs

Infografik: So trifft Pierre-Emerick Aubameyang

Infografik: So trifft Robert Lewandowski

Heimliches Topspiel

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Hertha BSC ist auf Kurs Europa League. Es sind zwar erst zehn Spiele gespielt, doch die aktuelle Entwicklung ist schlichtweg beeindruckend. Aus dem Fast-Absteiger der abgelaufenen Saison ist ein mehr als stabiles Gebilde geworden. Seit Pal Dardai das Ruder übernommen hat, kassierte nur der FC Bayern (13) weniger Gegentore als die Berliner (24). Aber auch offensiv hat die Alte Dame mit 13 erzielten Treffern durchaus etwas zu bieten. Ligaweit gibt’s nur Sechs Teams, die häufiger jubeln durften.

Der kommende Gegner ist keineswegs schlechter unterwegs. Nach einem verkorksten Saisonstart und dem Trainerwechsel von Lucien Favre zu Andre Schubert pflügt Borussia Mönchengladbach fast wie im Rausch durch die Liga. Die letzten fünf Spiele wurden allesamt gewonnen. Und das mit einem famosen Torverhältnis von 17:5. Mit einem Sieg in der Hauptstadt könnten die Fohlen in der Tabelle sogar an den Berlinern vorbeiziehen. Die Vorzeichen dafür stehen gut, Hertha konnte nur eins der letzten acht Bundesliga-Duelle für sich entscheiden.

Gegen den Trend

Der FC Augsburg und der 1. FSV Mainz sind auf der Suche nach der Form. Während der FSV seit zwei Spielen auf einen Dreier wartet, sind die Fuggerstädter als Tabellenschlusslicht bereits seit fünf Spielen ohne Erfolgserlebnis. Dass der FCA aber noch weiß, wie’s geht, hat er jüngst mit zwei Siegen in Europa League (1:0 in Alkmaar) und im DFB-Pokal (3:0 in Freiburg) bewiesen. Diesen Schwung werden sie auch brauchen, die letzten drei Duelle in der Liga gingen nämlich allesamt an den FSV.

Bei den 05ern geht man die derzeitige Situation sowieso mit der nötigen Gelassenheit an. „Ich verfalle nicht in Panik“, erklärte Manager Christian Heidel. „Diese Aufs und Abs gehören leider Gottes dazu, sonst wären wir eine Spitzenmannschaft.“ Da man auch in Augsburg laut Coach Markus Weinzierl darauf vertraut, “dass die Punkte kommen werden“, darf man sich auf ein spannendes Duell freuen.

Läuft beim HSV

Bereits jetzt hat die Mannschaft von Coach Bruno Labbdia genauso viele Siege (vier) und Tore (neun) auf dem Konto wie nach der kompletten Hinrunde der abgelaufenen Saison. Vor allem die Defensive wusste zuletzt zu überzeugen. In fünf der zehn Saisonspiele stand die Null – einzig der Rekordmeister aus München kam häufiger ohne Gegentreffer davon. Klar, dass die Stimmung an der Elbe prächtig ist. “Wir sind heiß darauf, einen Heimsieg einzufahren“, erklärte Labbadia auf der abschließenden Presskonferenz.

Dass mit Hannover 96 nun ein kriselnder Gegner in den Volkspark kommt, ist für den Trainer eher Nachteil denn Vorteil. “Wir schlagen sie nicht im Vorbeigehen. Hannover hat immer was rausgehauen, wenn sie mit dem Rücken zur Wand standen.“

Von Thomas Ziemann

Die Duell-Vorschauen zum 11. Spieltag