Köln - Der FC Bayern München könnte den 1000. Bundesligasieg einfahren, Borussia Mönchengladbachs Trainer André Schubert seine Erfolgsserie fortsetzen und Aufsteiger SV Darmstadt hat die Chance an Vizemeister Wolfsburg vorbeizuziehen. Diese 5 Dinge sollten Sie im Hinblick auf den 10. Spieltag wissen.

Schuberts Siegesserie

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Seit André Schubert die Fohlen trainiert, geht es steil bergauf. Alle Bundesliga-Spiele hat Borussia Mönchengladbach seit dem Trainerwechsel gewonnen. Am Sonntag empfängt das Team nun den FC Schalke 04 am Niederrhein. Vertraut man der Bilanz, stehen die Karten nicht schlecht, dass Schubert seine Siegesserie fortsetzen kann. Mönchengladbach gewann schließlich sechs der letzten sieben Heimspiele gegen Schalke. Letzte Saison gab es sogar einen 4:1-Heimsieg, Schalke kassierte dabei letztmals mehr als drei Gegentore.

Aufpassen muss Gladbach allerdings im Strafraum. Alle Gegentore dieser Saison unter Schubert entstanden nach einem Strafstoß. Insgesamt verursachte Gladbach in dieser Saison bereits sechs Strafstöße - folgt gegen Schalke ein weiterer, droht ein Negativrekord. Schalke hingegen sollte sich vor dem ersten Gegentor in Acht nehmen. In den letzten vier Spielen ging die Borussia in Führung - und gewann.

Für Schalke läuft es in der Saison bisher allerdings rund. Seit dem 6. Spieltag belegen die Knappen den 3. Platz in der Tabelle. Und Kapitän Benedikt Höwedes darf sich voraussichtlich über sein 200. Bundesligaspiel freuen.

Die Chance auf eine Revanche gibt es übrigens schon drei Tage später: Gladbach reist dann im DFB-Pokal nach Gelsenkirchen.

Reisst die Serie - oder winkt die 1000?

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Erstmals gewann mit dem FC Bayern München eine Mannschaft die ersten neun Spiele einer Bundesliga-Saison - Rekord! Mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln können die Bayern also einen neuen Rekord aufstellen. Und nicht nur das: Die Münchner gewannen bereits 999. Bundesligaspiele in ihrer Historie, es winkt also der Meilenstein von 1000 gewonnenen Partien!

Allerdings hat Köln seit fast 22 Jahren kein Bundesliga-Spiel bei einem Tabellenführer gewonnen. Hoffnung gibt es aber für die Gäste: Köln ist das einzige Team, gegen das der FC Bayern nicht mindestens 50 Prozent der Heimspiele gewonnen hat.

Im Stürmerduell muss sich der FC nicht verstecken. Zwar führt Robert Lewandowski mit 12 Toren die Torschützenliste an. Anthony Modeste gehört aber ebenfalls zu den effektivsten Stürmern der Bundesliga-Geschichte.

Vizemeister vs. Aufsteiger

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Damit hätte vor der Saison wohl kaum einer gerechnet. Sollte Wolfsburg in Darmstadt verlieren, dann würden die Lilien in der Tabelle an den Wölfen vorbeiziehen. Trotz fünf Tabellenplätzen Unterschied trennen die beiden Clubs nur zwei Punkte. Das obere Mittelfeld der Tabelle liegt noch sehr, sehr eng beieinander - hier ist wirklich noch alles offen. Dass Darmstadt vor heimischen Publikum Punkte holt, ist dabei gar nicht unwahrscheinlich. Auswärts ist aktuell kein Club erfolgloser als der VfL Wolfsburg.

In der Bundesliga treffen beide erstmals aufeinander - die 877. Paarung in der Historie. Erinnerungen dürften beide Clubs noch an den DFB-Pokal der letzten Saison haben. Hier hielt sich der damalige Zweitligist SV Darmstadt 98 120 Minuten im Spiel bevor es ins Elfmeterschießen ging - bei dem Naldo als einziger Wolfsburger nicht erfolgreich war.

Sowohl Darmstadt als auch Wolfsburg sind äußerst erfolgreich nach ruhenden Bällen. Jeweils fünf Mal klingelte es nach einem Standard schon im gegnerischen Kasten.

Vertauschte Rollen

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Während sich der FC Augsburg letzte Saison überragend schlug und sogar direkt für die Europa League qualifizierte, hatte Borussia Dortmund vor allem in der ersten Saisonhälfte reichlich Probleme. Nach dem letzten Duell beider Teams im Februar hatte Augsburg mehr als doppelt so viele Punkte auf dem Konto (33) wie die Borussen (16).

Doch seitdem könnte der Unterschied kaum größer sein. Seit damals holte nur der FC Bayern mehr Punkte (60) als Borussia (50), Augsburg holte nicht einmal halb so viele Punkte wie der BVB (21).

Die aktuelle BVB-Bilanz hätte in zehn Saisons der Bundesliga-Historie sogar für die Tabellenspitze gereicht. Augsburg hingegen kassierte an den ersten neun Spieltagen sechs Niederlagen – so viele waren es beim FCA zu diesem Zeitpunkt in der Bundesliga nie zuvor. Die Fuggerstädter finden sich nach dem 9. Spieltag auf dem letzten Platz wieder.

Vor Gegentoren muss der BVB nicht allzu viel Angst haben. Zwar hat Augsburg überdurchschnittlich viele Torschüsse abgegeben. Doch die Trefferquote des FCA ist schwach: Sie trafen nur mit jedem 18. Torschuss.

Tempofußball in Leverkusen

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In der Tabelle hat Bayer 04 Leverkusen doppelt so viele Zähler (14) auf dem Konto wie der VfB Stuttgart. Acht Tabellenplätze liegen zwischen den Clubs. Wenn es ums Tempo geht, haben aber die Schwaben die Nase vorn. Die Stuttgarter bestritten im Schnitt die meisten Sprints pro Spiel (248), die Leverkusener nach Hoffenheim die drittmeisten (217). Es verspricht also ein temporeiches Spiel zu werden.

In der Offensive sieht der VfB ebenfalls besser aus. 12 Tore haben die Schwaben schon geschossen, bei Leverkusen klingelte es nur acht Mal.

Auch wenn die Werkself bedeutend besser in die Saison gestartet ist: Für Stuttgart geht es langsam bergauf. Die ersten fünf Spiele hatte man noch alle verloren, seitdem ist die Bilanz positiv - mit zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage.

Die Duell-Vorschauen zum 10. Spieltag