Freiburg - Im Mage Solar Stadion treffen in der Top-Begegnung des 19. Spieltags (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) die zuletzt erfolgreichsten Bundesliga-Clubs aufeinander: Bayer 04 Leverkusen sammelte neun Zähler aus den vergangenen vier Partien, der SC Freiburg acht - so viele wie Spitzenreiter Bayern München.

Dem Teamchef des Tabellen-2., Sami Hyypiä, ist die Freiburger Formstärke bewusst. "Es wird ein schweres Spiel für uns. Die Freiburger haben im kompletten Jahr 2012 gezeigt, wie gut und aggressiv sie spielen können", sagte Finnlands Trainer des Jahres 2012, schickte jedoch gleich nach, sein Team trete nach den jüngsten Erfolgen "mit viel Selbstvertrauen und im Glauben in Freiburg an, dort etwas mitzunehmen".

Hyypiä: "Nicht erschrecken vor Freiburgs Spielweise"



Mit den Mitteln des Gegners möchte der Finne dem offensiven Ansatz des Sport-Clubs entgegenwirken: "Wir müssen sofort bereit sein, den Kampf anzunehmen und dürfen uns nicht erschrecken vor der aggressiven Spielweise von Freiburg", führte Hyypiä aus. "Zugleich müssen wir am Ball ruhig bleiben."

Arkadiusz Milik, der beim Sieg über Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende nicht zum Kader gehörte, weil er noch ein Spiel Sperre absitzen musste nach seinem Wechsel vom polnischen Team Gornik Zabrze, darf sich Hoffnungen machen, in Freiburg zum Aufgebot zu zählen. Gleiches gilt für den zuletzt verletzt ausgefallenen Michal Kadlec, der beim Testspiel am vergangenen Sonntag gegen Osnabrück über die volle Distanz spielte. U21-Nationalspieler Karim Bellarabi hingegen befindet sich nach einer Schambeinentzündung noch im Lauftraining.

Rosenthal vor Startelf-Rückkehr



Mehr Ausfälle muss der SC Freiburg verkraften: Cedrick Makiadi fehlt auch am Samstag aufgrund seines Einsatzes für die Demokratische Republik Kongo beim Afrika-Cup. Sebastian Freis, Matthias Ginter, Marco Terrazzino und Ezequiel Calvente sind nach Verletzungen wieder im Training, zum Heimstart im neuen Jahr allerdings noch keine Optionen. Außerdem ist die Verfügbarkeit des angeschlagenen Mensur Mujdza und des zuletzt erkrankten Immanuel Höhn unsicher.

Hingegen dürfte der beim torlosen Remis bei Mainz 05 gesperrt fehlende Jan Rosenthal wieder seine Position im Sturm einnehmen gegen "eine Mannschaft mit enormer Qualität, gegen die wir den richtigen Rhythmus und die richtige Balance finden müssen", wie SC-Trainer Christian Streich sagte. Mit der Leistung bei der vor allem von der Taktik geprägten Partie gegen die "05er" war der 47-Jährige nicht zufrieden: "Da hat es uns an Passqualität gemangelt, die Verbindung der Mannschaftsteile miteinander war nicht optimal. Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit in Mainz, verlieren wir gegen Leverkusen."

Angstgegner Leverkusen



Beim 2:0-Erfolg im Hinspiel erzielten Bayers Spieler beide Tore per Kopf, daher warnte Streich insbesondere vor den Freistößen und Eckbällen der "Werkself": "Das wird für uns angesichts der Größe vieler Leverkusener Spieler am Samstag schon eine Aufgabe. Wir müssen schauen, dass sie nicht häufig nach Standards zum Abschluss kommen und ihre Größenvorteile nutzen."

Die letzten vier Gastspiele Leverkusens dürften den Freiburgern derweil wenig Hoffnung machen: Alle verlor der SCF, drei Mal siegten die Rheinländer sogar ohne Gegentor.



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