"Es sind die allerbesten Mannschaften. Die Meister. Die Besten."

Die Hymne der Champions League versteht man nicht unbedingt auf Anhieb, gerade wenn die Spannung vor den großen Spielen steigt, aber genau diese Sätze fallen bei dem von Tony Britten komponierten Werk.

Gewinner und Verlierer

Dass es die Besten sind, haben die zahlreichen Top-Clubs in den bisher ausgetragenen 96 Spielen der Champions League erneut bewiesen. Traumhafte Tore, tolle Spielzüge und taktische Neuheiten - das alles bot sich den begeisterten Fußball-Fans.

Die Vorrunde ist vorbei, noch stehen 29 Spiele an, aber bundesliga.de nutzt den ersten "Break" für ein Zwischenfazit. Wer sind die Gewinner, wer sind die Verlierer der Gruppenphase? In beiden Kategorien sind die deutschen Teilnehmer vertreten.

Bayern München

Die Champions-League-Pause tat sehr weh: Ein Jahr keine "Königsklasse", stattdessen ging es mit den neuen Stars Luca Toni, Franck Ribery und Miroslav Klose in den UEFA-Pokal. Für das Comeback hat sich der FCB einiges vorgenommen, dementsprechend waren die Auftritte des FCB über weite Strecken auch sehr ordentlich. Vor allem die Heimspiele gegen Florenz (3:0) und Steaua Bukarest (3:0) sowie das Auswärtsspiel in Lyon (3:2) machten Spaß.

Panathinaikos Athen

Inter Mailand, Werder Bremen und Anorthosis Famagusta, das dem Erzrivalen Olympiakos in der Qualfikation keine Chance ließ - die Gruppengegner von Panathinaikos hatten es in sich. Doch die neu zusammengestellte Mannschaft von Trainer Henk ten Cate startete durch und sicherte sich vor Inter Mailand den Gruppensieg. Die Highlights waren dabei sicherlich die Auswärtssiege in Bremen (3:0) und in Mailand (1:0).

Die "Kleinen"

Zugegeben: Der Blick in Topf 4 vor der Gruppen-Auslosung war schon einmal spannender. Cluj, Aalborg, Famagusta, Borissov gehören nicht gerade zu den schillernden Figuren des europäischen Fußballs, doch sie spielten sich schnell in die Herzen der Fußball-Fans. Mit tollen Auftritten, tollen Toren und vor allem mit viel Mut - auch gegen große Namen. Den Einzug in die nächste Runde packten sie nicht, erinnern wird man sich trotzdem gerne an sie.

Werder Bremen

Leichte Gegner gibt es keine in der Champions League. Das Phrasenschwein freut sich über Zuwachs, dennoch stimmt's. Das hat vor allem Werder Bremen wieder spüren müssen. Zwei Unentschieden gegen den "Underdog" Famagusta und dann ein bitteres 0:3 zuhause gegen Panathinaikos: Das vorzeitige Aus war besiegelt. Am Ende sprang noch der UEFA-Cup heraus, aber dass mehr drin war, wissen die Bremer selbst.

Fans von Atletico Madrid

Die Stimmung im "Vicente-Calderón"-Stadion gehört im Normalfall zu den besten Europas. Was sich aber beim Heimspiel gegen Marseille abspielte, will keiner hören und sehen und wurde zurecht bestraft. Rassistische Schmährufe und Ausschreitungen bescherten Madrid zwei Heimspiele ohne Zuschauer. Außerdem gab's eine drastische Geldstrafe. Sollten sich derartige Fälle wiederholen, hat die UEFA härtere Strafen angekündigt.

Zenit St. Petersburg

UEFA-Pokal- und Supercup-Sieger 2008, den EURO-2008-Superstar Andrej Arshavin im Sturm, den heiß begehrten Anatoly Tymoschuk in der Schaltzentrale: Trotz Gruppen- gegnern wie Real Madrid und Juventus hat man von Zenit St. Petersburg einiges erwartet, aber die Russen präsentierten konstant ein Festival vergebener Großchancen. Zuhause gegen Real Madrid wäre ein historisches Ergebnis drin gewesen; das Spiel endete 0:0.