Köln - Eintracht Frankfurt, Werder Bremen und der VfB Stuttgart müssen am letzten Spieltag siegen, wollen sie den direkten Abstieg vermeiden. Einer dieser drei Vereine wird am Samstag gegen 17:20 Uhr den Klassenerhalt feiern, einer den Relegationsrang erreichen und einer direkt absteigen. bundesliga.de hat die Fakten zum packenden Dreikampf zusammengestellt.

Status Quo

Alle Mannschaften bis einschließlich Rang 14 haben den Klassenerhalt sicher, weil Werder und Frankfurt sich ein Endspiel um Platz 15 liefern und sich gegenseitig die Punkte wegnehmen. Stuttgart spielt in der nächsten Woche in Wolfsburg. Nur ein Sieg hilft weiter.

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Aber selbst der könnte dem VfB nicht reichen, wenn Werder punktet und es beim VfB Stuttgart und in Bremen keine hohen Siege gibt (Stuttgart hat die deutlich schlechtere Tordifferenz). Bleibt der Strohhalm für den VfB: Selbst siegen und Frankfurt holt einen Dreier in Bremen. Dann erreichen die Schwaben wenigstens noch die Relegation.

Endspiel in Bremen

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Werder muss gewinnen, um den direkten Klassenerhalt zu schaffen, der Eintracht genügt dazu bereits ein Unentschieden. Frankfurt hat drei Punkte Vorsprung auf Stuttgart und die um sechs Treffer bessere Tordifferenz; selbst im Falle einer (knappen) Niederlage und eines knappen VfB-Sieges in Wolfsburg würde die Eintracht also wahrscheinlich nicht direkt absteigen, sondern höchstens auf den Relegationsplatz abrutschen.

Die Bremer würden mit einem Remis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Sechzehnter bleiben (aktuell zwei Punkte Vorsprung auf Stuttgart und eine um sieben Treffer bessere Tordifferenz); nur verlieren darf Werder nicht, denn dann könnte Stuttgart mit einem Sieg noch vorbeiziehen.

Weiter auf den Spuren der Helden von 1999

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Eintracht Frankfurt feierte gegen die in der Rückrunde bis dato noch ungeschlagenen Dortmunder den dritten Sieg in Folge und ist damit das erfolgreichste Team der vergangenen drei Spieltage. Die Hessen wandeln weiterhin auf den Spuren des legendären Saisonfinales 1999, als die Eintracht gar die letzten vier Spiele gewann und so noch die Klasse hielt. Ein vierter Sieg ist dieses Mal aber gar nicht nötig.

Frankfurt verlor nur eines der vergangenen fünf Gastspiele in Bremen, in der Vorsaison mit 0:1. In den übrigen vier Partien an der Weser holte die Eintracht zwei Siege und zwei Unentschieden.

Auch bei Werder zeigt der Formkurve nach oben

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Auch Werders Formkurve zeigt rechtzeitig zum Saisonfinish nach oben. Die Bremer holten aus den vergangenen vier Partien sieben Punkte und verloren davon nur eine (unglücklich in Hamburg, unter anderem weil Claudio Pizarro einen Strafstoß verschoss).

Nach nur zwei Siegen aus den ersten 14 Heimspielen der Saison feierte Werder zuletzt zwei Heimsiege in Folge. Beide durch leidenschaftlichen Offensivfußball (3:2 gegen Wolfsburg und 6:2 gegen Stuttgart). Verloren haben die Bremer nur eines der vergangenen neun Heimspiele (1:2 gegen Augsburg in Runde 29).

Stuttgart muss siegen und hoffen

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Der seit acht Spielen sieglose VfB hat nur bei einem eigenen Sieg in Wolfsburg noch eine Chance auf den Klassenerhalt. Dann ist bestenfalls noch der Relegationsplatz 16 drin. Aber auch ein Sieg könnte nicht reichen. Das Problem der Schwaben ist nun auch die schlechte Tordifferenz (-23), Werder Bremen (-16) und Eintracht Frankfurt (-17) sind hier deutlich im Vorteil.

So ergibt sich die wohl einzige realistische Chance auf Platz 16 mit einem Sieg in Wolfsburg und einer Bremer Niederlage gegen die Frankfurter. Oder Werder legt noch einmal eine 6:2-Gala hin und der VfB siegt mit zwei Toren Unterschied. Auf der "sicheren Seite" für Platz 16 sind die Stuttgarter mit einem 7:0 in Wolfsburg. Der VfB müsste also seinen Rekordsieg in der Bundesliga einstellen (fünf Mal wurde so hoch gewonnen) und das gegen einen Gegner, gegen den sechs der letzten sieben Bundesliga-Partien verloren gingen.