Köln - Auch nach zehn Spieltagen sind mit dem FC Bayern München, RB Leipzig und der TSG Hoffenheim immer noch drei Vereine ungeschlagen. Das gab es noch nie zuvor in der langen Bundesliga-Historie. Warum die drei Vereine so erfolgreich sind, zeigen die Fakten, die bundesliga.de zusammengestellt hat.

Es war den Leipzigern am Sonntag vorbehalten für einen neuen Bundesliga-Rekord zu sorgen. Da RB am Sonntag mit 3:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 gewann, gibt es erstmals in der Bundesliga-Geschichte in einer Saison noch drei ungeschlagene Teams nach zehn Spieltagen. bundesliga.de hat die Fakten.

Nie zuvor gab es so viele Ungeschlagene

TSG war schon dabei: Zuvor gab es ein unbezwingbares Trio nach neun Spieltagen einzig vor zwei Jahren. Kurioserweise waren damals auch Bayern und Hoffenheim dabei (sowie Borussia Mönchengladbach). Damals erwischte es am 10. Spieltag die TSG, die erstmals verlor – und zwar im Spiel der Ungeschlagenen mit 1:3 in Mönchengladbach.

Keine Wiederholung: Da es dieses Jahr am 10. Spieltag (wie vor zwei Jahren auch) ein Duell zweier ungeschlagener Teams gab, hätte es sich nun wiederholen können, aber Hoffenheim holte an diesem Wochenende ein Remis (1:1) beim FC Bayern.

Leipzig – Die Mannschaft der Stunde

Noch ein Spiel: Als einzige Mannschaft gewann Leipzig die letzten fünf Bundesliga-Spiele, eine längere Siegesserie schaffte in dieser Saison noch kein Team. Die Sachsen sind erst der zweite Aufsteiger in der Historie, der nach zehn Spieltagen noch ohne Niederlage ist, der erste war der MSV Duisburg 1993 unter Ewald Lienen. Den MSV erwischte es damals am 11. Spieltag. Bleibt Leipzig bei Bayer Leverkusen ungeschlagen, würde man also einen neuen “ewigen” Aufsteiger-Rekord aufstellen.

Video: Erfolgsmacher Hasenhüttl

Premiere an der Spitze: Der Aufsteiger könnte am nächsten Spieltag erstmals Tabellenführer werden und die Bayern von Platz eins verdrängen. Da RB bereits am Freitag spielt, genügt ein Remis, um zumindest für einen Tag auf dem ersten Platz zu stehen.

>>> Die Tabelle: So sieht's nach 10 Spieltagen aus

Harter Brocken: In der Auswärtstabelle stehen die Leipziger bereits vor dem FC Bayern, einzig der Aufsteiger hat auswärts bereits elf Punkte geholt. Doch bislang trat man auswärts noch bei keinem Verein an, der aktuell im Europacup spielt. In Leverkusen wartet nun also der allererste wirklich harte Prüfstein in der Fremde auf die Bullen.

Hoffenheim traditionell gut gestartet

Fast so gut wie 08/09: Hoffenheim nahm auch die Hürde München unbeschadet, holte dort einen Punkt und ist damit auch nach zehn Spieltagen ungeschlagen. Das war der TSG in ihrer Bundesliga-Geschichte noch nie gelungen. 20 Punkte nach zehn Runden sind allerdings keine Bestmarke, in ihrer Premierensaison 2008/09 hatten die Kraichgauer zu diesem Zeitpunkt schon 22 Zähler auf dem Konto.

Die magische Elf: Hoffenheim spielt seine neunte Bundesliga-Saison und ist fast schon traditionell gut gestartet. Nach zehn Spieltagen stand man sieben Mal in der oberen Tabellenhälfte, fünf Mal sogar im oberen Tabellendrittel. Elf Spiele in Folge (egal zu welchem Zeitpunkt einer Saison) blieb Hoffenheim noch nie ohne Niederlage.

Oben dabei: Nur drei Mannschaften erzielten mehr Tore als Hoffenheim (18) und nur die Bayern gaben mehr Torschüsse ab (182) als die TSG (157). Einzig RB Leipzig gestattete den Gegnern weniger Großchancen (drei) als Hoffenheim (sechs).

Der FC Bayern stand stets an der Spitze

Immer an der Spitze: Die Bayern sind bereits zum zehnten Mal nach zehn Spieltagen noch ungeschlagen, kein anderer Club schaffte das mehr als drei Mal (Mönchengladbach). Auch wenn es in dieser Saison an der Tabellenspitze enger zugeht als in den letzten Jahren, die Bayern sind seit Saisonstart nach jedem Spieltag Tabellenführer gewesen.

Starke Abwehr: Mit nur sechs Gegentoren stellt der Rekordmeister die beste Defensive der Bundesliga.

Knackpunkt Chancen: Vergleicht man die Daten unter Guardiola mit denen unter Ancelotti, dann stellt man fest, dass es so gut wie keine Unterschiede gibt, außer in der Großchancenverwertung (44 Prozent unter Ancelotti, 52 Prozent unter Guardiola). Das spiegelt den Eindruck der Bayern-Saison wieder, denn sowohl gegen Hoffenheim als auch gegen Köln waren genügend klare Chancen vorhanden, um das Spiel jeweils deutlich zu gewinnen. In Frankfurt hat der FCB in Überzahl auch noch den Ausgleich kassiert, da der Sack nicht zugemacht wurde.