Köln - Die Sommerpause ist vorbei. Nach fast zwei Monaten Vorbereitung sind die neuen Spieler integriert und haben ihren Platz in der Mannschaft gefunden. Und der eine oder andere hat sich in den letzten Wochen in den Vordergrund gespielt. Wenn die Bundesliga am Wochenende startet, werden auch ein paar neue Gesichter in den Startaufstellungen zu sehen sein. bundesliga.de stellt in zwei Teilen zehn Neulinge der Liga vor, die man sich unbedingt merken muss.

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Corentin Tolisso (FC Bayern München)

Der Mittelfeldspieler war der teuerste Transfer der Bundesliga. Doch die Investition hat sich für den FCB absolut gelohnt, ohne Anlaufschwierigkeiten hat sich Tolisso in die Mannschaft gespielt. Mit erst 23 Jahren verfügt der zentrale Mittelfeldmann bereits über eine enorme Spielübersicht. Auch in größter Bedrängnis weiß er genau, wie er sich aus der misslichen Lage befreit und wieder Herr des Geschehens wird. Ball halten oder Spiel schnell machen - das französische Nationalspieler hat jede Situation im Blick. Teamkollege Mats Hummels sagt über ihn: "Er hat körperlich eine absolute Präsenz, ist eine Kante und trotzdem beweglich und schnell. Er will den Ball, auch wenn er unter Druck ist. Er macht einen hervorragenden Eindruck."

Bruma (RB Leipzig)

Der 22-jährige Mann aus Portugal passt hervorragend ins Spielsystem von RB. Er ist ein pfeilschneller Flügelspieler, der wie für das Umschaltspiel der Leipziger gemacht zu sein scheint. Denn auch im Eins-gegen-eins überzeugt Bruma und kann den Ball dank seiner guten technischen Fähigkeiten behaupten. Konkurrieren dürfte der Mittelfeldpieler auf der linken Seite allerdings mit Emil Forsberg. Der Schwede spielte vergangene Saison eine herausragende Rolle im System von RB Leipzig und war Dreh- und Angelpunkt. Doch aufgrund der Dreifachbelastung von Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League wird der Trainer immer wieder rotieren und auch auf den Neuzugang setzen.

Jean-Kevin Augustin genießt in Leipzig das Vertrauen © imago

Jean-Kevin Augustin (RB Leipzig)

Der Mittelstürmer aus Frankreich gehört zu den Toptalenten seines Landes. Der 20-Jährige ist ein sehr vielseitiger Angreifer - was ihn für den Gegner natürlich unberechenbar macht und das Spiel der Leipziger variabler. Augustin vereint Kraft und Dynamik, weiß seinen Körper einzusetzen, kann mit hohem Tempo und Schnelligkeit aber auch vielen Duellen direkt aus dem Weg gehen. Er selbst sagt über sich: "Ich bin ein flexibler Offensiv-Akteur, spiele am liebsten auf der Neuner-Position, kann aber auch die Flügel besetzen." Beste Voraussetzungen also, um mit der Leipziger Offensive die generischen Reihen durcheinander zu wirbeln.

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Jorge Meré (1. FC Köln)

Dem Neu-Kölner wurden viele Vorschusslorbeeren mit auf den Weg in die Bundesliga gegeben. In seiner Heimat Spaninen wird der Innenverteidiger schon mit Sergio Ramos und Gerard Pique verglichen. Der 20-Jährige ist aggressiv, bissig in den Zweikämpfen, kopfballstark. Und dennoch ist er kein reiner Abwehrarbeiter. Meré kann ein Spiel hervorragend lesen, verfügt über ein gutes Stellungsspiel und beweist im Spielaufbau von hinten viel Übersicht. mit Sporting Gijon ist er in der vergangenen Saison in Spanien zwar abgestiegen, doch gehörte Meré zu den Leistungsträgern der Mannschaft. Zu Beginn der Saison wird er wohl noch hinter Dominique Heintz und Frederik Sörensen anstehen. Doch er wird seine Einsätze bekommen und seine Chancen nutzen, um in Köln in der ersten Reihe stehen zu können.

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Jorge Mere verstärkt die Kölner Defensive © gettyimages / Christof Koepsel

Jiri Pavlenka (SV Werder Bremen)

Der tschechische Nationaltorhüter ist Bremens neue Nummer eins. Der 25-Jährige kam in der Sommerpause von Slavia Prag und ersetzt den zu Leeds United abgewanderten Felix Wiedwald. Pavlenka spielt mutig, scheut keine Eins-gegen-eins-Situationen und zeigt im eigenen Strafraum Präsenz. In der Vorbereitung hat Pavlenka gezeigt, dass er auch auf der Linie nur schwer zu überwinden ist und schnelle Reflexe hat. Für seine Flugkünste wurde er nicht umsonst im Vorfeld gelobt. Noch fehlt ihm etwas die Konstanz, dass er aber über eine gesamte Saison gute Leistungen zeigen kann, hat er bei Slavia gezeigt, die er als sicherer Rückhalt zur Meisterschaft geführt hat.

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Ludwig Augustinsson (SV Werder Bremen)

Der Schwede ist ein großer Gewinner der Vorbereitung. Er kam, sah und siegte, könnte man sagen. Der 23-jährige Linksfuß beackert die linke Bremer Seite ohne Pause: hinten sorgt er dafür, dass niemand durchkommt und vorne verursachen seine Flanken oder eigenen Abschlüssen immer wieder Gefahr. Aufgeben gibt es bei ihm nicht. Nach Ballverlust orientiert er sich direkt wieder zurück und nimmt kurz darauf den nächsten Anlauf. Mit seinen 23 Jahren verfügt der schwedische Nationalspieler bereits über viel Erfahrung: 25 Spiele in Europa und Champions League hat Augustinsson etwa absolviert, bei seinem ehemaligen Club FC Kopenhagen gehörte auf dem Weg zur Meisterschaft zu den Leistungsträgern.