Hamburg - Jetzt ist es offiziell: Die letzten Dokumente wurden am Mittwoch unterzeichnet und somit steht fest, dass Tolgay Arslan in der Rückrunde der laufenden Saison für den türkischen Traditionsclub Besiktas Istanbul auflaufen und den Hamburger SV nach insgesamt fünfeinhalb Jahren verlassen wird.

"Ich kann sagen, dass der HSV über die Jahre so etwas wie mein Verein geworden ist. Aber jetzt kommt etwas Neues - und diese Aufgabe gehe ich mit viel Vorfreude an", meinte Arslan gegenüber hsv.de. Im Jahr 2009 kam der gebürtige Paderborner, der in der Jugend sechs Jahre lang für Borussia Dortmund spielte, vom BVB zum HSV.

Debüt unter Labaddia

Als damals 19-Jähriger verdiente er sich zunächst erste Meriten bei der U23, doch schon bald wurde er vom damaligen Trainer Bruno Labaddia ins kalte Wasser der Bundesliga geschmissen. Am 17. Oktober 2009 (9. Spieltag) feierte er beim 0:0 gegen Bayer 04 Leverkusen sein Bundesliga-Debüt. Es folgten weitere vier Einsätze in der Bundesliga und einer im DFB-Pokal. 

2010 wurde Arslan zunächst für eine Saison zu Alemannia Aachen verliehen. Beim damaligen Zweitligisten gelang dem defensiven Mittelfeldspieler eine große Weiterentwicklung und der endgültige Durchbruch als Profi. In 31 Spielen für die Alemannia erzielte er sechs Tore. Nach seiner Rückkehr in die Hansestadt wurde Arslan auch beim HSV zur festen Größe, entwickelte sich Schritt für Schritt zum gestandenen Bundesligaprofi weiter und trug in 83 Bundesligaspielen, einem Relegationsspiel sowie acht DFB-Pokal-Partien das Trikot des HSV. "Wir danken Tolgay für seinen Einsatz beim HSV und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles erdenklich Gute", sagte HSV-Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer.
 
Auch Tolgay Arslan blickt zufrieden auf seine Zeit in Hamburg zurück. "Ich möchte mich aber vor allem auch bei dem HSV und seinen Fans für die unglaublichen Jahre mit vielen Höhen und Tiefen bedanken. Vielen Dank für eure Unterstützung - Hamburg ist und bleibt mein zu Hause und ich werde euch immer in meinem Herzen behalten", ließ er über seine Facebook-Seite wissen.