Der VfL Wolfsburg hat am Freitag Jens Todt als neuen Nachwuchs-Leiter offiziell vorgestellt. Der ehemalige Nationalspieler erhielt beim VfL einen Vertrag bis zum 31. Dezember 2013.

"Ich freue mich, dass Jens Todt diese ehrgeizige Aufgabe übernimmt und bin überzeugt, dass er alle Voraussetzungen mitbringt. Ich schätze seine Persönlichkeit, seinen Umgang mit dem Thema Fußball und seine Philosophie. Ich bin sicher, dass wir eine erfolgreiche Zusammenarbeit haben werden", erklärte VfL-Manager Dieter Hoeneß.

"Wolfsburg hat viel aufgebaut"

Der 40 Jahre alte Todt, der für den SC Freiburg, Werder Bremen und den VfB Stuttgart insgesamt 208 Bundesligaspiele bestritt, freut sich auf seine neue Aufgabe.

"Der VfL Wolfsburg hat im Nachwuchsbereich in kurzer Zeit viel aufgebaut. Das Internat hat einen beispiellosen Standard. Hauptziel muss es sein, eigene Spieler in der Volkswagen Arena zu sehen", sagte er und erklärte, wie er dieses Ziel erreichen will:

"Dafür ist es auch wichtig, eine noch engere Verbindung zwischen dem Profistab und der Nachwuchsabteilung herzustellen. Der Pool von Spielern ist hier sicherlich kleiner als anderswo, deshalb müssen wir auch ein größeres Augenmerk auf das Scouting richten."

Eigene Talente als Identifikationsfiguren

Dieter Hoeneß ist vor allem "eine effektive, erfolgreiche und vor allem nachhaltige Nachwuchsarbeit sehr wichtig. Wir wollen eine Durchlässigkeit schaffen zwischen der U 19, der U 23 und den Profis."

Es gehe nun darum, Voraussetzungen für die Talente zu schaffen, da man Spieler haben möchte, die beim VfL ausgebildet wurden, versicherte der Manager: "Nicht allein, weil es der günstigste Weg ist; sondern weil es vor allem auch etwas mit Identifikation zu tun hat. Wir werden aber Geduld aufbringen müssen."

Der bisherige Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums, Bernhard Janssen, wird künftig ein neues Projekt betreuen. "Er wird unter anderem Netzwerke aufbauen mit Partnervereinen. Da wollen wir von seiner Erfahrung profitieren", sagte Hoeneß.