Nicht nur der Abstiegskampf verspricht Hochspannung im Endspurt der Saison - © DFL/Getty Images/Boris Streubel
Nicht nur der Abstiegskampf verspricht Hochspannung im Endspurt der Saison - © DFL/Getty Images/Boris Streubel
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Tipico Blog: Der Kampf um Meisterschaft, Europapokal und Klassenerhalt

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In der Länderspielpause haben die Bundesligisten noch ein letztes Mal Zeit zum Durchatmen. Denn dann geht es ans Eingemachte: Im Kampf um die Meisterschaft, um die Champions-League- und die Europa-League-Plätze sowie um den Klassenerhalt werden in den kommenden Wochen die Weichen gestellt – und auch schon erste Entscheidungen fallen. Wie die Lage genau aussieht, erfährst du hier im Tipico Blog.

Meisterschaft: Geht noch was für Dortmund?

Der FC Bayern München geht einmal mehr in der Pole-Position in den Kampf um die Meisterschale. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann hat einen Vorsprung von sechs Punkten auf Verfolger Borussia Dortmund und könnte sich in den verbleibenden sieben Partien sogar noch zwei Niederlagen leisten, denn die Münchner haben ein klar besseres Torverhältnis.

Am 31. Spieltag kommt es noch zum direkten Duell der beiden Kontrahenten im Klassiker in München. Sollten die Bayern bis dorthin noch Punkte lassen, hätte der BVB eine gute Chance, um den Rückstand entscheidend aufzuholen und die Ausgangssituation in den letzten drei Spielen dieser Saison noch einmal so richtig spannend zu machen. Sollten die Münchner ihrer Favoritenrolle jedoch gerecht werden, wäre es der zehnte Titel in Folge und damit der Ausbau einer bislang einmaligen Meisterserie in der Bundesliga-Historie!

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Champions League: Spannender Vierkampf bahnt sich an

Hinter den Bayern qualifizieren sich drei weitere Mannschaften für die Champions League 2022/23. Beste Chancen hat dabei Borussia Dortmund. Ein komfortables Zwölf-Punkte-Polster auf Platz fünf sowie ein ordentliches Torverhältnis geben den Mannen von Marco Rose die Gewissheit, dass drei Siege aus den letzten sieben Spielen schon reichen, um sich auch nächstes Jahr wieder regelmäßig mit den besten europäischen Teams zu messen. Es müsste schon viel schieflaufen, damit der BVB am Ende noch Platz zwei verspielt oder gar aus den Top-4 herausrutscht.

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Die große Spannung hat sich derweil auf den Plätzen drei bis sechs aufgebaut: Zwischen Bayer 04 Leverkusen, RB Leipzig, dem Sport-Club Freiburg und der TSG 1899 Hoffenheim liegen gerade einmal vier Punkte. Sollten Bayern und Dortmund wie erwartet die ersten beiden Plätze besetzen, dann gäbe es für dieses Quartett nur noch zwei Plätze für die Champions League zu vergeben. Besonders pikant: Auf der Zielgeraden kommt es praktisch im Wochentakt zu direkten Duellen: So treffen noch Leipzig und Hoffenheim (29. Spieltag), Leverkusen und Leipzig (30. Spieltag), Hoffenheim und Freiburg (32. Spieltag), Hoffenheim und Leverkusen (33. Spieltag) sowie Leverkusen und Freiburg (34. Spieltag) aufeinander.

Jedes Team bringt dabei seine eigenen Stärken in dieses spannende Finish mit ein: Während Leverkusen vor allem durch die Top-Offensive glänzt, stellt Freiburg in dieser Saison die beste Abwehr. Für Leipzig spricht hingegen die aktuelle Form im Jahr 2022 und die Hoffenheimer glänzen durch Variabilität, was alleine die 17 verschiedenen Torschützen belegen (ligaweiter Bestwert).

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Europa League und Conference League: Reicht Platz 7?

Sollten Bayern und Dortmund sowie das bereits erwähnte Quartett dahinter die Plätze eins bis sechs unter sich ausmachen, wären alle Startplätze für das internationale Geschäft eigentlich verteilt. Doch in dieser Saison könnte unter gewissen Voraussetzungen auch Platz sieben reichen. Möglich wäre das, wenn Freiburg oder Leipzig den DFB-Pokal gewännen und sich gleichzeitig in der Tabelle unter den ersten sechs befinden. In diesem Fall würde der Tabellensiebte an der Qualifikation für die Europa Conference League teilnehmen.

Sollte zusätzlich dazu noch Eintracht Frankfurt die Europa League gewinnen, sich die Eintracht aber gleichzeitig nicht über die Liga für den Europapokal qualifizieren, gäbe es sogar acht Startplätze. Dann dürften die Hessen nämlich als fünfte Mannschaft aus Deutschland an der Champions League teilnehmen.

Beste Chancen auf diesen siebten Platz haben der 1. FC Köln, Frankfurt, der 1. FC Union Berlin und der 1. FSV Mainz 05.

Abstiegskampf um zwei rettende Plätze

Spätestens von Platz 14 abwärts beginnt dann auch schon die ganz gefährliche Zone, in der es um den Verbleib in der Bundesliga geht. Schlusslicht Fürth hilft bei neun Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 16 nur noch ein Wunder. In der Geschichte der Bundesliga ist eine derartige Aufholjagd zu diesem Zeitpunkt noch keiner Mannschaft gelungen. Das rettende Ufer, also Platz 14 und 15 werden – so wie es derzeit aussieht – in einem Vierkampf zwischen dem FC Augsburg, Arminia Bielefeld, dem VfB Stuttgart und Hertha BSC entschieden. Das Quartett liegt aktuell nur einen Zähler auseinander!

Gute Karten hat dabei Augsburg, denn die Mannschaft von Markus Weinzierl hat immerhin mit dem Nachholspiel gegen Mainz am 6. April noch eine Partie mehr zur Verfügung, um die nötigen Punkte zu sammeln. Für Bielefeld spricht die beste Defensive unter den Abstiegskandidaten, und der VfB Stuttgart baut auf die Qualitäten des Duos Borna Sosa und Sasa Kalajdzic, das nach längerer Abstinenz nun wieder ihre Co-Produktionen erfolgreich abschließt. Die Hertha hingegen will mit dem Trainerroutinier Felix Magath noch einmal für die entscheidenden Impulse in den letzten Wochen sorgen – und gewann prompt mit 3:0 gegen Hoffenheim.

Die Fans der Bundesliga dürfen im Kampf um den Klassenerhalt ein spannendes Finish erwarten, weil sich auch hier die direkten Kontrahenten noch reihenweise gegenüberstehen: Bielefeld – Stuttgart (28. Spieltag), Augsburg – Hertha (30. Spieltag), Hertha – Stuttgart (31. Spieltag) und Bielefeld – Hertha (32. Spieltag) heißen hier die Duelle, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.