Auch schon im letzten Jahr standen sich Bayern und Dortmund beim Supercup gegenüber - © DFL / Getty Images / Alexander Scheuber
Auch schon im letzten Jahr standen sich Bayern und Dortmund beim Supercup gegenüber - © DFL / Getty Images / Alexander Scheuber
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Tipico Blog: Rekorde und Bestmarken zum Supercup zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund

Am 30. September geht es beim Duell FC Bayern München gegen Borussia Dortmund nicht nur um Prestige und eine erste Standortbestimmung für den Kampf um die Meisterschale in der Bundesliga, es wird an jenem Mittwochabend in der Münchner Allianz Arena beim Supercup 2020 auch der erste Titel der Saison ausgespielt. Der „Klassiker“ zwischen den beiden deutschen Top-Clubs nimmt dabei eine besondere Stellung in der Historie des Wettbewerbs ein.

Weil der FC Bayern in diesem Jahr sowohl den Meistertitel als auch den DFB-Pokal gewonnen hat, trifft der deutsche Rekordmeister deshalb auf den Vizemeister aus Dortmund. Ein Duell, das beim Supercup ohnehin eine große Tradition genießt. In der nunmehr 21. Ausgabe des Supercups treffen die beiden Rivalen bereits zum achten Mal aufeinander. Keine Begegnung gab es im Supercup öfter. Alleine in den letzten neun Jahren wurde der „erste Titel der Saison“ sieben Mal zwischen den Münchnern und den Dortmundern ausgetragen.

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Mit 13 Teilnahmen und sieben Siegen ist der FC Bayern zwar Rekordteilnehmer und Rekordsieger, die Erfolgsquote ist mit 53 Prozent gewonnener Supercup-Spiele aber durchaus noch ausbaufähig für die Mannschaft von Hansi Flick. Der BVB war mit zehn Teilnahmen am zweithäufigsten beim Supercup vertreten und hat mit sechs Trophäen immerhin 60 Prozent der Supercups gewonnen. Sollte Dortmund also am 30. September als Sieger vom Platz gehen, so würde die Favre-Elf nach der reinen Anzahl an Titeln wieder mit den Bayern gleichziehen.

Die Chancen dazu sind – historisch betrachtet – gar nicht mal so schlecht. Von den bisher sieben Supercup-Duellen zwischen Dortmund und Bayern standen am Ende vier Mal die Schwarz-Gelben als Sieger da. So zuletzt auch im vergangenen Jahr, als der BVB sich den Titel mit einem 2:0-Sieg durch Tore von Paco Alcacer und Jadon Sancho sicherte.

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Es spricht - neben der derzeit nahezu angsteinflößenden Form - aber auch vieles für die Bayern: Alleine schon in Sachen Erfahrung sind die Mannen von der Säbener Straße ihren Kontrahenten ein ganzes Stück weit voraus: Robert Lewandowski und Thomas Müller sind mit neun Einsätzen die Rekordteilnehmer beim Supercup und werden ihrem Konto mit großer Wahrscheinlichkeit ein weiteres Spiel hinzufügen können. Und natürlich sollten die Dortmunder speziell vor Lewandowski gewarnt sein: Der Pole, der den Supercup auch drei Mal im BVB-Dress spielte, ist mit fünf Treffern Rekordtorschütze des Wettbewerbs.

Und dann wäre da ja auch noch der Heimvorteil. In der heimischen Allianz Arena ist Bayern beim Supercup noch ungeschlagen. Zugegeben: Bisher fand auch nur ein Supercup im Münchner "Schlauchboot" statt. 2012 besiegte Bayern den damaligen Meister aus Dortmund mit 2:1. Auch damals schon unter den Torschützen: Thomas Müller und Robert Lewandowski. Letzterer jedoch noch als Spieler des BVB. Auf die Unterstützung ihrer Fans wird Bayern hingegen nicht bauen können: Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus in München wird die Partie am Mittwoch vor leeren Rängen stattfinden.

Für so manchen Protagonisten steht aber auch eine Premiere an. Bayern-Trainer Hansi Flick könnte nach dem Gewinn der Meisterschaft, des DFB-Pokals, der Champions League und des UEFA Supercups, seiner bereits eindrucksvollen Sammlung den fünften Titel binnen weniger Monate folgen lassen. Und natürlich wollen auch die vielversprechenden Neuzugänge wie Bayerns Leroy Sane oder Dortmunds Jude Bellingham ihren Start beim neuen Club direkt mit einem Titel veredeln.

Gleiches gilt natürlich auch für die Dortmunder Winter-Neuzugänge Erling Haaland und Emre Can, die beim letzten Triumph des BVB noch nicht mit an Bord waren. Wobei: Can kennt das Gefühl bereits, die 5,5 Kilogramm schwere und mit Sterling-Silber veredelte Trophäe in die Luft zu strecken. Der Dortmunder Defensiv-Spezialist gewann als gerade einmal volljähriges Talent den Supercup im Jahr 2012. Damals stand Can jedoch noch in der Startelf der Bayern und der Gegner hieß - wenig überraschend – Borussia Dortmund.