Das Duell Dortmund gegen Bayern ist meist entscheidend im Titelkampf - © /
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Tipico Blog: Der Klassiker Dortmund gegen Bayern - das größte Duell der Bundesliga

In einer Zeit ohne den Coronavirus gäbe es in dieser Woche in Deutschland vermutlich nur ein Thema: Der bevorstehende Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München am 28. Bundesliga-Spieltag. Bis das Schlüsselduell im Titelkampf der aktuellen Saison allerdings steigen kann, wird es noch ein wenig dauern. Aber die Wartezeit möchten wir ein wenig verkürzen. Dafür blicken wir zurück auf alles, was das Duell zwischen den Bayern und dem BVB so besonders macht.

Allein ein Blick in die Liste der vergangenen Meister verdeutlicht die Ausnahmestellung dieser Partie. Zuletzt gab es mit dem VfL Wolfsburg 2009 einen Titelträger, der nicht FC Bayern München oder Borussia Dortmund hieß. 20 Bundesliga-Partien gab es seit 2010 zwischen diesen beiden Teams und neun Mal war es gleichzeitig das Duell des Spitzenreiters gegen den Tabellenzweiten. Kein anderes Duell der jüngeren Vergangenheit kommt auch nur ansatzweise an diese Bilanz heran.

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Da ist es auch kaum verwunderlich, dass sich in diesen 20 Partien oft wahre Dramen abgespielt haben. Der Klassiker lieferte Bilder, die die Jahre überdauern werden. Am 7. Spieltag der Saison 2010/11 bezwang der BVB die Münchner zu Hause souverän mit 2:0 und durchbrach damit eine Serie von sechs Partien ohne Sieg gegen den Rekordmeister. Es war der Auftakt der dominantesten Dortmunder Serie gegen die Bayern seit Gründung der Bundesliga.

Ins Rückspiel ging die Borussia als souveräner Tabellenführer, aber die Münchner wollten mit einem Heimsieg einen Endspurt in der Bundesliga einläuten. Es kam aber anders, denn der BVB gewann durch Tore von Lucas Barrios, Nuri Sahin und Mats Hummels mit 3:1. Anschließend gab es keinen Zweifel mehr an der ersten Dortmunder Meisterschaft seit 2002.

In der folgenden Saison ging der FC Bayern als souveräner Tabellenführer in den Klassiker am 13. Spieltag. Fünf Punkte Vorsprung hatten die Münchner auf die Dortmunder. Das Team von Jupp Heynckes hätte mit einem Dreier davonziehen können. Stattdessen gewann der Verfolger durch ein Tor von Mario Götze 1:0, rückte bis auf zwei Punkte an den Rekordmeister heran, übernahm am nächsten Spieltag die Tabellenspitze und gab diese bis zum Saisonende nicht mehr ab.

Die Vorentscheidung im Titelrennen 2011/12 fiel - natürlich - im Klassiker vor der Partie am 30. Spieltag lag der BVB drei Punkte vor den Münchnern, die aber mit der besseren Tordifferenz in den Signal Iduna Park reisten. Ein Auswärtssieg und die Bayern hätten erstmals seit dem 14. Spieltag wieder die Spitze übernommen.

Beide Mannschaften lieferten sich einen packenden Kampf, bei dem sich die Ereignisse in der Schlussphase überschlugen: Erst sorgte Robert Lewandowski mit seinem einzigen Bundesliga-Treffer gegen seinen aktuellen Club für die Dortmunder Führung, dann bekam der FC Bayern einen Elfmeter zugesprochen. In der 85. Minute trat Arjen Robben an, der zuvor für die Münchner in der Bundesliga bei sechs Versuchen sechs Mal erfolgreich war. Diesmal aber nicht, denn Roman Weidenfeller ahnte die Ecke und konnte den Schuss parieren. Damit hielt der BVB-Keeper nicht nur den Sieg, sondern auch die Meisterschaft fest.

Es war Dortmunds vierter Bundesliga-Sieg in Serie gegen die Münchner, die in ihrer Bundesliga-Geschichte nie häufiger in Serie gegen einen Club verloren (Werder Bremen schaffte zwischen 1991 und 1993 auch einmal vier Siege in Folge). Diese Partie markierte aber auch einen Wendepunkt – in der Bundesliga und auch im Klassiker. Seit diesem legendären Duell verloren die Münchner nur noch zwei von 15 Bundesliga-Klassikern (neun Siege, vier Remis) und sicherten sich auch dank der Vorteile in den direkten Duellen sieben Mal in Serie die Deutsche Meisterschaft.

Bei den Bayern-Siegen waren auch einige von historischer Dimension dabei. Am 4. Oktober 2015 schossen die Münchner den BVB am letzten Wiesn-Sonntag mit 5:1 ab und stellten damit mit dem achten Sieg im achten Spiel einen neuen Bundesliga-Startrekord auf. Zudem fügten sie der Borussia die erste Niederlage unter Thomas Tuchel zu. Es war zudem das einzige Mal, dass eine von Tuchel trainierte Mannschaft sich in der Bundesliga mehr als vier Tore einfing.

Ein klares Zeichen im Titelkampf setzten die Bayern auch in der vergangenen Saison, als sie am 28. Spieltag den Spitzenreiter aus Dortmund zum Klassiker empfingen. Der Vorsprung des BVB betrug zwei Punkte, aber auf dem Platz dominierten die Bayern. Schon zur Pause führten die Münchner mit 4:0. Am Ende steht es sogar 6:0 und der FCB sichert sich letztlich mit zwei Punkten Vorsprung den Titel.

Wie auch im Vorjahr hätte der Klassiker auch an diesem Samstag ganz im Zeichen des Titelkampfes gestanden. Wie so oft in den letzten Jahren. Und egal, wann die Partie gespielt wird: Es wird eines der Highlights der restlichen Saison werden.

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